Marktleugast
Kommentar

Lieber freiwillig sparen

Vorerst ist der Aufruf zum Wassersparen nur ein Appell. Aber es könnte anders kommen.
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Noch ist der Aufruf zum Wassersparen nicht mehr als ein Appell. Könnte irgendwann einmal eine Verordnung folgen?Foto: Patrick Seeger/dpa
Noch ist der Aufruf zum Wassersparen nicht mehr als ein Appell. Könnte irgendwann einmal eine Verordnung folgen?Foto: Patrick Seeger/dpa
Zur Panik gibt es keinen Grund! Das versichern die Vertreter des Wasserversorger, und die Verwaltungsgemeinschaft Marktleugast sieht ihre Aufforderung, vielleicht mal aufs Autowaschen oder Rasensprengen zu verzichten, lediglich als freundlichen Appell.
Gut gemeint - aber ob's was hilft? Theoretisch sind wir ja alle dafür: Für den schonenden Umgang mit Ressourcen, für Müllvermeidung, fürs Energiesparen.
Was in der Praxis passiert, ist hingegen bisweilen zum Grausen. Auch im heißesten Sommer wird der Rasen auf drei Millimeter gestutzt - und dann gewässert, damit er nicht vertrocknet. Die Reste vom Grillabend bei Freunden werden sorgfältig in mehreren Lagen Alufolie eingewickelt nach Hause getragen, obwohl man problemlos ein paar Frischhalte-Dosen hätte mitnehmen können.
Und selbst wenn keiner daheim ist, sind die Gärten zur Sommerszeit illuminiert wie ein mittelgroßer Vergnügungspark. Mit LED-Leuchten. Weil's ja sparsamer ist.
Es gäbe so viele Möglichkeiten, auch bei den kleinen Dingen ein wenig zu sparen, wenn man es ernst meint mit dem Umweltschutz. Aber letztlich will keiner von uns raus aus seiner persönlichen Komfortzone.
Bis den freundlichen Aufforderungen dann doch irgendwann einmal Verbote und Bußgelder folgen.


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