Kulmbach
Schreibwettbewerb

Kulmbacher Wortakrobaten und Geschichtenerzähler

Tanja Pensel, Hans Köstner und Günter Zeller haben den Leser-Schreibwettbewerb der Bayerischen Rundschau gewonnen.
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Viele Texte, viele gute Ideen! Im Bild Klaus Köstner (2. Preis), die Juroren Andrea Senf und Alexander Müller sowie Günter Zeller (3. Preis).Dagmar Bessand
Viele Texte, viele gute Ideen! Im Bild Klaus Köstner (2. Preis), die Juroren Andrea Senf und Alexander Müller sowie Günter Zeller (3. Preis).Dagmar Bessand
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Die Aufgabe war nicht leicht - eine Herausforderung für kreative Köpfe, verspielte Wortakrobaten und leidenschaftliche Geschichtenerzähler. Anlässlich unserer April-Themenwoche "Kunst & Kultur" hatten wir gemeinsam mit Andrea Senf von der Schreibstube Franken unsere Leser zu einem Schreibwettbewerb eingeladen: Wir haben uns selbstverfasste Geschichten oder Gedichte gewünscht, die nur eine Bedingungen erfüllen mussten: die Verwendung der Worte Atem, nachdenken, Alarmanlage und gefleckt.

Schon wenige Tage nach der Ausschreibung trafen die ersten Texte bei uns ein, die zeigten: Das wird eine schwere Entscheidung für die Jury! 21 Texte hatten Andrea Senf, BR-Redaktionsleiter Alexander Müller und Redakteurin Dagmar Besand zu lesen und zu bewerten, um schließlich drei Preisträger auszuwählen.

Mit Platz eins belohnen wir die Erzählung "(No) Way out" von Tanja Pensel aus Kulmbach. Es ist eine faszinierende Kurzgeschichte, geprägt von innerer Zerrissenheit der Protagonistin und ihrer Verachtung für eine oberflächliche Gesellschaft. Der Text überzeugt durch einen reifen Schreibstil und einen gekonnten Spannungsbogen mit überraschendem Höhepunkt. Der Leser hat die Chance, die Geschichte in seiner Fantasie weiterzuspinnen. Auch das ist von der Autorin so gewollt.

Tanja Pensel schreibt gerne Kurzgeschichten, bisher aber nur für sich selbst. "Ich bin Krimi-Fan und mag auch Psychothriller. Die Sozialpädagogin, die beruflich mit psychisch kranken Menschen arbeitet, versucht in ihren literarischen Experimenten zu ergründen, warum Menschen in Ausnahmesituationen mitunter extreme Reaktionen zeigen.

"Ich habe die Aufgabe in der Rundschau gesehen und hatte sofort eine Idee", sagt die 46-Jährige, die sich jetzt auf einen schönen Abend beim Klassik-Open-air auf der Plassenburg freut. Zwei Eintrittskarten dafür sind der erste Preis im Wettbewerb.

Mit einem Theaterabend für Zwei auf der Naturbühne Trebgast wird Klaus Köstner belohnt. Er hat sich dem Thema ironisch-lyrisch genähert und spielt in gereimten Versen mit der Verzweiflung, dass ihm zu unserer wilden Wortkombination nichts Rechtes einfallen will. Ein Gedicht mit Pfiff, das die Leser schmunzeln lässt.

Zum Lachen bringt die Leser auch Günter Zeller aus Ködnitz mit "Späte Rache". Zeller hat schon einige Kurzgeschichten geschrieben und sich für unseren Wettbewerb erstmals an einer Kurzgeschichte versucht - mit Erfolg. Die verschmähte Liebe eines kleinen Jungen beschert der einstigen Angebeteten Jahrzehnte später die Sabotage ihrer Hochzeit. Dafür gibt es den dritten Preis: einen Einkaufsgutschein für den CAP-Markt der Diakonie am Campus in Hof.

Nicht nur den Preisträgern, sondern allen Teilnehmern bietet der Kulmbacher Literaturverein noch eine besondere Chance: Sie dürfen ihre Texte für das nächste Themenbuch "Gestern - Heute - Morgen" des Vereins einreichen und erhalten so die Chance, dort veröffentlicht zu werden. Die Gedichte und Prosatexte sollten nicht mehr als zwei DIN A4 Seiten umfassen. Den Gastautoren entstehen keine Kosten. Einsendeschluss ist am 31. Juli per Email an: karin-minet@web.de

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