Mainleus
Große Nachfrage

Mainleus baut 58 Wohnungen

In der Gemeinde sind vier große Wohnungsbau-Projekte am Laufen: Der Markt Mainleus und zwei private Bauherren investieren Millionen.
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Die Spinnstuben in Mainleus sind ein Sanierungsfall. Foto: Jürgen Gärtner
Die Spinnstuben in Mainleus sind ein Sanierungsfall. Foto: Jürgen Gärtner
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Kein Zweifel, die Nachfrage ist da. "Uns liegen jetzt schon doppelt so viele Wohnungsbewerbungen vor wie in den Vorjahren", sagt Bürgermeister Robert Bosch (CSU) mit Blick auf die beiden großen gemeindlichen Bauprojekte: die Sanierung der Spinnstuben und den Bau der beiden Mehrfamilienwohnhäuser im Hans-Grimm-Weg.

Zwölf Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen entstehen im Hans-Grimm-Weg, zwischen 88 und 93 Quadratmeter groß. Auf 3,76 Millionen Euro inklusive Grunderwerb belaufen sich die Kosten. Der Bau läuft gut, bei den Kosten liegt die Gemeinde derzeit 221000 Euro günstiger als erwartet. Wenn das so bleibt, werden mit dem verbliebenen Geld noch Aufzüge in die beiden Häuser eingebaut. Das war eigentlich erst für später geplant. Die Fertigstellung der Häuser ist für Ende Sommer 2020 vorgesehen. "Wir liegen voll im Zeitplan", so Bosch.

Anders bei den schlossartigen Spinnstuben, die die Gemeinde für 13,6 Millionen Euro saniert. 24 Wohnungen in verschiedenen Größen werden dort hergerichtet. Aber wie bei einem Altbau wenig überraschend, gab es unvorhergesehene Probleme. So mussten aus statischen Gründen im ganzen Objekt zusätzliche Stahlträger eingezogen werden. Außerdem war der Hausschwammbefall schlimmer als gedacht, weshalb die Erdgeschossdecke teilweise erneuert werden musste.

Die Folge: Die Arbeiten liegen sechs Monate hinter Plan. Damit ist die Fertigstellung nicht wie vorgesehen März/April 2020 zu schaffen, sondern voraussichtlich im Herbst zu erwarten. Die Arbeiten hatten im Juni 2018 begonnen.

Bewerbungen für die Mietwohnungen (es steht keine Wohnung zum Verkauf) sind bei der Gemeinde möglich. Sowohl der Hans-Grimm-Weg als auch die Spinnstuben sind barrierefrei. Weil die Projekte staatlich gefördert werden, sind bei der Vergabe bestimmte Kriterien (Einkommen, Alter, Behinderungsgrad) zu berücksichtigen.

Wohnungsbau auch weiter ein Thema

Für Bürgermeister Bosch ist selbst nach Abschluss der beiden Projekte das Thema noch nicht zu Ende: "In Berlin wird ein Mietendeckel eingeführt, um Wohnraum zu schaffen. Wir bauen Wohnungen."

In der Hauptstraße 84 errichten André und Annette Heinz sowie Helmut und Heidi Herrmann ein Mehrfamilienhaus mit zehn Eigentumswohnungen. "Nur noch zwei Wohnungen sind frei", betont Heinz - und das, obwohl erst vor einigen Tagen Richtfest gefeiert und das Objekt nicht beworben wurde. "Das läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda." Ziel ist es nach den Worten von André Heinz, das Gebäude Juli/August fertigzustellen. Die Chancen stehen gut: "Bislang ist alles reibungslos gelaufen."

Nur einen Steinwurf entfernt baut Unternehmer Arno Friedrichs in der Hauptstraße 68 zwei weitere Häuser. Auch hier läuft es rund. Projektleiter Sebastian Türk: "Ich hoffe, dass im Mai die ersten Mieter einziehen können." Die Nachfrage nach den Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen - passend für Familien - sei groß. Doch einen Haken gibt es: In erster Linie sind die Wohnungen für Mitarbeiter der Firma Arno Friedrichs Hartmetall gedacht.

Wenn der Bau beendet ist, dann steht bei Sebastian Türk schon das nächste Projekt auf dem Programm: der Umbau des alten Kinos unweit des Rathauses in Mainleus. Dort sind zwei Büros und zwei Wohnungen geplant. Aber das ist eine andere Geschichte...

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