Kulmbach
Seniorenweihnacht

Kulmbacher Senioren ließen sich aufs Fest einstimmen

Fast 550 ältere Mitbürger ließen sich in Kulmbach durch Gesang, Musik und Geschichten auf das Fest einstimmen.
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Der Montessori-Chor sorgte für musikalische Unterhaltung bei der Senioren-Weihnachtsfeier der Stadt Kulmbach.Horst Wunner
Der Montessori-Chor sorgte für musikalische Unterhaltung bei der Senioren-Weihnachtsfeier der Stadt Kulmbach.Horst Wunner
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Die Seniorenweihnachtsfeier der Stadt Kulmbach, seit vielen Jahren ein guter Brauch, war gefüllt mit Aktivitäten, ein bisschen konzertant, andächtig und mit bunter Unterhaltung. Drei Stunden verbrachten die Besucher im familiären Miteinander. Eine gute Gelegenheit, sich aus dem oft tristen Alltagstrott und der manchmal gegebenen Vereinsamung zu lösen.

Und Christina Flauder, die Seele dieser Veranstaltung, freute sich über die große Resonanz, "da landen wir stets einen Volltreffer". Die Vorsitzende des städtischen Seniorenbeirats machte noch aufmerksam darauf, dass die Stadt viele Angebote für Ältere bereithält, "ich empfehle Ihnen die zu nutzen", wandte sie sich an das Publikum.

An Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) richtete sie ein ausdrückliches Dankeschön, "Sie schätzen unsere Arbeit wert". Der so Gelobte kam kurz vor Weihnachten ins Schwärmen über sein so heimelig leuchtendes Kulmbach und über Oberfranken, "wir dürfen uns glücklich schätzen, hier zu wohnen in Frieden, was in vielen Ländern der Erde nicht möglich ist".

Das Stadtoberhaupt tauchte leicht gerührt in eigenes weihnachtliches Erinnern an Heiligen Abend von früher ein, im Familienkreis und mit der Oma, und meinte dann ganz ehrlich: "Die Brodwörschd worn gut, aber das Gansjung mit Blutsoß mochte ich nicht".

Danach standen Gesang, Musik und Tanz im Blickpunkt, viel abwechslungsreicher hätte der Nachmittag nicht ausgestaltet werden können. Querflöten- und Klavierspiel der Musikschule Kulmbach mit den kleinen Stars Klara Hanusova und Mia Erlmann, die Zwei beeindruckten mit sauberer Intonierung auf ihren Flöten. Mit "A little Rhapsodie" für Klavier und Euphonium schufen Julian Neubrand und Ofeliya Guliyeva schöne Klangbilder, letztere erwies sich als echte Überraschung. Sie bestach als talentierte, schon versierte Pianistin, die mit Oktavenreichtum und Eleganz die Zuhörer in den Bann zog.

Und kaum zu glauben: Die erst fünfjährigen Ilvy Eber und Nele Stüllein kamen mit den schwarz-weißen Tasten schon gut zurecht und zeigten sich selbstbewusst. Sie waren wirklich richtig süß, trippelten im weißen und rosaroten Tüll über die Bühne, schwebten zuweilen ein bisschen beim "Chinesischen Tanz" und dem "Rohrflötentanz": Die Kids vom Ballett der Musikschule, eine wahre Augenweide.

Und später nochmals die Schule, die viel Zeit in den Nachmittag investiert hatte. Mit einem Saxofonensemble der Erwachsenen, Songs und etwas Klassik. Darunter die Sarabande von Arcangelo Corelli und das Adagio von James Hook. Festlich und klar tönte "Fröhliche Weihnacht" durch den Saal und wurde von "Go tell it on the mountain" noch getoppt. Eine Hörgenuss auch Simone Meisel samt Ensemble, wohlklingend und tonisch perfekt.

Für kurze Zeit herrschte andachtsvolle Stille, als sich Brigitte Brückner ans Hackbrett setzte und weihnachtliche Gefühle ausdrückte, ganz verinnerlicht im lichten Ton. Das Programm rundeten eine Lesung von Rainer Ludwig, eine Andacht von Dekan Thomas Kretschmann und die belebend-köstlichen Stimmchen der Montessori-Kindertagesstätte ab. Grüße überbrachte Wolfgang Roßberg vom Seniorenbeirat der Partnerstadt Saalfeld, durch das Programm führte galant Joffrey Streit.

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