Untersteinach

Kulmbacher Kleinkunstbrettla feiert zehn Jahre Unterhaltung pur

Am 10. Februar 2010 wurde das Kulmbacher Kleinkunstbrettla aus der Taufe gehoben - das Jubiläum soll gefeiert werden.
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Die Jubiläumssaison im KKB beginnt am 7. Februar mit dem Auftritt von "Six Pack". Die A-cappella-Formation hat heuer ebenfalls etwas zu feiern, denn sie wird 30 Jahre alt. Foto: privat
Die Jubiläumssaison im KKB beginnt am 7. Februar mit dem Auftritt von "Six Pack". Die A-cappella-Formation hat heuer ebenfalls etwas zu feiern, denn sie wird 30 Jahre alt. Foto: privat
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Dass das KKB Kulmbacher Kleinkunstbrettla heißt und nicht Untersteinacher, hat einen ganz einfachen Grund: Zuerst waren Verein und Name, die Spielstätte kam später.

Mit ihren musikalischen und spaßigen Machenschaften war das vormalige Gaudi-Brettla an verschiedenen Orten aktiv. Auf Dauer wurde dann in Untersteinach eine Bleibe gefunden. "In Kulmbach haben wir damals nicht Passendes auskundschaften können", erinnert sich Roland Jonak. "Aber der Name stand schon fest. Immerhin sind wir ja fast alle Kulmbacher."

Das war vor zehn Jahren, genau gesagt am 10. Februar 2010. Damals wurde der Verein gegründet, und im Dezember des gleichen Jahres fand im ehemaligen Schirmer-Saal in Untersteinach die erste Veranstaltung statt - gleich mit einem Knaller: Die "Altneihauser Feierwehrkapell'n" spielte auf.

In aller Bescheidenheit

Sein Zehnjähriges feiert das KKB bescheidenerweise nun aber nicht selbst. Es lässt sich feiern: Am Freitag, 7. Februar, ebenfalls von einem Knaller: der Bayreuther A-cappella-Formation "Six Pack". Und die feiert damit gleich noch ein Jubiläum. "Six Pack" gibt es heuer seit 30 Jahren.

"Und wenn man dann noch dazu rechnet, dass die ,Buschklopfer‘ jetzt schon das fünfte Jahr im KKB spielen", kalkuliert Jonak über den Daumen, "dann gibt es hier seit 2010 aufgerundet schon 50 Jahre Unterhaltung pur".

Aus der eigenen Tasche

Ein eigenes festes Theater zu gründen, war zunächst ein Risiko für einen Verein. "Aber wir wollten nicht mehr über die Lande ziehen, sondern sesshaft werden", erinnert sich Roland Jonak. Der Saal musste erst einmal renoviert werden, und das über ein halbes bis dreiviertel Jahr in Eigenleistung. Mobilar wurde angeschafft. Finanziert wurde das alles aus der eigenen Tasche und auch über Kredite - auf persönliches Risko der Vereinsmitglieder.

Doch das hat sich gelohnt: Das KKB ist mittlerweile eine Institution über die Region hinaus. Materieller Gewinn wird unter dem Strich nicht gemacht. Es muss immer wieder renoviert werden. Auch die Licht-, Beschallungs- und Mikrofonanlage wurde in den vergangenen zehn Jahren Stück für Stück verbessert, sagt Uwe Bär, der von seinem Hochsitz auf dem Balkon im Saal aus der Herr über Licht und Ton ist, und immer wieder von den Gastkünstlern als "der Uwe von der Technik" bejubelt wird. "Investitionen sind wichtig und notwendig", sagt er, "denn die Künstler, die wir engagieren, haben auch ihre Ansprüche und oft sehr genauen Vorgaben für ihren Auftritt".

Große Namen

Große Namen hat das KKB in den vergangenen Jahren auffahren lassen. Max Uthoff zum Beispiel, Lizzy Auermeier, Daphne de Luxe, Matthias Matschik, D'Raith-Schestern und "Da Blaimer, Da Huawa da Meier und i", Wolfgang Buck - "und wie sie alle heißen", überschlägt Stefan Eichner das bisherige Künstleraufgebot, das man in Untersteinach live und zum Anfassen erleben konnte.

Und stellt sein Licht dabei selbst unter den Scheffel. Stefan "Das Eich" Eichner ist der Einzige der KKB-Mannschaft, der sein Metier inzwischen hauptberuflich betreibt "und sonst nix erbert", wie er in seinen Shows verkündet. Neben musikalischer Comedy auch mit seinen Reinhard-Mey-Abenden. Davon wird er am 8. Mai nach zwei Jahren eine neue Fassung mit vielen neuen Liedern bieten - "natürlich zuallererst im KKB".

Überhaupt, da sind sich die Männer einig, sind ihre Eigenproduktionen nach wie vor beliebt. Selbst, als im vergangenen Jahr das Programm ausschließlich vom "Seltsamen Paar" (Manfred Spindler und Roland Jonak) bestritten wurde: Alle Aufführungen zu dessen "30-jährigem Ehejubiläum" waren ausgebucht.

Am 7. Februar geht's los

Wie sicher auch wieder die alljährlichen "Gaudi-Bock-Bier-Brettla", die heuer zweimal stattfinden: am 28. März und am 10. Oktober. Dafür laufen jetzt die Vorbereitungen auf Hochtouren. Solange noch die "Buschklopfer" im KKB spielen, bei Lothar Groß privat in der Herlas.

Das Programm im Jubiläumsjahr startet am 7. Februar und wird wieder bis zum Finale zum Kleinkunst-Preis, den die Kulmbacher Brauerei stiftet, im November dauern.

Das Frühjahrsprogramm beginnt mit "Six Pack". Auch eine ursprüngliche "Bier-Idee im Braunbierhaus zu Bayreuth", wie Johannes Betz und Lars Kienle, die seit Anfang an dabei sind, Markus Burucker, der etwas später dazu kam, Bernd Esser (ab 2000), Markus Lohmüller (seit 2018) und Chris Strobler (seit 2008) sagen. "Goldsinger" heißt ihr neues Programm, mit dem sie wie der Agent Ihrer Majestät 007 "in geheimer Mission die Bühne beben und bersten lassen, spektakuläre Verfolgungsjagden vollführen und zu brillanten Gesangsarrangements mit hanebüchenen Schnapsideen und Turnvater-Jahn-Choreographien" ihr Publikum begeistern.

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