Kulmbach
Abitur

MGF Kulmbach: 13 Prozent mit einer 1 vor dem Komma

Der diesjährige Abiturjahrgang am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium war klein. Aber das Ergebnis war fein.
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Die besten Abiturienten des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums (von links) Jahrgangsbetreuer Eddy Stübinger, Benedikt Rief (1,4), der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann, Thomas Henning, Ludwig Bordfeldt, Lena Helgerth Markus Deichsel, Fabian Hahn, Elternvertreterin Ulrike Berner, Leonie Feick, dritter Bürgermeister Frank Wilzok, Felicitas Feick, Werner Friedlein vom Förderverein und Schulleiter Horst Pfadenhauer.Foto: Sonny Adam
Die besten Abiturienten des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums (von links) Jahrgangsbetreuer Eddy Stübinger, Benedikt Rief (1,4), der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann, Thomas Henning, Ludwig Bordfeldt, Lena Helgerth Markus Deichsel, Fabian Hahn, Elternvertreterin Ulrike Berner, Leonie Feick, dritter Bürgermeister Frank Wilzok, Felicitas Feick, Werner Friedlein vom Förderverein und Schulleiter Horst Pfadenhauer.Foto: Sonny Adam
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Der Abiturjahrgang 2019 wird in die Geschichte des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums eingehen. Nicht, wegen des Verhaltens oder des Notendurchschnittes, sondern vor allem deshalb, weil die Schüler zum ersten Mal zum Feiern an ihrer alten Schule blieben. Die Abifeier fand nicht in der Dr.-Stammbergerhalle statt, wie eigentlich üblich, sondern im Brunnenhof und in der Pausenhalle.

Obwohl das Abitur, vor allem im Bereich Mathematik, schon im Vorfeld für Schlagzeilen gesorgt hat, konnten zwanzig von sechzig Schülern eine Eins vorm Komma erreichen. Insgesamt bestand der Abijahrgang 2019 "nur" aus sechzig Schülerinnen und Schülern. 57 haben die Abiprüfung bereits bestanden, ein Schüler muss noch wegen einer Handverletzung nachschreiben. Zwei Schüler konnten den Anforderungen nicht genügen. Insgesamt erreichten die MGFler einen

Notendurchschnitt von 2,28. "Das ist eine Top-Leistung. Wenn man die Abiturienten sieht, dann sprühen sie vor Lebensfreude", freute sich der stellvertretende Landrat Jörg Kunstmann mit jedem Einzelnen. Kunstmann sprach auch für Bürgermeister Frank Wilzok. Denn schließlich sollte das Feiern, das Miteinander im Mittelpunkt stehen.

Die Besten der Besten waren Thomas Henning und Lena Helgerth. Beide erzielten die Traumnnote 1,0. Thomas Henning wird nach dem Abi in Oxford studieren. Während der Schulzeit war er Stipendiat des Parlamentarischen Partnerschafts-Programmes. Hennings hat sich für den Kulmbecher stark gemacht und war bei der Theatergruppe dabei.

Lena Helgerth ist für die Studienstiftung des deutschen Volkes nominiert. Sie hat sich viele Jahre in der Schülerfirma Geburtstagsklettern engagiert. Außerdem wurde sie mit den Abiturientenpreisen der Gesellschaft deutscher Chemiker und der deutschen Mathematikervereinigung ausgezeichnet.

Die Wege der Abiturienten trennen sich mit der Ausgabe der Reifezeugnisse, so der stellvertretende Schulleiter Armin Motschenbacher. Die Schüler hatten auf einen Abischerz verzichtet, luden stattdessen die Lehrer zu einem gemeinsamen Grillfest ein.

Für manchen Abiturienten war der Weg zum Ziel kein Selbstläufer. Doch jetzt sei ein Etappenziel erreicht, betonte Ulrike Berner vom Elternbeirat. Berner gab den Schülern mit auf dem Weg, kritisch zu sein. "Das Hotel Mama ist jetzt nur noch vorübergehend geöffnet", sagte sie.

Eine überaus charmante Rede hielten die Abiturienten selbst: Klara Frankenberger, Fabian Hahn und Paula Isert ließen die acht Jahre Revue passieren und kamen zu dem Ergebnis: Es war eine gute Zeit am MGF - auch wenn die Schule viele Jahre lang eine einzige Baustelle war. Doch jetzt ist die lang ersehnte Pausenhalle fertig, freuten sich die Schüler.

Schulleiter Horst Pfadenhauer zitierte in seiner Abiturrede Aristoteles: "Bildung ist die süße Frucht aus einer bitteren Wurzel", so der Lateiner. Diese "süße Frucht" sei nach wie vor sehr viel Wert, schließlich haben die Abiturienten den höchstmöglichen Abschluss in der schulischen Bildungslandschaft erreicht - noch dazu in Bayern. Doch auch die Charakterbildung sei wichtig. Schon jetzt prophezeien Forscher, dass mittel- und langfristig alle Berufe, die durch Technik ersetzt werden können, auch durch Technik ersetzt werden werden. Übrig bleiben nur Berufe mit Empathie - Berufe, bei denen man sich um etwas kümmert, jemanden umsorgt, ihn pflegt, ihm zuspricht, ihn coacht, ihn bildet oder Berufe, bei denen man jemanden hilft, Probleme zu lösen. "Bildung ist die Befähigung zu einem gedankenreichen und hoffentlich erfüllten Leben, nicht genau die Anpassung an den Arbeitsmarkt", erklärte Pfadenhauer. Er wünschte den Abiturienten Erfolg, berufliche Bestätigung, aber auch Freiräume zum Leben.

Die Abifeier, die in der Zweifachturnhalle des MGFs durchgeführt wurde, wurde vom Blechbläsersenemble des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums unter der Leitung von Hubertus Baumann musikalisch umrahmt.

Die Besten:

Thomas Henning, Lena Helgerth (beide 1,0); Fabian Hahn, Markus Deichsel (beide 1,1); Ludwig Bordfeldt, Leonie Feick (beide 1,3);

Benedikt Rief (1,4), Felicitas Feick (1,5)

Außerdem hatten eine Eins vorm Komma:

Fabian Pomper, Nicklas Kolb, Fabien Leichenring, Christian Ködel, Klara Frankenberger (1,6), Darius Rathmann, Rebecca Turbanisch, Konrad Friedrichs (alle 1,7), Christoph Sesselmann, Katrin Schwarz und Dominik Müller (alle 1,9).

Alle Schüler mit einer Eins vorm Komma erhielten einen Buchpreis in Höhe von 25 Euro, gespendet vom Förderverband. Die Musiker wurden mit dem Musikkissen 2019 geehrt. Und alle Schüler bekamen das Buch "Die Landesfestungen der Hohenzollern" von den Freunden der Plassenburg geschenkt.

Alle, die einen Schnitt von besser als 2,28 hatten wurden mit einem Stipendium bei e-fellows geehrt (ein Karrierenetzwerk für sehr gute Schüler, die ein Studium in Naturwissenschaften, Medizin, Wirtschaft/Recht und Jurfile:///C:/program%20files/nextgeneration/icons//default/Transparent.pnga anstreben).

Besondere Ehrungen:

Abiturientenpreis der Gesellschaft deutscher Chemiker und der Deutschen Mathematikervereinigung für Lena Helgerth.

Abiturientenpreis der Gesellschaft deutscher Chemiker für Thomas Henning.

Den Preis der Deutschen Physikalischen Gesellschaft bekam Dominik Müller.

Fabian Hahn wurde mit dem Biologie-Zukunftspreis geehrt.

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