Kulmbach
Schule

Kurzfilme und Rallyes

Kulmbacher Gymnasiasten arbeiten mit dem Urweltmuseum zusammen. Das Ziel: schülergerechte Übersetzungen für komplizierte Begriffe.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des CVG waren mit Begeisterung am Werk. Foto: Uschi Prawitz
Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des CVG waren mit Begeisterung am Werk. Foto: Uschi Prawitz
Homologie, Analogie und Konvergenz - die 14 Teilnehmer des P-Seminars "Evolution" am Caspar-Vischer-Gymnasium beschäftigten sich in Zusammenarbeit mit dem Urweltmuseum Bayreuth damit, Schülern Fachbegriffe und Zusammenhänge auf altersgerechte Art und Weise näher zu bringen. Entstanden sind zwei Kurzfilme und zwei Museumsrallyes für die 6. - 8. Klassen, die nun im Museum präsentiert wurden.
Zwei "Testklassen" wurden zu diesem Zweck ins Urweltmuseum geladen, eine 8. Klasse des Bayreuther Richard-Wagner-Gymnasiums sowie eine 7. Klasse des Kulmbacher CVG. "In unserer Zeit ist alles in Bewegung", sagte Felix Schneider, der mit Leo Schels für das Drehen der Videos verantwortlich war, "da wollen wir mit euch einen Blick auf das zurück werfen, was in unserer eigenen Entwicklungsgeschichte geschrieben steht." Kritik seitens der Testklassen war durchaus erwünscht, denn schließlich soll das Endprodukt bei allen späteren Besuchern Anklang finden.
Mit zwei Rallyes in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen erforschten die Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der P-Seminarteilnehmer dann das Museum, und manche Aufgaben waren gar nicht so einfach zu lösen. "Man sollte den Informationstext noch etwas mehr mit den Fragen verbinden", sagte beispielsweise Maja Bock aus der 8. Klasse, ist sich aber mit ihren Klassenkameradinnen einig: Die Rallye ist sehr informativ und macht Spaß.
Das empfanden auch die Schüler der 7. Klasse, die ihren Aufgabenteil auf etwas spielerische Weise zu lösen hatten. "Wenn man die Infotafeln liest und etwas nachdenkt, ist die Rallye gut zu schaffen", meinte Rosalie aus der 7b des CVG.
Museumsleiter Dr. Joachim Rabold zeigte sich sichtlich begeistert: "Das wünscht man sich als Museumsleiter, Jugendliche, die sich interessiert und mit Eifer Wissen erarbeiten."
Das Museum arbeitet stand der Idee von Biologielehrer und P-Seminarleiter Andreas Bock gleich aufgeschlossen gegenüber. "Ich finde es großartig, dass das Museum auch Geld in die Hand genommen hat, um Medienstationen zu installieren, auf denen unsere Filme gezeigt werden können", sagte der Lehrer. Geplant sei auch, diese Stationen Stück für Stück zu erweitern. "Die Evolution ist ein wichtiges Thema, es geht darum, unsere eigene Stellung in Relation zu bringen", fuhr Andreas Bock fort, der mit seinen Seminarteilnehmern sehr zufrieden war. "Die Gruppe hat extrem selbstständig gearbeitet, organisierte selbst Museumsbesuche, ich war eigentlich nur im Hintergrund aktiv, so wie es sein soll", sagte Bock.
Zu Recht stolz waren auch die P-Seminarteilnehmer selbst. Felix Schneider fand den regionalen Bezug reizvoll und dass man am Ende ein greifbares Produkt in den Händen halten konnte. Sein Mitschüler Leo Schels interessierte sich für das Thema Evolution und war überrascht, wie viel Arbeit hinter der Herstellung eines Kurzfilmes stecken kann.


"Einganz anderer Blick"

Auch Christian Kramer, Mitarbeiter der Schulleitung am CVG, war angetan von dem Ergebnis. "Die Schüler haben einen ganz anderen Blick", sagte er, ihm gefalle die Idee, dass hier Schüler etwas für Schüler gestaltet haben. "Ich weiß genau, meine eigenen Kinder würden sofort bei dieser Rallye begeistert losrennen."
Die beiden Rallyes stehen künftig allen Besuchern des Urweltmuseums zur Verfügung, der Imagefilm wird auf der Homepage des Museums Einzug finden, der informative Kurzfilm über die Urwelt-Bewohner ist an der Medienstation im Museum zu sehen. Das Urweltmuseum in der Bayreuther Fußgängerzone hat täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren