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Lions-Flohmarkt in der Dr.-Stammberger-Halle: Schnäppchenjäger enttäuscht

Zum ersten Mal fand die Veranstaltung nicht in den Mönchshofs-Hallen statt, sondern in der Dr.-Erich-Stammberger-Halle.
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Zum ersten Mal fand der Lions-Flohmarkt in der Dr.-Stammberger-Halle statt. Foto: Sonny Adam
Zum ersten Mal fand der Lions-Flohmarkt in der Dr.-Stammberger-Halle statt. Foto: Sonny Adam
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"Wir haben eine Holzeisenbahn für zehn Euro bekommen", zeigen Thomas Konrad, Georg Konrad und Steffi Rothamel und freuen sich richtig über das Schnäppchen. Denn die Eisenbahn ist Massivholz. "Aber das Angebot ist kein Vergleich zum Vorjahr. In der Mönchshof war der Flohmarkt was ganz anderes", sagt Georg Konrad klipp und klar. Er vermisst die Tombola, die Blasmusik und die Essgelegenheit.

"Wenn man Zeit hat, kann man herkommen. Aber früher - in den Mönchshof - war der Lions-Flohmarkt einfach ein Muss. Man hat auch mehr gekauft. Manchmal habe ich dreißig oder vierzig Lose genommen", erzählt Georg Konrad. Sein Sohn pflichtet ihm bei.

So wie den beiden geht es vielen Besuchern. "Ich bin nicht begeistert vom neuen Flohmarkt. Die Auswahl ist einfach nicht mehr da", sagt Luise Barth (67) aus Presseck.

Trotzdem wird das eine oder andere Schnäppchen gemacht: Berthold Loh aus Heinersreuth hat einen riesigen Plastikbeutel in der Hand. Er hat eine Autorennbahn gefunden. "Nein, das ist kein Weihnachtsgeschenk. Das habe ich einfach so gekauft, war nicht teuer", sagte er.

Auch David Herzing (9) aus Bayreuth hat etwas ergattert: "Ich habe sechs Spiele in der Tüte. Aber wir finden noch mehr", sagt der Neunjährige und erzählt, dass die ganze Familie Brettspiele liebt.

Dass das Angebot in diesem Jahr reduziert worden ist, bestätigte Lions-Präsident Thomas Eidloth. "Wir haben nur die Hälfte der Fläche zur Verfügung. Wir haben uns deshalb auf Kleidung, Spielsachen und Weihnachtsdeko konzentriert", erklärte er das neue Konzept.

Doch viele Schnäppchenjäger vermissten die Weihnachtssterne, die Blumen- und Gärtnereiutensilien und die Haushaltsartikel. Außerdem wurden sonst immer Elektronikartikel, Möbel, Taschen, Wein und Kunstgegenstände angeboten.

Hintergrund für das reduzierte Angebot sind logistische Probleme. Die Lions haben keine Lagerhalle mehr zur Verfügung. "Das Gebäude wurde verkauft. Wir mussten alles ausräumen und haben in diesem Jahr auch keine neuen Spenden angenommen", sagt Eidloth.

Die Palette der angebotenen Waren war dennoch groß: sogar BHs, Pelzmäntel und ein Brautkleid suchten neue Eigentümer.

Im Foyer der Dr.-Stammberger-Halle hatte die Werkstatt für Behinderte einen großen Bücherflohmarkt aufgebaut. Die Schnäppchenjäger konnten auch bei diesem Angebot nicht widerstehen.

Außerdem hatte die Nepalhilfe einen Stand. "Durch den Andrang profitieren wir natürlich auch", sagte Sonja Promeuschel von der Hilfsvereinigung. Selbst stellvertretende Landrätin Christina Flauder engagierte sich für die gute Sache und läutete mit Zimpeln Weihnachten ein. In Nepal soll der helle Klang übrigens Glück bringen.

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