Kulmbach
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MGF-Gymnasium in Kulmbach: So schön ist der Neubau

Architektur verbindet: Die neue Pausenhalle verändert das Gesicht des MGF-Gymnasiums. Aber es soll nicht die letzte Großbaustelle gewesen sein.
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"Echt klasse geworden", meinen drei Schülerinnen   aus der sechsten Klasse des MGF-Gymnasiums zum Neubau. Foto: Stephan Tiroch
"Echt klasse geworden", meinen drei Schülerinnen aus der sechsten Klasse des MGF-Gymnasiums zum Neubau. Foto: Stephan Tiroch
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"Echt klasse geworden." Die drei Mädchen aus der sechsten Klasse gehen gelassen damit um, dass sich das Erscheinungsbild ihrer Schule nachhaltig verändert hat. Die Schüler nutzen wie selbstverständlich die neue Pausenhalle, die neue Bibliothek und die beiden Übergänge in luftiger Höhe, die als direkte Verbindung zwischen den Schulgebäuden dienen. Dass für zeitgemäße Architektur am Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium insgesamt 4,5 Millionen Euro verbaut worden sind, ist den jungen Leuten nicht so wichtig. Wohl aber, dass die Zeiten der Großbaustelle vorbei sind.


Grün und viel Glas

Das Gebäude, das sich durch viel Glas zum Pausenhof hin öffnet und durch die grüne Fassade im ersten Stock besticht, entschädigt für die Unannehmlichkeiten der zweijährigen Bauzeit. Schulleiter Horst Pfadenhauer zitiert gar den römischen Dichter Ovid, der vor 2000 Jahren gesagt hat: "Finis coronat opus - das Ende krönt das Werk."

Pfadenhauer ist begeistert von dem schönen Gebäude. Die Pausenhalle sei der neue Mittelpunkt. Und: "Wir sind mit den zwei Gangways eine Schule der kurzen Wege geworden." Der Direktor spricht von einem "Quantensprung", denn nun sei die Vision verwirklicht worden, Rahmenbedingungen für eine optimale Lernatmosphäre zu schaffen. Niemand, der ihm bei der großen Einweihungsfeier am Donnerstag widersprochen hätte.


"Die vereinigten Hüttenwerke"

Von allen Seiten hagelt es Lob für die Architekten - für das Büro Diezinger aus Eichstätt, das für die Planung verantwortlich zeichnet, und für das Büro Eschenbacher aus Kulmbach, zuständig für die Bauleitung. Es ist laut Architekt Norbert Diezinger eine anspruchsvolle Aufgabe gewesen, "die vereinigten Hüttenwerke", wie er das Gymnasium nennt, tatsächlich zu vereinigen.

"Erstaunlich, was man mit guter Architektur bewirken kann", sagt Bürgermeister Stefan Schaffranek. Landrat Klaus Peter Söllner spricht von einer "pfiffigen Lösung". "Der Schulalltag ist leichter geworden", stellt Schülersprecher Almin Muratovic fest. Und die Vertreterin des Elternbeirats, Ulrike Berner, sieht "einen Zugewinn für die Schule", da die neue Pausenhalle auch Raum bietet für Konzert und Theater.


"Schule und Bildung zu fördern"

Großer Dank der Schule gilt vor allem dem Landkreis Kulmbach, der hier als Sachaufwandsträger - abzüglich der Förderung durch den Freistaat Bayern - 3,1 Millionen Euro eigenes Geld investiert hat. "Schule und Bildung zu fördern, ist unser Anspruch", betont Landrat Söllner, ehe die Dekane Thomas Kretschmar und Hans Roppelt das neue Gebäude weihen.

Zur musikalischen Umrahmung der Feier hat die Schule eine Vielzahl von Talenten aufgeboten. Damit sieht Regierungsvizepräsident Thomas Engel den Anspruch der bayerischen Verfassung am MGF-Gymnasium verwirklicht: "Die Schulen sollen auch Herz und Charakter bilden."


Ein Wunsch bleibt offen

Am MGF ist man mehr als zufrieden. Aber ein Wunsch bleibt offen, der - wie alle wissen - den Landkreis wieder viel Geld kosten wird. Es geht um den Altbau: 1893 ein Prachtbau, heute ein Sanierungsfall. Das wird die nächste Großbaustelle.
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