Kulmbach
Kunst

Kunst in Kulmbach - diesmal in "Gold, Silber, Bronze"

"Gold, Silber, Bronze" heißt eine Adventsausstellung in Kulmbach, bei der Werke von 15 Künstlern präsentiert werden.
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Wenn Kunst die Blicke anzieht. Foto: Uschi Prawitz
Wenn Kunst die Blicke anzieht. Foto: Uschi Prawitz
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In der Kunstgalerie von Marion Kotyba glitzert und funkelt es passend zur Jahreszeit. "Ich habe die Ausstellung regional und überregional ausgeschrieben", erklärte Kotyba bei der Vernissage. Entstanden sind Arbeiten unterschiedlichster Art, denn die Künstler haben sich auf vielfältige Weise mit dem Thema "Gold, Silber, Bronze" auseinandergesetzt.

Zarter Akt

Zart und beinahe transparent wirken die Aktzeichnungen mit Silberstift von Klaus Klein aus Bingen am Rhein, tiefe Wunden klaffen in den Bildern von Angelika Kandler Seegy. "Meine Idee dahinter war Leben, Erde, mein Leben auf der Erde. Im Laufe der Zeit erleidet man Wunden, die aber nie umsonst sind, es findet sich irgendein Sinn dahinter", sagte die Künstlerin. Bei den ausgestellten Bildern leuchten die Wunden sogar in glitzernden Farben - es kann eben auch etwas Schönes daraus entstehen.

Ein Highlight der Vernissage war eine "Art-Couture-Show". Vier Models präsentierten künstlerische Geschmeide aus Silber und weitere Kunstwerke auf ganz neue Weise. Silberreifen mit filigranen Anhängern, bunte Ketten mit Edelsteinen, silberne Colliers mit Spiralen. Bei Bernd Naumann aus Weimar werden natürliche Formen zu Schmuckstücken, und Doris Bocka aus Bindlach "verstrickt" Silberdraht zu anschmiegsamen Geschmeiden. "Für einen Zentimeter brauche ich etwa eine Stunde", erläuterte die Künstlerin. An den Silberarbeiten sitze sie lieber in den Sommermonaten, denn dafür seien gutes Licht und hohe Konzentration erforderlich, im Winter fertige sie vorwiegend ihre Acrylbilder an.

Stimmungsvoll und kontrastreich

Den Besucher erwarten in der Galerie Kotyba im Oberhacken 3 stimmungsvolle und auch kontrastreiche Arbeiten. Das Künstlerduo "Achtsam", hinter dem sich Sandra Groh und Jürgen Stahl verbergen, stellten sich die Frage: "Ist alles Gold was glänzt, oder ist alles mehr Schein als Sein?" In Anlehnung an eine uralte japanische Glückslegende falteten sie Kraniche als Symbol für Glück und Gesundheit, kombinierten diese aber mit alten Plastikflaschen oder glänzenden Rettungsdecken. Damit spielen sie auf aktuelle Probleme unserer Gesellschaft an.

In eine ganz andere Richtung gehen die Mariengemälde von Sabine Neunert, und wunderschön anzusehen die abstrakten Mischtechnicken von Annick Servant, Marion Kotyba oder Ursula Bock. Ergänzend dazu bilden Bronzeskulpturen aus dem Nachlass der verstorbenen Kulmbacher Künstlerin Ursula Wolf einen zentralen Punkt im Ausstellungsraum.

Wer Kunst liebt, sollte auf jeden Fall einen Abstecher in die Galerie Kotyba machen. Seit 2017 trägt sie zur Belebung der Kunstszene in Kulmbach bei, wie Stadtrat Dieter Hägele bei der Vernissage bekräftigte. Er zitierte Maxim Gorki: "Die Wissenschaft ist der Verstand der Welt, die Kunst ihre Seele."

"Ein kulturelles Highlight im Voradvent"

Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann fügte hinzu: "Diese Ausstellung mit einer Art-Show zu verbinden war eine gute Idee, dies ist ein kulturelles Highlight im Voradvent."

Die Adventsausstellung in der Kunstgalerie Kotyba wird durch zwei Lesungen bereichert, nämlich am Samstag,30. November, um 14 Uhr und am Freitag, 13. Dezember, um 15 Uhr. Der Eintritt ist jeweils frei.

Folgende Künstler haben ihre Werke ausgestellt: Künstlerpaar Achtsam, Ursula Bock, Doris Bocka, Peter Hauenstein, Angelika Kandler Seegy, Klaus Klein, Hannelore Koch-Kahler, Marion Kotyba, Carmen Kunert, Christa Möller, Bernd Naumann, Sabine Neunert, Annick Servant, Monika Stock und die verstorbene Ursula Wolf.

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