Mainleus
Sanierung

Mainbrücke Mainleus: Arbeiten dauern wohl ein paar Wochen länger

Die Arbeiten an der Mainbrücke in Mainleus werden ein paar Wochen länger dauern als geplant.
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Die Arbeiten an der Mainbrücke in Mainleus, die für rund 500 000 Euro saniert wird, liegen im Zeitplan. Dennoch werden sich die Autofahrer etwas länger als geplant gedulden müssen, denn die Brückenkappen müssen wider Erwarten komplett erneuert werden. Foto: Peter Müller
Die Arbeiten an der Mainbrücke in Mainleus, die für rund 500 000 Euro saniert wird, liegen im Zeitplan. Dennoch werden sich die Autofahrer etwas länger als geplant gedulden müssen, denn die Brückenkappen müssen wider Erwarten komplett erneuert werden. Foto: Peter Müller
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Die Arbeiter der Ebensfelder Baufirma Raab, die seit 24. Juli die Mainbrücke in Mainleus sanieren, haben sich schon Einiges anhören müssen. "Es kommen ständig Leute vorbei, die mosern und schimpfen. Das ist nicht schön. Aber wir machen das hier ja nicht zum Spaß", sagte Geschäftsführer Wolfgang Schubert-Raab, der sich am Nachmittag vor Ort mit Landrat Klaus Peter Söllner, Bürgermeister Robert Bosch sowie Vertretern der Bauverwaltung im Landratsamt und des Planungsbüros IBP traf. Söllner hatte nicht zuletzt deshalb zum Baustellentermin eingeladen, um mit verschiedenen Gerüchten aufzuräumen.

Die Arbeiten würden ewig dauern, war zu hören, auch davon, dass das Bauwerk komplett abgerissen werden müsse. "Das wird keine Jahresbaustelle. Unser Ziel ist es, bis spätestens 10. November fertig zu sein", betonte der Landrat - eine Zeitvorgabe, die Schubert-Raab unter Hinweis auf eine unvorhergesehene Maßnahme allerdings etwas relativieren musste: "Wir müssen 140 Meter Brückenkappen erneuern. Es wird mindestens Mitte bis Ende November. Arbeiten an Brücken sind extrem witterungsabhängig, wir brauchen eine Luftfeuchtigkeit unter 70 Prozent", erläuterte der Experte.

Mit Blick auf die Tatsache, dass die südlichen Mainleuser Ortsteile wie Willmersreuth, Motschenbach, Wüstenbuchau und Buchau vom Hauptort abgeschnitten sind, sprach Landrat Söllner von einer "äußerst schwierigen Baustelle". In Absprache mit dem Markt Mainleus habe man sich auf eine Grundsanierung verständigt, durch die ein teurer und nicht angemessener Neubau verhindert werden könne. Dies sei eine richtige Entscheidung gewesen, denn der Unterbau habe sich bei den Untersuchungen als "recht gut" dargestellt.

Anders verhalte es sich hingegen mit den Brückenkappen, die komplett erneuert werden müssten. Deshalb würden sich die für die Ausschreibung ermittelten Kosten von knapp 500 000 Euro erhöhen, der Mehraufwand werde derzeit berechnet. Der Fahrbahnbelag der aus dem Jahr 1959 stammenden Brücke sei letztmals 1978 saniert worden.


Neubau doppelt so teuer

Kreisbaumeister Andreas Schülein sagte auf Nachfrage, dass sich die Mehrkosten vielleicht auf 20 Prozent belaufen könnten; dies sei aber ein spekulativer Wert. Ein Neubau der Brücke hätte sogar bei einer Förderung, die aber wahrscheinlich nicht gewährt worden wäre, über eine Million Euro gekostet. "Wenn nach der Sanierung der Fahrbahn nochmals 40 Jahre hält, sind wir zufrieden", so Schülein, der die künftige Nutzungsdauer des Belags aber mit mindestens 20 Jahren bezifferte.

Die beidseitigen Gehwege, für die die Brückenkappen quasi der Unterbau sind, werden nach deren Erneuerung laut Schülein wieder aufgebaut, allerdings als ganzes Betonteil ohne Fugen. Auch das Geländer werde der bisherigen Konstruktion, die noch aus dem Jahr 1959 stammte, ähneln.


Nur kleiner Umweg für Schüler

Bürgermeister Robert Bosch ("Ich bin froh, dass der Landkreis eine halbe Million investiert") hatte noch eine wichtige Nachricht für die Schüler: "Alle Mädchen und Jungen, die südlich von Mainleus wohnen, werden morgens zum Schwimmbad gefahren. Von der Heinersreuther Straße aus sind es dann etwa 500 Meter Fußweg zur Schule."

Außerdem wies Bosch darauf hin, dass der Markt Mainleus im Zuge der Brückensanierung die dortige Straßenbeleuchtung für 59 000 Euro erneuern wird.


Daten, Umleitungen, Feuerwehr-Einsätze

Mainbrücke: Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1959 und ist 60 Meter lang. Die Fahrbahn ist sechs Meter breit, mit den Gehsteigen ergibt sich eine Breite von 9,1 Metern.

Ausweichmöglichkeiten: Die offizielle Umleitung führt über Kulmbach, Melkendorf, Katschenreuth, Krumme Fohre, Peesten und Buchau zur KU 6. Fahrzeuge unter zwölf Tonnen können bei Katschenreuth abbiegen und die Kreisstraße KU 32 nach Gundersreuth befahren.

Notfälle: Die Mainleuser Stützpunktfeuerwehr kann während der Bauzeit im Bereich von Willmersreuth bis Buchau keine schnelle Hilfe leisten. Deshalb werden die Einsatzpläne der Integrierten Leitstelle angepasst. Sie alarmiert im Notfall Feuerwehren der südlichen Mainseite - zum Beispiel aus Weismain oder Kasendorf.
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