Kulmbach

Lehmann: Ministerium prüft Hilfen für Kulmbacher Hochwasseropfer

Staatssekretär Albert Füracker antwortet dem Vorsitzenden der Kulmbacher SPD-Stadtratsfraktion.
Artikel drucken Artikel einbetten
Enorme Schäden hat das Pfingsthochwasser in Kulmbach angerichtet (Foto vom Kreuzstein). Am schwersten erwischte es das Achat-Plaza-Hotel, das zur Behebung eines Millionenschadens bis Anfang nächsten Jahres geschlossen bleiben muss. Foto: Archiv/Karl-Heinz Weber
Enorme Schäden hat das Pfingsthochwasser in Kulmbach angerichtet (Foto vom Kreuzstein). Am schwersten erwischte es das Achat-Plaza-Hotel, das zur Behebung eines Millionenschadens bis Anfang nächsten Jahres geschlossen bleiben muss. Foto: Archiv/Karl-Heinz Weber
+2 Bilder
Schwere Schäden hat - wie berichtet - das Pfingsthochwasser in Kulmbach angerichtet. Am schlimmsten erwischte es das Achat-Plaza-Hotel, das zur Behebung eines Millionenschadens bis Anfang nächsten Jahres geschlossen bleibt. Neben dem Hotel Christl oder dem Kfz-Betrieb Mazda Weiß standen auch die Keller zahlreicher Privathäuser in der Luitpold-, Bayreuther und Wilhelm-Meußdoerffer-Straße unter Wasser.

Dieses Ereignis und die Gewissheit, dass im Zuge des Klimawandels immer öfter Starkregen und Hochwasser auftreten werden, nahm SPD-Stadtratsfraktionsvorsitzender Ingo Lehmann zum Anlass, die Einrichtung eines städtischen Hilfsfonds anzuregen. Deswegen wandte er sich auch an den bayerischen Staatsminister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Markus Söder. Wir haben nachgefragt, was bei Lehmanns Bemühungen herausgekommen ist.

Herr Lehmann, was haben Sie nach dem Hochwasser unternommen?
Ingo Lehmann: Ich hatte vorgeschlagen, dass die Stadt für Hochwassergeschädigte einen Hilfsfonds einrichtet. Nach Prüfung durch die Stadtverwaltung hieß es, dass so etwas schwierig umzusetzen ist. Deshalb habe ich Staatsminister Markus Söder geschrieben.

Was wollen Sie mit Ihrer Initiative erreichen?
Ich habe den Minister um eine Prüfung gebeten, ob und wie der Freistaat den betroffenen Unternehmen und Privatleuten helfen kann. Ich will keine Parallelen ziehen zu den verheerenden Schäden in Simbach. Aber der Freistaat hat in vielen anderen Fällen auch geholfen. Deswegen sind mehrere Hilfsfonds aufgelegt worden.

Haben Sie schon Rückmeldung aus München?
Ja, die Antwort des Ministeriums kam ziemlich schnell. Staatssekretär Albert Füracker hat sich mit der Kulmbacher Thematik befasst und den Brief unterschrieben.

Und was schreibt das Ministerium?
Die Staatsregierung verweist unter anderem auf ihr Hilfsprogramm aus dem Jahr 2016. Daraus könnten auch für Ereignisse im Jahr 2017 staatliche Hilfen gewährt werden. Grundlage für die Bewilligung von Hilfsgeldern sei die Intensität des Schadensereignisses. Deswegen wurde das Umweltministerium eingeschaltet, um ein hydrologisches Gutachten für das Pfingsthochwasser in Kulmbach zu erstellen. Außerdem wurde von der Regierung von Oberfranken ein konkretes Schadensbild angefordert.

Glauben Sie, dass die Kulmbacher Hochwassergeschädigten Geld bekommen können?
Man hat uns zumindest keine klare Absage erteilt. Es heißt, dass die Prüfung noch nicht abgeschlossen sei. Die Frage ist offen geblieben. Aber das Ministerium schreibt wörtlich, dass der Freistaat niemanden im Stich lässt, der durch ein Unwetter in eine außergewöhnliche Notlage gerät. Die Antwort insgesamt werte ich positiv. Man muss mal abwarten, wie die Gutachten ausfallen. Für das Achat-Plaza-Hotel ist es jedenfalls ein Ereignis mit verheerenden Auswirkungen gewesen.

Was werden Sie weiter unternehmen?
Ich werde zu gegebener Zeit beim Ministerium nachhaken, um zu erfahren, was die Gutachten ergeben haben. Es geht darum, ob die Hochwasseropfer in Kulmbach Notstandsbeihilfen aus dem Härtefonds bekommen können.






https://www.infranken.de/regional/kulmbach/Folgen-des-Starkregens-in-Kulmbach-Wie-nach-einem-Bombeneinschlag;art312,2705754

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren