Kulmbach

Kulmbacher Skibörse: Besucher sind jetzt bereit für den Winter

Zum 45. Mal organisierten die Kulmbacher Naturfreunde eine Skibörse. Viele Besucher kamen in den Mönchshof, um Schnäppchen zu ergattern.
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Familie Ellner suchte für Tochter Lara eine Ausrüstung für das bevorstehende Skilager. Fotos: Uschi Prawitz
Familie Ellner suchte für Tochter Lara eine Ausrüstung für das bevorstehende Skilager. Fotos: Uschi Prawitz
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Lange Schlangen vor der Veranstaltungshalle auf dem Gelände des Kulmbacher Mönchshofs: Schon vor 9 Uhr warteten die vielen Besucher der 45. Kulmbacher Skibörse am Sonntagmorgen auf die Öffnung der Stände. Insgesamt 220 gebrauchte Paar Ski, 150 Paar Skistöcke, 160 Paar Skistiefel, Schlittschuhe, Helme, 24 laufende Meter Skikleidung und sonstiges Zubehör warteten auf neue Besitzer.

"Wir haben mit ca. 50 Mitarbeitern haben an drei Tagen dieses Event organisiert", sagte Manfred Motschenbacher, der Leiter der Skibörse. Die Kulmbacher Ortsgruppe der Naturfreunde Deutschland hatte sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, um den Gästen einen attraktiven Gebrauchtwarenmarkt zu bieten, bei dem man sich nicht nur auf die Qualität der zum Kauf stehenden Produkte verlassen, sondern sich vor Ort auch noch beraten lassen konnte.

"Die Sicherheit geht vor", sagte Manfred Motschenbacher. Deshalb wurden in diesem Jahr tatsächlich etwa 20 Prozent der Einreichungen abgelehnt. "Insbesondere bei Bindungen ist es kritisch.Der Kunststoff ist in der Regel nach zehn Jahren ausgehärtet und kann brechen."

Die Kulmbacher Skibörse hat sich einen guten Ruf erarbeitet. Aus Nah und Fern strömten die Schnäppchenjäger herbei, um sich und ihre Kinder mit günstiger Skiausrüstung einzudecken. "Wir waren schon vor 8 Uhr hier", erzählte etwa Familie Seidel aus Münchberg. Mit den Kindern Pauline und Finn gehen die Eltern regelmäßig zum Skifahren, hauptsächlich ins nahe gelegene Fichtelgebirge. Besonders Pauline fühlt sich auf Skiern wohl: "Am liebsten mag ich die steilen Abfahrten."

Auch Familie Reuter aus Kulmbach war auf der Suche nach neuen Skistiefeln für die Töchter. "Wir fahren ein Mal im Jahr eine Woche lang mit mehreren Familien zusammen nach Österreich. Das ist eine Riesengaudi", verriet Familienvater Frank Reuter. Für das bevorstehende Skilager mit der Schule deckte Familie Ellner aus Kasendorf ihre Tochter Lara ein. Schnell war die passende Ausrüstung gefunden.

"Viele Besucher unserer Börse sind Stammbesucher", sagte Manfred Motschenbacher. Auch in diesem Jahr kamen die Besucher wieder zahlreich, obwohl nur halb so viele Skistiefel angeboten werden konnten wie im letzten Jahr. "Ich glaube, die Leute waren durch den langen Sommer noch nicht vorbereitet."

Der Organisator dankte den vielen Helfern und lobte den Zusammenhalt in seinem Verein, denn nur dadurch sei die Durchführung der alljährlichen Skibörse möglich. "Selbst unser jüngstes Mitglied, die neunjährige Emma Sollecito, und unser Ehrenmitglied Siegfried Müller, 80 Jahre alt, unterstützten uns und halfen kräftig mit."

Ganz nach dem Motto "Wiederverwenden statt Wegschmeißen" organisieren die Naturfreunde seit Jahrzehnten die Skibörse. "Dabei steht auch beim Skifahren der Naturschutz im Vordergrund", betonte Manfred Motschenbacher. "Wir verlassen die Pisten nicht, reisen mit dem Bus an und wollen auch nicht, dass ständig mehr Skigebiete gebaut werden."

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