Menchau
Großbrand

Bauernhof in Menchau abgebrannt: Jetzt wurden zwei Stiere in den Ruinen geboren - Spendenaufruf

Großbrand in Thurnau im Landkreis Kulmbach: Im Ortsteil Menchau zerstörte ein Feuer ein landwirtschaftliches Anwesen nahezu vollständig. Es grenzt an ein kleines Wunder: In den Ruinen wurden jetzt zwei Stiere geboren.
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Feuer im Landkreis Kulmbach: Großbrand zerstört Bauernhof in Menchau. Bei einem Brand am frühen Donnerstagnachmittag (10. Oktober 2019) gingen im Thurnauer Ortsteil Menchau ein Wohnhaus, zwei Scheunen und zwei Kuhställe in Flammen auf. Bei dem Feuer wurden sechs Menschen verletzt. Der Sachschaden liegt im hohen sechsstelligen Bereich, wie die Polizei berichtet. Die Familie steht vor dem Nichts. Der Spendenverein FrankenhelfenFranken hat einen Spendenaufruf gestartet. Jetzt gibt es unerwartete und erfreuliche Nachrichten aus Menchau: In den Ruinen des Hofs wurden kamen zwei Stiere auf die Welt.

Update, 13.10.2019, 14 Uhr: Zwei Stiere in Ruinen geboren

Es sind schöne Neuigkeiten, die einem angesichts der furchtbaren Ereignisse in Menchau ein Fünkchen Hoffnung zurückgeben: Nach dem Großbrand auf dem Bauernhof wurden gestern in den Ruinen zwei Stiere geboren. Das teilt die Feuerwehr Thurnau mit. "Ein kleines Wunder ist geschehen, in den Ruinen wurden zwei Stierchen geboren, die auf die Namen Florian (Funkrufname der Feuerwehr) und Harald (Vorname des Hofbesitzers) getauft wurden."

 

Spendenaufruf für die Familie

Die Brandkatastrophe in Menchau hat das Team der Bayerischen Rundschau nicht unberührt gelassen. Wir möchten helfen. Der Spendenverein FrankenhelfenFranken der Mediengruppe Oberfranken, zu der die Bayerische Rundschau gehört, ruft daher nun zu Spenden für die Familie auf, die ihr gesamtes Hab und Gut verloren hat. Wer helfen möchte, kann dies mit einem Betrag auf das Spendenkonto bei der Sparkasse Bamberg tun:

 

  • BIC: BYLADEM1SKB
  • IBAN: DE 62 7705 0000 0302 1945 01
  • Wichtig ist das Stichwort „Brand #Menchau“

 

Auch die Marktgemeinde Thurnau hat ein Spendenkonto für die betroffene Familie eingerichtet. Einzahlungen können ab sofort auf das Konto bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach mit der IBAN: DE63 7715 0000 0101 7400 58 (Spendenzweck "Brand #Menchau") getätigt werden.

Aufgrund der großen Hilfsbereitschaft bittet die Marktgemeinde Thurnau unbedingt um Anmeldung der Sachspenden unter der Telefonnummer: 09228/95199. Nur so kann eine Koordination von noch benötigten Sachen erfolgen.

Update, 11.10.2019, 13.30 Uhr: Polizei nennt neue Details zu Bauernhof-Brand in Thurnau

Die Polizei hat neue Informationen zum Brand des Bauernhofes in Thurnau veröffentlicht: Demnach liegen erste Ermittlungserkenntnisse vor. Das Feuer entstand wohl durch Arbeiten des 42-jährigen Hofbesitzers mit einem Strohhäcksler.

Am Freitagmorgen konnten die Spezialisten der Spurensicherung weitere Hinweise vor Ort feststellen. Dabei wurden sie durch einen Polizeihubschrauber unterstützt, der Aufnahmen aus der Luft anfertigte. Der entstandene Schaden am Bauernhof im Kreis Kulmbach wird mittlerweile auf den unteren Millionenbereich geschätzt.

Die Zahl der Verletzten hat sich indes ebenfalls erhöht. Die Behörden sprechen nun von zehn Beteiligten, die verlett wurden. Darunter sind neben dem schwer verletzten 42-jährigen Hofbesitzer und seiner leicht verletzten Ehefrau auch zahlreiche Feuerwehrmänner sowie Helfer, die am Brandort Rauchgase einatmeten.

Update, 20.05 Uhr: Feuer zerstört landwirtschaftliches Anwesen - sechs Verletzte

Zum Brand in Menchau hat die Polizei am Donnerstagabend inzwischen Details mitgeteilt: Kurz nach 14.30 Uhr ging bei der Polizeieinsatzzentrale die Mitteilung über den Brand auf dem Vierseithof in Menchau ein. Die umliegenden Feuerwehren rückten daraufhin mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und zwei Drehleitern zum Brandort aus.

 

Bei ihrem Eintreffen standen bereits die Stallung des Hofes sowie weitere Anbauten des Anwesens in Flammen und brannten nahezu vollständig nieder. Auch das Wohnhaus des Bauernhofes und weitere unmittelbar an die Stallung angrenzende Gebäude wurden durch die Feuersbrunst zerstört. Durch ihr rasches Eingreifen konnte die Feuerwehr ein weiteres Ausbreiten der Flammen auf Nachbaranwesen verhindern.

Bei dem Brand erlitt der 42-jährige Bewohner des landwirtschaftlichen Anwesens schwere Brandverletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik. Seine 36 Jahre alte Ehefrau und zwei Helfer atmeten Rauchgase ein und mussten medizinisch behandelt werden. Zwei Feuerwehrmänner verletzten sich bei den Löscharbeiten leicht.

Die Einsatzkräfte konnten dank beherzter Unterstützung von Nachbarn einen Großteil der insgesamt über 120 Rinder und Schweine aus der brennenden Stallung retten. Dennoch verendeten einige der Tiere.

Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Nach ersten Maßnahmen durch Beamte der Polizeiinspektion Kulmbach haben Brandfahnder der Kripo Bayreuth die Ermittlungen zur bislang noch unbekannten Ursache des Feuers aufgenommen. Die Löscharbeiten werden bis in die späten Nachtstunden andauern, weshalb auch die Ortsdurchfahrt von Menchau für diese Zeit gesperrt bleibt

Update, 15.08 Uhr: Feuer in Menchau bei Thurnau im Landkreis Kulmbach: Wohnhaus, Scheunen und Ställe brennen

Am frühen Nachmittag gingen im Raum Thurnau die Sirenen: Feueralarm in Menchau! Nach ersten Informationen brennen dort zwei Scheunen. Doch schnell ist klar: Die Katastrophe ist weitaus größer. Das Feuer greift auf das Wohnhaus der Hofbesitzer sowie zwei Kuhställe über. Beim Versuch, die Tiere zu retten, erleidet der Hofbesitzer Verletzungen und wird mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Die Familie wird von den Einsatzkräften betreut.

Neben den Rettungskräften ist der ganze Ort auf den Beinen. Viele packen mit an, um die rund 100 Kühe zu befreien und sie auf eine benachbarte Wiese zu treiben. Provisorisch wird diese mit Absperrband eingezäunt. Etliche Nachbarn kümmern sich darum, dass die verschreckten Tiere nicht davonrennen.

Mehrere Feuerwehren im Einsatz

Aus der gesamten Umgebung, auch aus Kulmbach, wurden Feuerwehren zum Brandort beordert.

Die Rauchwolken sind viele Kilometer weit zu sehen. Dazu sind Polizei, Rotes Kreuz, Technisches Hilfswerk, Luftrettung und das Veterinäramt im Einsatz.

Betroffen und voller Mitgefühl für die Familie zeigte sich der Thurnauer Bürgermeister martin Bernreuther, der sich vor Ort ein Bild von der Lage machte. Er sei droh, dass so schnell so viele Helfer am Brandort waren. Das sei an einem normalen Werktag nicht einfach: "Ich bin dankbar für jeden, der hier ist und mit anpackt."

Wie es zu der Katastrophe kommen konnte, ist noch unklar. Fest steht nach Angaben der Polizei nur, dass der Brand in einer Scheune entstanden ist und von dort auf die benachbarten Gebäude übergriff. Die Kriminalpolizei Bayreuth übernimmt die weiteren Ermittlungen.

Auch zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben. Der Sachschaden dürfte aber in die Millionen gehen.

Zur Stunde sind die Feuerwehren weiter damit beschäftigt, die Flammen zu löschen, die durch Windböen immer neu angefacht werden.

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