Kulmbach
Gesellschaft

Kulmbacher Schülerin wird Wertebotschafterin

"Werte machen Schule" heißt eine Initiative des Kultusministeriums, das jetzt 24 Jugendliche aus Oberfranken zusammenführte. Sie sollen ihre Mitschüler für Werte wie Respekt, Toleranz, Hilfsbereitschaft und Demokratie sensibilisieren.
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Marie Tiroch von der Carl-von-Linde Realschule Kulmbach arbeitet nun als Wertebotschafterin an ihrer Schule; links  Ministerialrätin Birgit Kleinhappl.Veronika Schadeck
Marie Tiroch von der Carl-von-Linde Realschule Kulmbach arbeitet nun als Wertebotschafterin an ihrer Schule; links Ministerialrätin Birgit Kleinhappl.Veronika Schadeck

24 Schüler, die im Rahmen der Initiative "Werte machen Schule" des Bayerischen Kultusministeriums ausgebildet wurden, erhielten am Freitagvormittag ihre Urkunden. Sie sind nun Wertebotschafter in ihren jeweiligen Schulen. Einzige Teilnehmerin aus dem Landkreis Kulmbach war Marie Tiroch von der Carl-von-Linde-Realschule.

Den einwöchigen Aufenthalt im Schullandheim nutzten die Heranwachsenden, die aus ganz Oberfranken kamen, um sich mit ihren Betreuern über das Thema "Werte" auseinanderzusetzen. Es ging dabei um Respekt, Toleranz, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft oder Demokratie und darum, wie diese Tugenden im weiteren Leben gelebt werden können.

Die "Wertebotschafter" machten sich aber auch Gedanken, wie sie ihre Mitschüler für Werte und für eine offene Gesellschaft sensibilisieren können. Die Schüler hatten hierfür einige Ideen, die sie bei der Veranstaltung vorstellten. Es wurde von Workshops, von Elternabenden mit Schülern und Lehrern und sogar von einem Schulfach "Werte" gesprochen. Auch denken die "Wertebotschafter" an werteorientierte Projekttage und Schulfeste. Die Jugendlichen wollen aber auch soziale Medien in ihrem zusätzlichen Job einsetzen. Die Woche im Schullandheim wurde unter anderem auch dazu genutzt, um kleine Videos zu drehen, um Inhalte für Flyer zu erstellen, die in den Bildungseinrichtungen gestreut werden sollen.

Respektvolles Miteinander

Die Ministerialrätin aus dem Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Birgit Kleinhappl, erklärte: "Mit der Initiative   stärken wir die Werteerziehung an den bayerischen Schulen und setzen mit einer Wertebildung von Schülern für Schüler neue Impulse." Das Ziel sei, dass sich junge Menschen aktiv für ein respektvolles und verantwortungsvolles Miteinander in unserer Gesellschaft einsetzen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie dem digitalen Wandel, Extremismus, Gewalt und Fake News sei es wichtig, den jungen Menschen eine ethische Richtschnur für ihr Handeln mitzugeben.

Sie wies darauf hin, dass diese Gruppe sich nochmals im Juli im Schullandheim treffen wird, um über ihre Erfahrungen zu berichten. Und sie appellierte an die anwesenden Lehr- und Betreuungskräfte, die "Wertebotschafter" in ihren Arbeiten zu unterstützen.

Der Regierungsschuldirektor Stephan Doerfler erklärte, dass bei diesem Projekt in Steinbach am Wald die Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz die Schirmherrschaft übernommen habe. Ihr sei die Vermittlung von Werten an junge Menschen wichtig, da diese auch für die weitere Persönlichkeitsentwicklung eine große Rolle spielen.

Betreut wurde die Gruppe von erfahrenen Lehrkräften. Und diese äußerten sich begeistert darüber, wie schnell sich die Schüler, die sich vorher noch nie gesehen hatten, zu einer Gruppe formiert haben. Die Schüler kamen aus der achten beziehungsweise neunten Jahrgangsstufe jeglicher Schularten, von der Förderschule über Mittel-, Realschule und Gymnasien.

Im laufenden Jahr sollen weitere Schüler aus Schwaben und Niederbayern zu "Wertebotschaftern" ausgebildet werden. Bei den restlichen vier Regierungsbezirken ist eine Ausbildung für 2020 angedacht.

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