Kupferberg

Kunstrasen statt Rasenplatz

Das Gremium hat keine Einwände gegen den Wunsch des 1. FC Kupferberg. Noch im dritten Quartal 2019 soll das Vorhaben abgeschlossen werden.
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Einmütig hat der Kupferberger Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend der Errichtung eines Fußballkunstrasenplatzes durch den 1. FC Kupferberg zugestimmt. Nach dem vorliegenden Bauantrag soll der vorhandene Rasenplatz am Wirsberger Weg zurückgebaut und an dessen Stelle ein Kunstrasenspielfeld errichtet werden.

Im Zuge der Baumaßnahme ist eine Aufschüttung mit Erdplanum in Höhe von etwa 50 Zentimetern sowie ein Bodenaufbau von etwa 60 Zentimetern vorgesehen. Des Weiteren sollen sechs Flutlichtmasten mit einer Höhe von 15 Metern errichtet werden. Nach den Worten von Stadtrat Werner Stapf soll mit dem Bau nach Ende der jetzigen Fußballsaison begonnen und das Gesamtvorhaben im dritten Quartal fertiggestellt werden. Die Baukosten betragen rund 717 000 Euro, die mit 637 000 Euro gefördert werden.

Da die ärztliche Versorgung in den sechs LQN-Gemeinden rückläufig ist und die Patienten beispielsweise in Marktleugast Schlange stehen, soll nach Mitteilung von Kupferbergs Bürgermeister Alfred Kolenda und seinem Grafengehaiger Kollegen Werner Burger in Kürze ein Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Martin Schöffel und allen Bürgermeistern stattfinden, um gemeinsam eine Lösung für das Oberland anzustreben.

Mehr Licht gefordert

Der städtische Bauhof muss in Kupferberg weiterhin Trinkwasser für den Ortsteil Straßenwirtshaus zufahren, gab Bürgermeister Kolenda bekannt. Für die Ortsteile Alte Schmölz und Unterbirkenhof hat sich die Situation entspannt.

Auf dem Ratstisch lag ein Antrag von Anwohnern für eine ausreichende Straßenbeleuchtung bis zu den jeweiligen Grundstückszufahrten auf der Straße "Zum Straßenwirtshaus". Dem standen die Bürgermeister und Stadträte aufgeschlossen gegenüber und Bürgermeister Alfred Kolenda wurde beauftragt, dafür ein Angebot beim Bayernwerk einzuholen.

Bürgermeister Kolenda informierte über einen Antrag des Kupferberger Bergbau-Museumsvereins, der einen gesonderten Hinweis am Beginn der Wirsberger Straße zum Besucherbergwerk wünscht. Es gab keine Einwände.

Kritik am ÖPNV

"Wir haben eine katastrophale Verkehrsanbindung gerade beim Schulbusverkehr und auch die Eltern fordern massiv eine Verbesserung", sagte Stadtrat Bernd Stocker (UKW) und sah darin auch einen Standortfaktor im Blick auf die neuerschlossenen Bauplätze im Neubaugebiet "Am Sonnenhang". "Wir wollen eine vernünftige ÖPNV-Anbindung!", forderte auch seine SPD-Kollegin Anke Emminger. Sie wies auf die Forderung nach gleichen Lebensbedingungen für ganz Bayern hin und sah den Freistaat in der Pflicht. Auch Dritter Bürgermeister Volker Matysiak (SPD) und seine Fraktionskollegin Silvia Turbanisch forderten mit Nachdruck eine deutliche Verbesserung der Nahverkehrsanbindung der kleinen Bergbaustadt.

Kolenda sprach auch die Kritik der Bürgerschaft und Geschäftswelt an der Postzustellung in Kupferberg an, die sehr zu wünschen lasse. Auch hier müsse gehandelt werden.

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