Kulmbach
Videoüberwachung

Kulmbacher Parkhäuser: Kameras haben alles im Blick

Die Stadt Kulmbach setzt auf Videoüberwachung: 65 Kameras werden in den Parkhäusern und rund um den ZOB installiert.
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Auch im Bereich des Kassenautomaten wurde im Parkhaus Basteigasse eine Kamera angebracht. Fotos: Alexander Hartmann
Auch im Bereich des Kassenautomaten wurde im Parkhaus Basteigasse eine Kamera angebracht. Fotos: Alexander Hartmann
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Sie haben alles im Blick: 30 Kameras, die im Parkhaus Basteigasse jede Ecke überwachen, die installiert wurden, um Vandalen abzuschrecken und bei Sachbeschädigungen Täter identifizieren zu können.

Die Stadt Kulmbach setzt jetzt auf die Videoüberwachung, um das öffentliche Eigentum zu schützen. Auf das hatten es unbelehrbare Zeitgenossen immer wieder abgesehen. In Parkhäusern wurden Wände beschmiert, Parkschein-Automaten demoliert, Feuerlöschschaum versprüht, Notruftasten ohne Not eingedrückt oder falsche Feueralarme ausgelöst. Der Schaden ging Jahr für Jahr in die Tausende.

Es soll anders werden

Große Angst, erwischt zu werden, mussten die Täter nicht haben. Wer nicht von Passanten beobachtet wurde, ist oft ungestraft davongekommen. Das soll jetzt anders werden, denn nicht nur in der Basteigasse, auch in den Tiefgaragen unter dem Eku-Platz und der Stadthalle sowie am Omnibusbahnhof werden im März von der Firma IT-Systeme & Technik Überwachungskameras installiert.

30 Kameras in der Basteigasse

Insgesamt 65, wie der geschäftsleitende Beamte der Stadt, Uwe Angermann, mitteilt. In der Basteigasse allein 30. Die seien dort erforderlich, um in dem verwinkelten Parkhaus alle Etagen zu kontrollieren.

Auch auf dem Weg zum Soccercourt

Kulmbach soll laut Angermann "keine Überwachungsstadt werden", doch wolle man das städtische Eigentum schützen. Der Stadtrat hatte sich im März vergangenen Jahres für die 137 000 Euro teure Maßnahme entschieden: um die Hausordnung besser überwachen zu können, um Beschädigungen vorzubeugen, aber auch um das Sicherheitsgefühl der Nutzer zu erhöhen. Bürger hatten sich das immer wieder gewünscht. Gerade auch im Bereich um den Busbahnhof, der in das Konzept integriert wird. An den Bushaltestellen werden ebenso Kameras installiert wie auf dem Weg vom ZOB zum Soccercourt.

Tagsüber betreut die Stadtverwaltung die Parkhäuser. Nachts werden sie von 23 bis 6 Uhr per Videoüberwachung von einem privaten Dienstleister kontrolliert, der im Notfall die Polizei kontaktieren soll.

Am Zentralen Omnibusbahnhof wird auch ein Hilferuf-Taster angebracht. Uwe Angermann: "Durch das Drücken wird der private Sicherheitsdienst aktiv und kann auch durch Lautsprecherdurchsagen eingreifen."

Die Datenschutz-Richtlinien

Immer im Blick hat die Stadt Kulmbach dabei die Datenschutz-Richtlinien (siehe "Juristin: Strenge Vorgaben werden eingehalten"). So werden die Aufnahmen in einem Zeitraum von bis zu fünf Tagen ausgewertet und dann wieder gelöscht.

Es seien Aufzeichnungen, die der Polizei helfen könnten, Straftaten aufzuklären, sagt der Chef der Kulmbacher Inspektion, Peter Hübner. "Weil wir im Fall des Falles auf die Daten zurückgreifen können und so die Möglichkeit haben, die Täter früher zu identifizieren."

Polizeichef: Das lohnt sich

Hübner begrüßt es, dass den Kulmbachern ein größeres Sicherheitsgefühl vermittelt werde. Mit Blick auf den immensen Schaden, der bis dato durch Sachbeschädigungen entstanden sei, sei die Installation der Kameras für die Stadt eine lohnende Investition.

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