Kulmbach
Polizei

Kulmbacherin löscht Feuer mit Wasserschlauch

Bei einem Wohnhaus im Spiegel brannte die Holzfassade: Die Bewohner hatten großes Glück. UPDATE: Die Kripo geht von Brandstiftung aus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Fassadenbrand im Spiegel: Die Kulmbacher Feuerwehr sorgte dafür, dass  der Brand fachkundig gelöscht wurde.   Foto: Feuerwehr Kulmbach
Fassadenbrand im Spiegel: Die Kulmbacher Feuerwehr sorgte dafür, dass der Brand fachkundig gelöscht wurde. Foto: Feuerwehr Kulmbach
+4 Bilder
Ein Großaufgebot von Rettungskräften - Feuerwehr, Notarzt, Rettungswagen und Polizei - rückte am Samstagvormittag zu einem Wohnhausbrand in der Kulmbacher Altstadt aus. Als die Helfer, die um 10.17 Uhr alarmiert worden waren, am Einsatzort im Spiegel eintrafen, war schnell klar, dass die betroffene Familie großes Glück gehabt hatte.

Gebrannt hatte zuerst ein hölzerner Blumenkasten. Das Feuer entzündete dann die Holzfassade am Giebel des Wohnhauses, zu dem nur ein schmales Gässchen führt. Eine Hausbewohnerin verhinderte, dass die Flammen auf den Dachstuhl oder den Innenbereich des Gebäudes übergreifen konnten. Und vor allem: Es wurde niemand verletzt.


Frau handelt geistesgegenwärtig

Dass nicht mehr passierte, ist auf die Geistesgegenwart der Frau zurückzuführen. Sie nahm den Gartenschlauch auf der Terrasse und hielt auf die Flammen drauf. Das Wasser aus dem Schlauch reichte aus, um das Feuer in Schach zu halten. Die Kulmbacher Feuerwehr erledigte den Rest und kontrollierte mit der Wärmebildkamera, ob sich versteckte Brandnester unter der Holzfassade gebildet hatten. Die Rettungskräfte konnten um 10.48 Uhr schon wieder abrücken.

Die Polizei schätzt den Schaden auf mindestens 5000 Euro, denn die verbrannte Fassade muss erneuert werden. Auf der engen Straße im Spiegel kam es während des Einsatzes zu Verkehrsbehinderungen.


Polizei ermittelt

Die Ursache des Feuers war anfangs unklar. Deswegen durften die Hausbewohner zunächst nicht mit Aufräumarbeiten beginnen. Experten der Polizei untersuchten noch am Samstagnachmittag den Brandort.

Nach ersten Ermittlungen der Kriminalbeamten aus Bayreuth dürfte der Brand in den unter den Fenstern montierten Blumenkästen ausgebrochen sein. Da ein Hausbewohner gegen 2 Uhr in der Nacht grölende Personen und einen Schlag gegen die Jalousie hörte, richtet sich der Verdacht gegen Unbekannte, die zu der Zeit an dem Anwesen vorbeigelaufen sind.

Die Kriminalpolizei Bayreuth bitten daher um Hinweise. Wer in der Nacht zum Samstag verdächtige Personen im Bereich Röhrenplatz/Spiegel/Wolfskehle wahrgenommen hat oder sonst Hinweise zu dem Fall geben kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 0921/506-0 zu melden.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren