Untersteinach
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Lösung für Bahnstrecke bei Untersteinach gefunden

Der "runde Tisch" bei der Regierung von Oberfranken mit Vertretern der Bahn und des Staatlichen Bauamts war erfolgreich. Darauf weist MdB Emmi Zeulner hin.
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Bei einem "runden Tisch" .  Symbolbild: Henning Kaiser/dpa
Bei einem "runden Tisch" . Symbolbild: Henning Kaiser/dpa
Bei einem "runden Tisch" bei der Regierung von Oberfranken wurde am Donnerstag eine Lösung gefunden, die eine spätere Elektrifizierung der Bahnstrecke von Bamberg und Coburg über Lichtenfels und Kulmbach nach Bayreuth/Hof) bei Untersteinach zu ermöglichen.

Im Herbst vergangenen Jahres war erkannt worden, dass die beiden Brückenbauwerke, die im Zuge der Untersteinacher Ortsumfahrung der Bundesstraße 289 entstehen, aufgrund ihrer Höhe von 4,90 Metern zu niedrig sind, um eine spätere Oberleitung dort bauen zu können.

Nun wurde nach Angaben Emmi Zeulners in dem Gespräch geklärt, dass es sowohl möglich ist, Stromabnehmer an der Brücke zu installieren, wie auch die bestehenden Gleise tiefer zu legen.

Die Abgeordnete zeigte sich "sehr froh" über die gefundene Lösung, verhehlte zugleich aber nicht, dass es ungeachtet dessen dringend nötig sei, die Bahnstrecke in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans zu bringen, was bisher nicht der Fall ist, aber eine gesicherte Finanzierung ermöglichen würde.

Darüber hinaus gibt es nach Angaben der Abgeordneten weitere 25 Brückenbauwerke auf der Bahnstrecke, bei denen man jeweils individuell schauen müsse, was man tun könne, um die Chance einer Elektrifizierung der Bahnbrücke weiter aufrechtzuerhalten.

Insbesondere für die geplante Ortsumgehung von Mainroth/Fassoldshof will sich Emmi Zeulner im Vorfeld einsetzen, dass Gelder eingeplant werden, um die spätere Elektrifizierung der Bahnstrecke nicht zu erschweren oder unmöglich zu machen.

Das planerische Versäumnis bei Untersteinach hatten in den vergangenen Wochen diverse Politiker und auch Vertreter mehrerer Kommunen, darunter Kulmbachs Landrat Klaus Peter Söllner (FW) als Sprecher der Interessengemeinschaft Elektrifizierung Oberfranken-Achse, heftig kritisiert.
Der Kulmbacher Kreistag hatte Ende November mit einem einstimmigen Beschluss die Bahn AG dazu aufgefordert, die Elektrifizierung der Schienenstrecke zu ermöglichen. Landrat Söllner hatte zeitgleich als Sprecher der Interessengemeinschaft an Minister Herrmann geschrieben und um Aufklärung gebeten. Die IG sieht dringenden Handlungsbedarf darin, die "größte Diesel-Insel" im deutschen Bahnnetz endgültig zu beseitigen. Die östliche Metropolregion Nürnberg nehme auf der Schienenstreckenkarte eine "negative Ausnahmestellung" ein, da sich im Dreieck Hof-Nürnberg-Regensburg der größte nichtelektrifizierte Raum der Bundesrepublik erstrecke.
Daher lautet die klare Forderung: Sowohl die Franken-Sachsen-Magistrale als auch die Oberfranken-Achse müssten über den vordringlichen Bedarf im Bundesverkehrswegeplan 2030 sowie das Bundesschienenwegeausbaugesetz fest verankert und zugleich umgehend mit Planungs- und Infrastrukturmitteln ausgestattet werden.
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