Mannsflur
Kultur

Mannsflur hat jetzt einen Kinderchor

Andernorts kämpfen Chöre ums Überleben. Im Marktleugaster Ortsteil wurde jetzt eine neue Singgemeinschaft aus der Taufe gehoben - ein Kinderchor.
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Der neu gegründete Kinderchor Mannsflur kann sich sehen lassen: 13 Grundschul- und einige Kindergartenkinder treffen sich jeden Dienstag um 15.30 Uhr zur Probe im Gemeinderaum der evangelischen Kirche. Fotos: Sonja Adam
Der neu gegründete Kinderchor Mannsflur kann sich sehen lassen: 13 Grundschul- und einige Kindergartenkinder treffen sich jeden Dienstag um 15.30 Uhr zur Probe im Gemeinderaum der evangelischen Kirche. Fotos: Sonja Adam
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Ordentlich stellen sich die Kinder des neu gegründeten Kinderchores auf, heben ihr Notenmappen - wie auf Kommando. Und die ganz jungen Sänger, die noch nicht so gut lesen können, singen einfach auswendig mit. "Das ist mein erster Chor", tönt die sechs Jahre alte Leonie Kasper und fügt gleich hinzu: "Das stimmt doch gar nicht, dass die Kinder heute keine Lust mehr haben zu singen." Und die anderen Kinder, die sich seit einigen Wochen regelmäßig im Gemeinderaum der evangelischen Bethlehemkirche treffen, nicken nur und pflichten ihr bei.


Kein Mädchen-Kram

Jungs und Mädels haben richtig Lust am gemeinsamen Musizieren. "Ich wollte einfach mit dabei sein", sagt Johannes Laaber (8). Und weil noch zwei Jungs mit von der Partie sind, findet Johannes auch kein bisschen, dass Gesang Mädchen-Kram sein könnte.
"Ich hab auch ein Lieblingslied, das heißt ,Denn ich hab einen Freund'", gibt Johannes Laaber sogleich eine Kostprobe seines Könnens. Innerhalb weniger Proben hat er das Lied gelernt. Und eine schöne Stimme hat er auch.

"Ich finde Musik schön und ich kann schon zwei Instrumente", erklärt indes Ella Märkl (8). Die Drittklässerin kann Glockenspiel und Flöte. Aber Flöte spielt sie nicht mehr. Jetzt singt sie lieber. "Ich wollte wieder was mit Musik machen."

Auch Jennifer Bialas ist mit von der Partie - sie ist ebenfalls in der dritten Klasse und spielt auch Flöte. Sie freut sich schon auf den ersten großen Auftritt. Denn der steht zu Weihnachten mit einem Krippenspiel vor der Tür. "Aber ich weiß noch nicht, was sich überhaupt spielen werde."


Premiere an Heiligabend

Die Verteilung der Rollen ist in der Tat nicht so einfach, erklärt Chorleiterin Cornelia Schwarz-Ernst. Denn die Kinder sind konfessionell gemischt. Bedeutet: "Die katholischen Kinder, die Heiligabend nicht beim Auftritt in der evangelischen Kirche sein können, werden einfach Schafe." Cornelia Schwarz-Ernst selbst wird beim ersten Auftritt ihres Chores auch nicht mit dabei sein können. "Ich spiele in Stammbach Orgel", sagt sie. "Aber der Pfarrer wird das Krippenspiel managen. Der bekommt genaue Instruktionen", sagt sie und ist überzeugt, dass alles hervorragend klappt.

Cornelia Schwarz-Ernst ist freischaffende Klavierlehrerin und hat auch in Stammbach eine Kindergruppe. Alle zwei Jahre wird entweder ein Krippenspiel oder ein Kindermusical einstudiert. Und auch dort sind die Kinder mit Begeisterung bei der Sache.

Die Jüngsten, die im Mannsflurer Chor mit von der Partie sind, sind noch im Kindergarten und können noch nicht lesen.


Neuzugänge willkommen

Christina Hartenberger ist fünf Jahre, Katharina Koller und Emely Kraus sind gerade sechs. Die Älteren sind Elena Fraas, Moritz Ott und Marco Uhlich mit neun Jahren. Und Leonie Zuber ist sogar schon zehn. Doch Spaß am Singen haben alle gemeinsam. Denn Cornelia Schwarz-Ernst sorgt dafür, dass das Singen im Kinderchor richtig pfiffig ist und allen Spaß macht.

Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen. Einfach am Dienstag bei der Probe um 15.30 Uhr dazukommen.
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