Marienweiher
Jubiläum

Marienweiher hat 825. Geburtstag

In einer Urkunde des Bamberger Bischofs Otto II. aus dem Jahr 1189 wird das erste Mal eine Kirche in Marienweiher urkundlich erwähnt. Am Kirchweihsonntag, 5. Oktober, kann der Ort daher sein 825. Kirchenjubiläum feiern.
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Die 1993 zur Basilika erhobene Wallfahrtskirche Marienweiher, wie sie die Gläubigen heute kennen, wurde am 6. Oktober des Jahres 1720 geweiht. 2020 steht also mit "300 Jahre Wallfahrtskirche" das nächste große Jubiläum in Marienweiher an. Foto: Archiv Bayerische Rundschau
Die 1993 zur Basilika erhobene Wallfahrtskirche Marienweiher, wie sie die Gläubigen heute kennen, wurde am 6. Oktober des Jahres 1720 geweiht. 2020 steht also mit "300 Jahre Wallfahrtskirche" das nächste große Jubiläum in Marienweiher an. Foto: Archiv Bayerische Rundschau
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Jörg Schmidt, Leiter des Pilgerbüros, wird dazu auch das Ergebnis seiner Nachforschungen in Archiven präsentieren, die durchaus bemerkenswerte Ergebnisse brachten. Schmidt hat sich besonders der Zeit des elften und zwölften Jahrhunderts angenommen. "Die Fäden, die von Marienweiher aus gesponnen wurden, reichten weit in die ganze Region", sagt er und betont, dass seine Recherchen doch überraschende Erkenntnisse über der Ursprung von Marienweiher und die Rolle einer benachbarten Kirche erbrachten.

Vor 25 Jahren wurde das 800-jährige Bestehen noch "klassisch" gefeiert. Drei Tage lang stand Marienweiher 1989 im Zeichen des Jubiläums. Einer der Glanzpunkte war ein Festzug mit rund 50 Vereinen und Gruppen, bei die Geschichte des Wallfahrtsortes szenisch dargestellt wurden - so unter anderem die Schenkung von 1189, die Ankunft der Franziskaner im Jahr 1646 und der Bau der heutigen Kirche ab 1718.


Die Hoffnung der Gläubigen, die Wallfahrtskirche werde schon zu diesem Anlass zur Basilika erhoben, sollte sich nicht erfüllen; unter anderem war die personelle Ausstattung des Klosters damals noch zu gering. Erst 1993 wurde das Gotteshaus Basilika.

Heute leben und arbeiten im Kloster Marienweiher neben Pfarrer Pater Alard die Franziskaner Kaplan Christoph, Wallfahrtsseelsorger Adrian, Vikar Andreas und Senior Roger.

Den 825. Geburtstag des Wallfahrtsortes wollen die Verantwortlichen um Jörg Schmidt kompakter und konzentrierter feiern, so dass die Gläubigen das komplette Programm mitverfolgen können (siehe Info-Kasten rechts).

Der Tag des Heiligen Franziskus

Von besonderer Bedeutung für Marienweiher sind seit 1646 die Franziskanerpatres. Am morgigen Samstag, 4. Oktober, begehen sie mit den Gläubigen den Tag ihres Ordensbegründers Franz von Assisi, der wenige Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung Marienweihers 1189 in Umbrien geboren worden war. Seine Todesstunde wird auf die Nacht zum 4. Oktober 1226 datiert. In Marienweiher ist es seit jeher Brauch, dass die Kirchweih am Sonntag nach dem Tag des Heiligen Franziskus gefeiert wird.

Das Festprogramm

Kirchenparade
Die Feierlichkeiten beginnen am Sonntag um 10.15 Uhr mit einer Kirchenparade.

Festgottesdienst
Um 10.30 Uhr schließt sich ein Festgottesdienst an. Musikalisch wird er vom Basilikachor gestaltet, der mit Unterstützung von Orchester und Solisten die "Missa in C" von Johann Ernst Eberlin aufführt. Danach findet ein kurzes Standkonzert mit dem Musikverein Marktleugast statt.

Führung
"Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft" lautet das Motto des Nachmittagsprogramms. Der Leiter des Pilgerbüros Marienweiher, Jörg Schmidt, gibt um 15.30 Uhr einen kurzen Einblick in die Zeit um das Jahr 1189, als Marienweiher das erste Mal erwähnt wurde.

Vier Sichtweisen
Um 16 Uhr berichten vier Menschen von ihrer je eigenen persönlichen und aktuellen Bindung zur Basilika: Thomas Beck aus Marienweiher für die Ministranten, Maria Götz aus Weigelshofen bei Eggolsheim für die Wallfahrer, Maria Brendel aus Steinbach für die Kirchenführer und Oswald Purucker aus Marktleugast für den Pfarrgemeinderat.

Vesper
Der Festtag schließt um 17 Uhr mit der Vesper zur Kirchweih, die musikalisch ebenfalls besonders gestaltet wird. Dabei wird das neue Gotteslob offiziell eingeführt, das wieder einige Jahrzehnte Gottesdienst und Leben der Katholiken begleiten wird.
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