Thurnau
Besuch

Ministerin überbrachte Millionen-Förderung für Alladorf persönlich

Die neue Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat am Samstag persönlich einen Millionen-Förderbescheid in Alladorf übergeben.
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Bürgermeister Martin Bernreuther und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (beide CSU) waren gespannt auf die Höhe der Förderung, die Landwirtschaftministerin Michaela Kaniber dabei hatte.Sonny Adam
Bürgermeister Martin Bernreuther und Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (beide CSU) waren gespannt auf die Höhe der Förderung, die Landwirtschaftministerin Michaela Kaniber dabei hatte.Sonny Adam
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Die Bäume standen in schönster Blüte, die Sonne lachte. Und selbst die grauen Regenwolken, die ein paar Tropfen vom Himmel schickten, konnten den Alladorfern den letzten April-Samstag nicht verderben. Denn an diesem Tag kam die neue Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in den Thurnauer Ortsteil, um persönlich einen Förderbescheid, von dem Bürgermeister Martin Bernreuther nicht einmal zu träumen gewagt hatte, zu übergeben.

Dass der Markt Thurnau für das Dorfgemeinschaftshaus Fördergelder bekommen wird, war klar. Doch wie hoch der Fördersatz sein würde, war die Frage. Ein Quäntchen Hoffnung keimte auf, als bekannt wurde, dass die Ministerin höchstpersönlich nach Oberfranken kommen wollte. Alladorf hat zu Ehren der Ministerin alles aufgefahren, was es zu bieten hat. Der Gesangverein Alladorf trat auf und der Musikverein Thurnau spielte Bon Jovi, die Lieblingsband der Ministerin. "Ich habe von meinem Mann den Heiratsantrag bei Bon Jovi bekommen", freute sich Kaniber.

Die neue Landwirtschaftsministerin ließ sich nicht lange bitten. Sie hatte einen Förderbescheid für 90 Prozent der Investitionskosten dabei, das ist der Höchst-Fördersatz. Konkret werden 781 000 Euro für den Bau des neuen Alladorfer Gemeinschaftshauses übernommen. "Für den Bau der Festscheune hat mein Haus in dieser Woche die Genehmigung erteilt. In Kürze können Sie einen weiteren Förderbescheid in Höhe von rund 300 000 Euro erwarten. Das ist auch ein Fördersatz von 90 Prozent", sagte die Ministerin. Gerne ließ sie sich zu einem Rundgang durch das künftige Dorfgemeinschaftshaus einladen. CSU-Landtagsabgeordnete Martin Schöffel setzte sich spontan ans alte Klavier und schenkte der Ministerin ein musikalisches Dankeschön.

Michaela Kaniber wird nicht zum letzten Mal im Landkreis Kulmbach gewesen sein, versprach sie. Denn im Landkreis Kulmbach haben elf Kommunen Fördermittel in Höhe von rund zehn Millionen Euro beantragt. "Ein Viertel davon konnten wir bereits bewilligen", verriet sie. Die neue Landwirtschaftsministerin appellierte an die Bevölkerung, dem Teufelskreis der Leerstände zu entfliehen. Auch seitens des Freistaates sollen die ländlichen Regionen unterstützt werden. Die Landwirtschaftsministerin nannte Behördenverlagerungen nach Oberfranken.

Bürgermeister Martin Bernreuther und Landrat Klaus Peter Söllner freuten sich über das positive Signal des Freistaats. "Für uns ist die Förderoffensive Nordostbayern wie ein Sechser im Lotto. Ohne diese Förderinitiative könnten wir viele Projekte nicht anpacken", betonte der Landrat.

Laut Detlev Zenk, Sprecher der Teilnahmegemeinschaft, liegen die Planungen seit 1992 in der Schublade. "Diese Investitionen, die wir jetzt tätigen, sind Investitionen für die nächsten hundert Jahre", sagte Zenk.


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