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Mainleus: Beim Betreuungsangebot jetzt spitze

Mainleus hat am Freitag eine neue Kindergarten- und Krippengruppe eingeweiht.
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Die neue Kita in Mainleus. Foto Jürgen Gärtner
Die neue Kita in Mainleus. Foto Jürgen Gärtner
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Wenn Bürgermeister Robert Bosch (CSU) auf die Entwicklungen in Mainleus blickt, dann geht er davon aus, dass der neue Kindergarten neben der Schule nicht der letzte Neubau sein wird. "Wenn man sich den Wohnungsmarkt und die Sanierung der Spinnerei anschaut, dann kann ich mir schon vorstellen, dass wir weiter bauen müssen." Die Einweihung des "Kinderzentrums am Rathaus" (Bericht weiter unten) nahmen wir zum Anlass, mit dem Bürgermeister über die Betreuungssituation im Markt zu sprechen.

Schon viel investiert

Die Gemeinde hat in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen, damit die Zahl der Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze ausreicht: eine Million für die Generalsanierung des katholischen Kindergartens, 600 000 und 400 000 Euro für den Hort in der Schule und dessen Erweiterung, knapp zwei Millionen Euro für den Kindergarten neben der Schule, der am Freitag eingeweiht wurde. Dazu kommen noch 300 000 Euro für neue Sanitäranlagen im gemeindlichen Kindergarten in Rothwind.

2020 geht es weiter

2020 sind weitere Investitionen für den Mainleuser Nachwuchs vorgesehen, wie Robert Bosch erklärt: für den evangelischen Hort, der ab Frühjahr 2020 in der Friedhofstraße errichtet wird, und für die Außenanlagen des gemeindlichen Kindergartens in Rothwind. "Das sind Ausgaben, die sich lohnen", so Bosch. Zumal die steigende Kinderzahl im Markt ein Zeichen dafür sei, dass Mainleus als familienfreundlicher Wohnort anerkannt werde. Eine Entwicklung, die ihn natürlich besonders freut.

"Ein Luxusproblem"

Mit dem bisher geschaffenen Betreuungsangebot ist nach den Worten des Bürgermeisters der akute Bedarf gedeckt. Weitere Baumaßnahmen schließt er nicht aus. "Das ist aber ein Luxusproblem", sagt er mit Blick auf die Einwohnerentwicklungen in anderen Kommunen. Vor allem die Nachfrage nach Hortplätzen ist gestiegen. "Die Menschen müssen solche Angebote wohl aufgrund ihrer beruflichen und familiären Rahmenbedingungen mehr in Anspruch nehmen", vermutet er.

Ein Blick auf die Zahlen

In der Gemeinde Mainleus gibt es mehrere Kinderbetreuungseinrichtungen: das Zentrum für Kinder und Familien, die Kinder-Arche, den Waldorfkindergarten, die Sonnenkinder Rothwind und nun das Kinderzentrum am Rathaus.

Zahlen verdeutlichen die Nachfrage: So stieg die Zahl der Hortplätze in der Gemeinde von 65 im Jahr 2014 auf 135 in 2019.

Nicht ganz so groß fällt der Anstieg bei den Regelplätzen in den Kindergärten aus: Die Zahl belief sich in 2014 auf 257, in 2019 sind es 267.

Möglicherweise resultiert die Nachfrage nach Hortplätzen aus dem Auslaufen der gebundenen Ganztagsschule in 2017/2018. Dieses Angebot an der Grund- und Mittelschule Mainleus nutzten damals zuletzt 23 Jungen und Mädchen. Weiterhin gibt es noch die offene Ganztagsschule als Betreuungsangebot der Awo. Im Schuljahr 2019/20 nutzten das Angebot 58 Kinder.

Am 6. Mai hatte der Mainleuser Gemeinderat den Neubau des Kinderzentrums am Rathaus beschlossen. Am Freitag wurde bereits die Einweihung gefeiert. Ein Bau in Rekordzeit. Zu den Gratulanten zählte die Staatssekretärin für Familie, Arbeit und Soziales, Carolina Trautner. Kein Wunder - denn das knapp zwei Millionen Euro teure Bauprojekt wurde mit 1,3 Millionen Euro vom Freistaat gefördert.

Ein einem waren sich alle einig: Die neue Einrichtung, deren Träger das Zentrum für Kinder und Familien ist, ist "ein Segen für Mainleus".

Zwölf Krippen- und 25 Kindergartenplätze sind in unmittelbarer Nähe zu Rathaus und Schule entstanden. Über den Räumen der Rathausverwaltung befindet sich zudem ein Kinderhort mit 55 Plätzen.

Mit Blick auf den Neubau und künftige Entwicklungen verdeutlichte Bürgermeister Robert Bosch, dass "hier kein Provisorium steht, sondern ein Gebäude, das bei Bedarf sogar noch aufgestockt werden kann". In diesen neuen Kindergarten mit Kinderkrippe könnten künftig ganze Generationen von Heranwachsenden spielen, sich entwickeln und entfalten.

Dass das Vorhaben so schnell umgesetzt werden konnte, das sei vor allem der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken, betonte Robert Bosch, der vor allem den Leiter des Zentrums für Kinder und Familien, Michael Seck, und den Leiter der Hauptverwaltung des Marktes Mainleus, Ronny Thater, erwähnte. "Die beiden haben von 0 auf 100 an dem Projekt gearbeitet."

Jetzt an der Spitze

Staatssekretärin Carolina Trautner blickte auf die ohnehin schon gute Betreuungsquote im Markt Mainleus: "Jetzt liegt ihr ganz an der Spitze." Die Politikerin verwies auf die Bedeutung der ersten Lebensjahre, in denen den Jungen und Mädchen Kompass und Richtschnur für deren weiteren Lebensweg mitgegeben würden.

Was in den vergangenen Jahren in Mainleus auf die Beine gestellt worden ist, darüber staunte auch stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann.

Pfarrer Hans Roppelt stellte heraus, dass die Einrichtung für alle Kinder offen stehe, auch wenn der Träger katholisch sei.

Anschließend segnete er die Räume.

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