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Kulmbach
Wahl

Landratswahl in Kulmbach: Theresa Weith kandidiert für die SPD

Damit hatten selbst die kühnsten Genossinnen und Genossen nicht gerechnet, dass der Kulmbacher SPD-Kreisvorstand eine Kandidatin für das Amt des Landrates bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 ins Rennen schicken würde. Am Donnerstagabend lüftete SPD-Kreisvorsitzende und MdL Inge Aures nun das bislang streng gehütete Geheimnis.
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Die designierte Landratskandidatin Theresa Weith (Vierte von links) mit (von links) Bürgermeister  und SPD-Kreisrat Hermann Anselstetter, Bürgermeister und stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Werner Diersch, Bürgermeisterkandidat Dieter Zeidler (Marktschorgast),  SPD-Oberbürgermeisterkandidat Ingo Lehmann, SPD-Kreisvorsitzende und MdL Inge Aures, Beisitzer Gerd-Dieter Träder (Marktleugast), SPD-Stadtrat und Revisor Hans Werther, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Jürgen Karg und Beis...
Die designierte Landratskandidatin Theresa Weith (Vierte von links) mit (von links) Bürgermeister und SPD-Kreisrat Hermann Anselstetter, Bürgermeister und stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Werner Diersch, Bürgermeisterkandidat Dieter Zeidler (Marktschorgast), SPD-Oberbürgermeisterkandidat Ingo Lehmann, SPD-Kreisvorsitzende und MdL Inge Aures, Beisitzer Gerd-Dieter Träder (Marktleugast), SPD-Stadtrat und Revisor Hans Werther, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender Jürgen Karg und Beisitzerin sowie Geschäftsstellenleiterin des SPD-Unterbezirks Kulmbach, Heike Schweens. Foto: Werner Reißaus

"Das ist ein großer Tag für die SPD im Landkreis Kulmbach, denn wir präsentieren heute unsere Landratskandidatin Theresa Weith. Sie wird am Samstag, 14. Dezember, bei der Aufstellung der SPD-Kreistagsliste als Landratskandidatin nominiert."

Bei der Sitzung des Kreisvorstandes erhielt die verheiratete 32-jährige akademische Rätin an der Universität Bayreuth am Donnerstagabend ein einstimmiges Votum zu ihrer Kandidatur als Landrätin des Landkreises Kulmbach. Wie SPD-Kreisvorsitzende Inge Aures verlauten ließ, wolle die Partei damit ein deutliches Signal nach vorne setzen: "Wir als SPD und auch der Kreisvorstand waren der Meinung, dass eine Wahl nur dann eine Wahl sein kann, wenn es auch Alternativen gibt. Deshalb haben wir uns schon längere Zeit mit dem Thema befasst."

In ihrer Vorstellung ging Theresa Weith kurz auf ihre politischen und auch ehrenamtlichen Tätigkeiten ein. Die designierte Kandidatin: "Wir stehen in einem Wettbewerb der Regionen um die besten Köpfe. Als Landrätin kämpfe ich dafür, dass junge Menschen im Landkreis Kulmbach dauerhaft ihre Heimat finden können und nicht in Richtung der Ballungsräume abwandern müssen. Familienfreundlichkeit zählt in der heutigen Zeit zu einem der wichtigsten Standortfaktoren. Angebote zur Familienunterstützung sowie die Schaffung guter Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehe ich daher neben weiteren als wichtige Aufgabenbereiche der Landkreisarbeit an. Um die vielfältigen Ziele im Bereich der Familienfreundlichkeit zu erreichen und langfristig umzusetzen, bedarf es jedoch einer nachhaltigen Familienpolitik."

Ganz oben auf ihrer Agenda steht für Theresa Weith der Ausbau erneuerbarer Energien als ein wesentliches Element bei der Erreichung künftiger Klimaschutzziele. In den Landkreisen bedarf es nach ihrer Meinung daher konkreter Umsetzungsprojekte im Bereich der Strom-, Wärme- und Mobilitätswende, um so die Energiezukunft vor Ort aktiv mitzugestalten.

Theresa Weith: "Insbesondere bei diesen Themen ist es jedoch wichtig, die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger mit in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Denn ohne Akzeptanz in der Bevölkerung sind solche Projekte meist nicht zufriedenstellend umsetzbar. Die genannten Themen stellen natürlich nur einen kleinen Auszug der vielfältigen Aufgaben des Landkreises dar, die es in Zukunft anzupacken gilt. In meinen Augen sollte die Aufgabe eines jeden Kommunalpolitikers und einer jeden Kommunalpolitikerin in erster Linie darin bestehen, die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger zu erfassen, deren Probleme zu erkennen und zu lösen und deren Auffassungen aktiv in die Arbeiten und Entscheidungen einfließen zu lassen. Schließlich geht es um die Gestaltung von deren Umfeld und somit deren Heimat."

Oberstes Ziel der Landkreisarbeit sollte es nach Meinung vonTheresa Weith demnach sein, einen Mehrwert für die Menschen zu schaffen, sodass sich diese in ihrer Heimat wohl fühlen: "Ein Landkreis hat dann bewiesen, dass er gute Arbeit geleistet hat, wenn die Bürgerinnen und Bürger von sich aus sagen können: Ich liebe meine Heimat und ich bin stolz darauf, hier zu leben."

Was ihren beruflichen Hintergrund angeht, berichtete sie, dass sie in Bayreuth Ingenieurwissenschaften studiert habe, dabei mit dem Schwerpunkt Energietechnik: "Nach meinem Studium habe ich direkt am Lehrstuhl für Technische Thermodynamik und Transportprozesse eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin angenommen. Im Zuge meiner Anstellung habe ich dort meine Doktorarbeit geschrieben. Die Promotion habe ich dann 2017 erfolgreich abgeschlossen und bin seitdem akademische Rätin an diesem Lehrstuhl."

Bezüglich ihrer Landratskandidatur ließ sie wissen, dass es für sie eine einmalige Gelegenheit sei, Erfahrungen zu sammeln: "Was ich aber versprechen kann ist, dass ich im März nicht einfach das Handtuch werfen werde, sondern dass ich dazu bereit bin, mich in den nächsten Jahren aktiv einzubringen, unabhängig davon, wie diese Wahl ausgehen wird."

Bürgermeister und SPD-Kreisrat Hermann Anselstetter hielt Theresa Weith für eine sympathische Landratskandidatin, die Zukunft hat: "Ihre Bereitschaft, Verantwortung für die Menschen unserer Heimat zu übernehmen, verdient Respekt. Sie bringt wichtige Voraussetzungen für das Amt einer Landrätin mit: Glaubwürdigkeit, soziale Kompetenz und Führungsbereitschaft. Ihr Mut, sich der Herausforderung einer Spitzenkandidatur zu stellen, dokumentiert ihren Willen, sich für mehr Lebensqualität in Stadt und Land einzusetzen." Anselstetter bezeichnete die von Inge Aures präsentierte Kandidatin als Glücksfall für die Landkreis-SPD.

Für den stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Werner Diersch ist die bevorstehende Nominierung von Theresa Weith ein deutliches Zeichen für eine mittelfristige und langfristige Alternative, was das Amt des Landrates angehe. Auch der OB-Kandidat der SPD, Ingo Lehmann, und SPD-Stadtrat Hans Werther begrüßten die Bereitschaft der jungen Theresa Weith zur Kandidatur.

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