Kulmbach
Poltik

Landkreis Kulmbach bekommt Klima schutzmanagerin

Obwohl man in drei Jahren 94.000 Euro Fördermittel für die Stelle bekommt, gab es Irritationen bei den Kreisräten.
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Ingrid Flieger wird Klimaschutzmanagerin beim Landkreis Kulmbach. Foto: Sonja Adam
Ingrid Flieger wird Klimaschutzmanagerin beim Landkreis Kulmbach. Foto: Sonja Adam
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Der Landkreis Kulmbach bekommt eine Klima schutzmanagerin: Ingrid Flieger, die sich neben ihrer Tätigkeit als Abfallberaterin bereits jetzt um den Klimaschutz gekümmert hat. Die Stelle wird drei Jahre lang vom Bund mit 94 000 Euro gefördert. Ihre Aufgabe wird es unter anderem sein, den Einsatz energieeffizienter Technik zu fördern und verstärkt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Irritation im Ausschuss

Obwohl der Kreis Fördermittel bekommt, gab es am Montag im Kreisausschuss zunächst einige Irritationen. Hinterher - im nicht öffentlichen Teil der Sitzung - segneten die Kreisräte die Personalentscheidung dann ab. Einstimmig!

Gerhard Schneider (CSU) und MdL Inge Aures (SPD) wollten wissen, ob man der Energie agentur Nordbayern damit Konkurrenz macht.
Gar für überflüssig hielt Veit Pöhlmann (Freie Demokraten) einen Klimaschutzmanager, weil es eine ähnliche Initiative aus der Privatwirtschaft gibt.

Und Hermann Anselstetter (SPD) wollte wissen, wann endlich über den Antrag seiner Fraktion aus dem Jahr 2009 beraten wird, in Kulmbach ein Informations- und Ausstellungszentrum für erneuerbare Energien auf die Beine zu stellen. Er kenne eine vergleichbare Einrichtung im Sauerland, "die haben einen Riesenerfolg".

Landrat Klaus Peter Söllner betonte, dass keine zusätzliche Planstelle geschaffen wird und dass auch die Energieagentur ("Ich bin der Beiratsvorsitzende") an der Konzeption beteiligt war. Doch damit war die Diskussion nicht beendet. Dies gelang erst Veit Pöhlmann: Er plädierte für Schluss der Debatte und meinte vielsagend, dass er gerade per "Flüsterpost" erfahren habe, welche Personalentscheidung hinterher gefällt werden soll ... Schimpfte Inge Aures: "Die einen sind informiert, und die anderen werden dümmer gehalten."

Auf Nachfrage war im Landratsamt zu erfahren, dass über die Klimaschutzmanagerin bereits im Umweltausschuss gesprochen worden war. Außerdem könnten sich Kreisräte im Vorfeld jederzeit in der Verwaltung über Personalvorschläge informieren.

Auch wenn es den Kreis einen Batzen Geld kostet: Beim beim Feuer- und Katastrophenschutz gab es keine Dissonanzen. Einmütig wurden die notwendigen Mittel bewilligt.

580.000 Euro für Rüstwagen

Zum einen muss der in die Jahre gekommene Rüstwagen ersetzt werden, der landkreisweit vor allem bei technischen Hilfeleistungen - zum Beispiel bei Ölunfällen - gebraucht wird. Nach den Worten von Kreisbrandrat Stefan Härtlein lohnt sich nicht mehr, das Gefährt von 1990 zu reparieren. Das neue Fahrzeug, stationiert wie bisher in Kulmbach, wird 2014 angeschafft. Kostenpunkt: 580.000 Euro. Als staatlichen Zuschuss gibt es lediglich 115.000 Euro.

Zweitens braucht die zweite Drehleiter der Kulmbacher Feuerwehr eine Runderneuerung. Für die Instandsetzung lag der Kostenvoranschlag vor und war mehr als doppelt so hoch wie zunächst angenommen: 117.000 Euro. Auf den Kreis entfallen hier 80.000 bis 100.000 Euro. Appell des Landrats an die Fachleute: Vielleicht lässt sich ja noch der eine oder andere Euro sparen.

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