Kulmbach
Integration

Kulmbacher wissen, dass Vielfalt Menschen verbindet

Die Interkulturelle Woche in Kulmbach wartet wieder mit einem breiten Angebot auf. Das Motto ab dem 21. September lautet "Vielfalt verbindet".
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Seit Januar tüftelten sie an einem Programm für die Interkulturelle Woche, jetzt kann es losgehen. Im Bild (von links) Sigrun Wagner, Elsbeth Oberhammer, Hedi Ströhlein, Arne Poperl und Manfred Ströhlein Foto:  Uschi Prawitz
Seit Januar tüftelten sie an einem Programm für die Interkulturelle Woche, jetzt kann es losgehen. Im Bild (von links) Sigrun Wagner, Elsbeth Oberhammer, Hedi Ströhlein, Arne Poperl und Manfred Ströhlein Foto: Uschi Prawitz

Den Auftakt bildet die Vernissage zu einer Fotoausstellung der Nepalhilfe Kulmbach um 14 Uhr im Café Schoberth.

"Wir haben in diesem Jahr bewusst auf eine Auftaktveranstaltung verzichtet. Wir wollten ein offenes Angebot, von dem sich möglichst viele Bürger angesprochen fühlen", erklärte Elsbeth Oberhammer vom Familientreff in der Negeleinstraße. Mit vielen altbewährten Partnern wie dem Kinder- und Jugendzentrum "Alte Spinnerei", der Caritas, Amnesty International, der Awo, der Geschwister-Gummi-Stiftung, der Stiftung Hensoltshöhe oder dem evangelischen Dekanat Kulmbach, um nur einige zu nennen, hat sie ein attraktives Programm für die Woche vom 21. bis 30. September zusammengestellt.

Mit Verlängerung

"Dabei dauert unsere Woche dieses Mal sogar noch ein bisschen länger", verriet sie, denn am 5. Oktober finde um 19 Uhr noch eine Lesung von Leonie March aus ihrem Buch "Mandelas Traum" in der Buchhandlung Friedrich statt.

Und am Samstag, 13. Oktober, könnten sich interessierte Ehrenamtliche für ein Seminar zum Thema "Interkulturelle Kompetenz in der Arbeit mit Geflüchteten" anmelden. Am Sonntag, 23. September, hält Abdullah Zaal, der an der Universität Bayreuth Wirtschaftsmathematik studiert, einen Vortrag mit dem spannenden Titel "Zwei Heimaten: Das Syrien, das ich liebe ..." im Martin-Luther-Haus in Kulmbach.

Ausstellung und Kino

Am Dienstag, 25. September, wird die Fotoausstellung "Menschen dieser Welt", organisiert von Hedi und Manfred Ströhlein, im Einkaufszentrum "Fritz" eröffnet, und am gleichen Tag gibt es wieder den beliebten Kinoabend. "Wir zeigen den Film ,Hass - La Haine' über drei Jugendliche in einem französischen Banlieue, der zwar aus den 90er Jahren stammt, an Aktualität aber sicher nichts eingebüßt hat", sagte Arne Poperl von der Awo.

Einem ganz anderen Thema widmet sich die Interreligiöse Andacht am 26. Oktober um 19 Uhr in der Spitalkirche. "Religion gehört zur Kultur dazu, und man kann gemeinsam einen Gottesdienst feiern, denn keine Religion hat die Wahrheit gepachtet - das wäre nämlich Ausgrenzung", sagte Pfarrerin Sigrun Wagner. "Zu unserer Andacht äußern sich Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen, und es wird gemeinsam musiziert."

"Bratwurst meets Falafel"

Noch nicht im Programm aber geplant ist ein Dialog in Form eines Gesprächskreises für Interessierte unterschiedlicher Glaubensrichtungen. Natürlich darf in der Interkulturellen Woche auch der kulinarische Aspekt nicht fehlen. Unter dem Motto "Bratwurst meets Falafel" wird mit fränkischen und syrischen Köchen im Mupäz gekocht und voneinander gelernt, diese Veranstaltung ist schon ausgebucht.

Weitere Aktivitäten sind eine internationale Gesprächsrunde zum Thema Erziehung am Freitagvormittag und ein Theaterstück mit dem Titel "Leitkultur", das Rüdiger Baumann eigens für diesen Anlass geschrieben hat. Die Aufführung findet am Samstag, 29. September, um 19.30 Uhr bei Vatanspor (Türkische Gemeinde) in der Alten Forstlahmer Straße statt, Karten gibt es für zehn Euro nur an der Abendkasse.

Zwangloser Abschluss

Den Abschluss der Interkulturellen Woche bildet ein gemütliches Beisammensein im Café "Grenzenlos", in dem sich Familien mit und ohne Migrationshintergrund zwanglos im Oberhacken 30 a treffen. "Hier haben die Kulmbacher Bürger Gelegenheit, Kontakt zu Geflüchteten aufzubauen", sagte Elsbeth Oberhammer.

Ein Flyer mit dem Programm liegt ab sofort in allen öffentlichen Einrichtungen, im Familientreff, bei der Awo und in der Stadtbücherei aus.

Wer sich für das Seminar für Ehrenamtliche am 13. Oktober interessiert, meldet sich am besten bei Vanessa Druse-Baum unter Telefon 09221/6903619 oder per E-Mail unter der Adresse druse-baum@gummi-stiftung.de an.



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