Thurnau
Europa-Symposium

Kunst baut Brücken nach Tschechien

14 Künstler aus Deutschland und Tschechien waren eine Woche lang in Thurnau kreativ tätig. Die dabei entstandenen Werke sind im Töpfermuseum zu sehen.
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Das größte Kunstwerk schaffte Tomas Dolejs, ein Metallkünstler aus Tschechien. Sein Werk hält das Töpfermuseum. Fotos: Sonny Adam
Das größte Kunstwerk schaffte Tomas Dolejs, ein Metallkünstler aus Tschechien. Sein Werk hält das Töpfermuseum. Fotos: Sonny Adam
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Kunst kann zwei Gesichter haben: Sie blickt nach vorne und gleichzeitig zurück. Und dennoch ist die Zwiegesichtigkeit in diesem Falle keine negative Eigenschaft, sondern etwas durchweg Positives. Kunst kann Brücken schlagen - genau wie die Kunstwerke, die der künstlerische Leiter des Europa-Symposiums Thurnau, Albrecht Volk , während der Arbeitsphase schuf.

Die Intention des Europa-Symposiums Thurnau ist es, Grenzen einzureißen, Kunst länderübergreifend zu verbinden, machte Fritz-Martin Spielmann, Vorsitzender des Vereins Europa-Symposium Thurnau, klar. Finanziert wurde die Arbeitsphase durch den deutsch-tschechischen Zukunftsfonds, durch den Landkreis Kulmbach und den Markt Thurnau sowie durch die Sparkasse Kulmbach-Kronach.

Die Adalbert-Raps-Stiftung, die sich in erster Linie, für soziale Belange einsetzt, hat Kindern den Zugang zur Kunst ermöglicht: Kinder zwischen vier und zehn Jahren, die sich im Rahmen der Mutter-Kind-Behandlung im Haus Immanuel aufhalten, haben Kunst-Werke geschaffen, erläuterte Professor Manfred Gareis, Stiftungsvorstand der Adalbert-Raps-Stiftung.

Zur Vernissage im Töpfermuseum kamen auch Bürgermeister Martin Berneuther und Landrat Klaus Peter Söllner. "Thurnau ist ein Ort, der eine Atmosphäre verströmt, dass Kunst und Kultur hier trefflich gedeihen", sagte der Landrat und betonte, dass der Europa-Gedanke noch nie so wichtig war wie heute. Überall in Europa keimen nationalistische Gedanken auf. "Es ist deshalb besonders wichtig, dass die Künstler zusammenkommen", sagte Söllner.

Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Marianne Tully aus Gerolzhofen.

Die Kunst, die die Künstler präsentierten, war vielfältig und vielschichtig. Abstrakte Bilder und gegenständliche Kunst, Kunst aus Metall und Stein sorgten für Überraschungseffekte. Mit dabei waren folgende Künstler: Varvara Divisová, Tomas Dolejs, Anna Vancatova, Iwa Kruczkowska-Kröl, Lenka Sárová Malíská, Jan Samec, Anna Schuhmacher sowie Wolfgang Jäger, Michael Sauer, Florian Tully, Rudolf Schneidmandel, Robert Siebenhaar, Albrecht Volk und Volker Wunderlich. Das größte Kunstwerk stammt von Tomas Doljes, einem Metallkünstler. Seine Metallarbeit stützt oder verrückt das Töpfermuseum - je nach Betrachtungsweise.

Zu besichtigen sind die Kunstwerke, die während des Europa-Symposiums entstanden sind, bis 29. September im Töpfermuseum.

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