Kulmbach
Jubiläum

MGF-Gymnasium in Kulmbach feiert - nur Gottschalk fehlte

Das Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium hat Tradition und ist gut aufgestellt. Aber einen Wunsch gibt es noch.
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Die Stars der Jubiläumsveranstaltung waren musisch und  sportlich begabte Schüler - hier der Unterstufenchor des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums. Foto: Stephan Tiroch
Die Stars der Jubiläumsveranstaltung waren musisch und sportlich begabte Schüler - hier der Unterstufenchor des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums. Foto: Stephan Tiroch
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Alle waren da, um dem Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasium zu gratulieren: Minister, Landtagsvizepräsidenten, Land- und Schulräte, Bürgermeister, Schüler, Lehrer und Direktoren. Hunderte von Gästen füllten die Doppelturnhalle. Nur einer fehlte am Donnerstag. Er war eingeladen, aber in USA unabkömmlich: Ex-Schüler Thomas Gottschalk. Er ließ über seinen TV-Kollegen Peter Fraas vom Bayerischen Rundfunk, auch MGF-Absolvent, ausrichten: "Schöne Grüße und herzlichen Glückwunsch. Ich komme zum 150-Jährigen."


Königlich Bayerische Realschule

Die Festgäste konnten es verkraften - und das MGF-Gymnasium präsentierte sich als Schule mit Tradition, die für die Zukunft gut aufgestellt ist. Vor 125 Jahren, so Schulleiter Horst Pfadenhauer, sei die damals neu gebaute Königlich Bayerische Realschule eingeweiht worden. Aber die MGF-Tradition reiche sogar 625 Jahre zurück: "Unsere Vorläuferschule, die alte Lateinschule, wurde 1393 erstmals urkundlich erwähnt und gehört damit zu den ältesten Schulen in Bayern."

Neben der großen Vergangenheit habe das MGF auch eine erfolgversprechende Zukunft, sagte Landrat und Ex-Schüler ("Abitur 1975 - auf direktem Weg") Klaus Peter Söllner. Er muss es wissen, denn der Landkreis ist als Sachaufwandsträger dafür zuständig, die Investitionen zu bezahlen - zuletzt die neue Pausenhalle. "Bildung hat für uns eine hohe Priorität. Die Schule war uns lieb und teuer. In den letzten eineinhalb Jahrzehnten haben wir fast 20 Millionen Euro verbaut", sagte er.


"Rückenwind nutzten"

Allerdings sind noch nicht alle Wünsche der Schule erfüllt: Die Sanierung des Altbaus steht an, stellte Architekt Andreas Weingut fest. Und Direktor Pfadenhauer sprach die Bitte aus: "Wir möchten nahtlos weitermachen und den Elan der letzten Jahre mit Rückenwind nutzten - das wäre mein Geburtstagswunsch."

Die Stars der Jubiläumsveranstaltung waren musisch und sportlich begabte Schüler. Vom Unterstufenchor bis zur Bigband und zur Theatergruppe Eigen-Sinn, von den Basketballerinnen bis zur Turnriege - alle bekamen Riesenapplaus.


Religionsunterricht: Minister spielt Karten

Zwischendurch moderierte der Ex-Thurnauer Peter Fraas als charmanter Plauderer drei Talkrunden mit verschiedenen Gesprächspartnern. Unter anderem entlockte er dem neuen Kultusminister Bernd Sibler aus Plattling ein Geheimnis: In der 13. Klasse nutzte er regelmäßig die Doppelstunde katholische Religion, um seine Kenntnisse im Schafkopfen zu verbessern. "Eine kleine Sünde", meinte der Minister.

Inge Aures fragte Fraas, was sie als Kultusministerin tun würde.Viele Lehrer einstellen, antwortete die Landtagsvizepräsidentin: "Wenn neun Prozent der Unterrichtsstunden ausfallen, stimmt was im System nicht."


"Angela Merkel von Kulmbach"

Landrat Söllner bezeichnete er als "Angela Merkel von Kulmbach". OB Schramm musste grinsen, und Söllner sagte: "Der Henry meint, das war kein Kompliment." Doch der Landrat sah es anders und nahm Merkels Eigenschaften wie Kontinuität, Leistungsstärke und Gelassenheit gerne für sich in Anspruch.

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