Kulmbach
Kunstverein

Kunstverein Kulmbach zeigt große Vielfalt an Werken und Techhiken

Fast 50 Werke, geschaffen in verschiedenen Techniken, präsentiert der Kunstverein Kulmbach derzeit in einer Ausstellung.
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Karin Drechsler-Ruhmann, "3-D-Bild" aus übereinander liegenden Glasplatten.Foto: Klaus Klaschka
Karin Drechsler-Ruhmann, "3-D-Bild" aus übereinander liegenden Glasplatten.Foto: Klaus Klaschka
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28 Mitglieder des Kunstvereins Kulmbach präsentieren derzeit fast 50 Werke in der Oberen Stadtgalerie, Obere Stadt 10, in Kulmbach. Die Ausstellung ist bis zum 22. Juli jeweils samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet und zeigt diesmal eine besonders weite Vielfalt von Motiven und Techniken: 3-D-Bilder, Lithographien (Steindrucke), Acryl, Tempera und Ölgemälde, Siebdrucke, Collagen, Zeichnungen, Objekte und Handfilze - die breite Palette künstlerischer Ausdrucksformen, die im Kunstverein gepflegt werden, wie Vorsitzender Karl-Heinz Greim bei der Vernissage(Eröffnung) am Samstag betonte.

Oberbürgermeister Henry Schramm gab sich bei seiner kurzen Begrüßungsrede zwar wie gewohnt als künstlerisch unbedarft, sah aber aus seiner Sicht Parallelen zwischen Kunst und Politik. Insbesondere die Notwendigkeit in beiden Metiers, sich "erst einmal auf die Situation beziehungsweise ein Bild einzulassen.” Dabei riss er die aktuelle Diskussion um die Gestaltung des Zentralparkplatzes an und die diversen Meinungen zu den kürzlich gesetzten Platanen. "Zu eng, zu viel, zu grün." In jedem Fall sollte man doch erst warten, bis etwas fertig ist, so Schramms Anregung, bevor man gleichkritisiert - auf Kunst bezogen: bis man sich mit dem Bild beschäftigt hat.

In jedem Fall, so Schramm, sei die Arbeit des Kunstvereins in und für die Stadt durchaus von Bedeutung. Kulmbach entwickle sich derzeit rasant, und mit dieser Entwicklung kämen und blieben auch Menschen von außerhalb,denen man als Anreiz zum Bleiben unter anderem auch Kunst anbieten müsse und wolle.

Stellvertretende Landrätin Christina Flauder, regelmäßig Gast beim Kunstverein, beschrieb "Kunst und Musik als Himmelsleiter zu Herz und Seele", - noch nicht ahnend, dass sie, wie alle Besucher der Vernissage,gleich anschließend selbst musikalisch gefordert werden würde.

Karsten Friedrich, vielseitiger Musiker und seit 24 Jahren als Diplompädagoge für Schlagzeug und Klavier an der Städtischen Musikschule Kulmbach tätig, sorgte für ein "musikalisches Gemälde", wie er es ankündigte: Auf einer Vielzahl von Perkussionsinstrumenten konnten beziehungsweise mussten die Besucher rhythmischen Zusammenklang mit individuellen Variationmöglichkeiten praktizieren. Unter anderem wurde Henry Schramm auf ein Cajon komplimentiert, Flauder hinter die grossen Trommel. Eine musikalische Spontanerfahrung, die zunächst einige frapierte, dann aber im Miteinander höchst amüsierte.

Eben dieses Miteinander stellte Claudia Schwarz, die Projektleiterin dieser Ausstellung, in ihrer Einführung in die Ausstellung heraus: "Mitglied, Mittelpunkt, Mitteilen, Mitarbeit, mit dabei sein, mitbekommen..." Durch ihr Mitwirken trügen Mitglieder, Künstler und Gäste dazu bei, dass die Kulmbacher Kunstszene lebendig bleibe. Sie wies zudem
darauf hin, dass es im Rahmen der aktuellen Mitgliederausstellung noch zwei
weitere Sonderausstellungen geben wird: Ab 16. Juni werden Peter Schöppel
und Andreas Schobert in Schoberts Atelier im Gebäude hinter der Galerie
ausstellen, wobei man Peter Schöppel beim Linolschneiden über die Schultersehen kann. Des Weiteren ab 7. Juli, wenn es mit Barbara Mäder-Ruff um "Schweinereien und andere Alltäglichkeiten" geht und Konrad Ruff erläutert, wie seine Keramiken entstehen.
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