Oberauhof
Stadtrat

Kulmbacher Hundebadestrand: Petition war für die Katz

Die Fachbehörden halten nichts vom Vorschlag der "Flinken Pfoten", an der Kieswäsch einen Swimmingpool für Vierbeiner anzulegen.
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Labradormischling Amy kühlt sichbei heißen Temperaturen im Wasser ab. An einem offiziellen Hundebadestrand an der Kieswäsch wird der Vierbeiner seinem Vergnügen aber wohl nicht nachgehen können. Foto: Jochen Nützel
Labradormischling Amy kühlt sichbei heißen Temperaturen im Wasser ab. An einem offiziellen Hundebadestrand an der Kieswäsch wird der Vierbeiner seinem Vergnügen aber wohl nicht nachgehen können. Foto: Jochen Nützel
Das hatte sich der Verein "Flinke Pfoten" so schön vorgestellt (hier geht's zu unserem Bericht). Aber die Online-Petition für einen Hundebadestrand an der Kieswäsch war wohl für die Katz. OB Henry Schramm (CSU) gab am Donnerstag im Stadtrat die Stellungnahmen der Fachbehörden zu dem Projekt bekannt: "Der Großteil ist ablehnend", sagte er und erklärte: "Ich bin Hundeliebhaber, aber es gibt genügend andere Möglichkeiten in Kulmbach."


Verein: Gewinn für Kulmbach

Der Kulmbacher Verein hatte seine Initiative damit begründet, dass es keinen Platz gibt, wo es offiziell erlaubt ist, dass sich Hunde an heißen Sommertagen Abkühlung verschaffen können. An der Kieswäsch sei genügend Platz, meint Vereinsvorsitzender Christoph Herzog, und Kulmbach würde durch einen Hundestrand als attraktiver Wohnstandort noch gewinnen. Der Verein hatte auch angeboten, sich um das Gelände zu kümmern, zum Beispiel die Leerung der Mülleimer mit den Hundehaufenbeuteln zu übernehmen.

Auf der Internetseite mit der Online-Petition haben sich aktuell 916 Unterstützer eingetragen, davon 488 aus Kulmbach.

Laut OB Schramm lehnt das Sachgebiet das Kulmbacher Landratsamt eine Ausnahmegenehmigung für den Hundestrand ab. Das Staatliche Gesundheitsamt habe hygienische Gründe gegen das Projekt angeführt. Und der Bezirksfischereiverein befürchte Konflikte mit freilaufenden Hunden sowie eine Verunreinigung des Gewässers mit einer Zunahme der Blaualgen.


Alternative: Stauweiher und Main

Ein offizieller Beschluss wurde zwar nicht gefasst, aber die große Mehrheit sah es wie der Oberbürgermeister: Damit ist der Hundestrand vom Tisch. Ohnehin, so Schramm, gebe es in Kulmbach genügend Möglichkeiten für die Vierbeiner, um sich abzukühlen. Er nannte unter anderem den Stauweiher Burghaig und den Weißen Main.

Lediglich Simon Moritz (SPD) meldete Bedenken an. Er fragte, wieso die Behörden am Hofer Untreusee ("hat eine hervorragende Wasserqualität") einen Hundestrand genehmigen, aber in Kulmbach nicht.
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