Kulmbach
Steinbruch-Fundstücke

Kulmbacher Gymnasium tritt bei "Jugend forscht" an

Elf Schüler des Kulmbacher Caspar-Vischer-Gymnasiums werden beim Regionalwettbewerb "Jugend forscht" antreten. Bei der Veranstaltung wollen sie vor allem mit selbst gesammelten Fundstücken und Forschungen überzeugen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Schülerinnen Sophia Rektorschik, Annika Nitsche, Laura Backer, Kristina Klerner und Verena Backer (von links) besprechen mit ihrem Lehrer Klaus Kinzel ihre Projekte Themen für den Regionalwettbewerb "Jugend forscht".  Foto: Diana Bauer
Die Schülerinnen Sophia Rektorschik, Annika Nitsche, Laura Backer, Kristina Klerner und Verena Backer (von links) besprechen mit ihrem Lehrer Klaus Kinzel ihre Projekte Themen für den Regionalwettbewerb "Jugend forscht". Foto: Diana Bauer
Millionen Jahre altes Gestein fasziniert einige Schüler des CV-Gymnasiums. Für den Wettbewerb "Jugend forscht" machten sich in ihrer Heimat auf die Suche - und wurden fündig. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Gesteinskugeln mit Quarzkristallen und Karneol, versteinerte Blätter und Baumstammstücke fanden die Schüler auf ihren Entdeckungstouren im Landkreis. Ihre Projekte wollen die elf Teilnehmer am 14.März beim Regionalwettbewerb in Hof präsentieren.

Im Rahmen des W-Seminars "Fossilien - Dokumente der Erde und des Lebens" unter der Leitung von Lehrer Klaus Kinzel, ergaben sich die Themen für "Jugend forscht". "Mit dem Seminar wollte ich erreichen, dass sich die Schüler mit ihrer Umgebung auseinander setzen und deren Vielfalt erforschen", sagt Klaus Kinzel.
"Außerdem hat das Kulmbacher Land einiges zu bieten, vor allem aufgrund der alten Gebirge und der Gesteinsschichten die es hier gibt."


Besondere Fundorte

An der Veranstaltung "Jugend forscht" wird jeder der elf Teilnehmer des Caspar-Vischer-Gymnasiums einen eigenen Stand verwalten, an dem er der Jury ihre Projekte vorstellt. "Für meinen Stand werde ich wahrscheinlich ein Plakat malen", sagt Sophia Rektorschik. Ihr Projekt beschäftigt sich mit dem Leimitzer Schiefergestein - früher und heute. "Leimitz ist in der Nähe von Hof und ein historischer Fundort, der viel Aufsehen erregt hat", erläutert die 18-Jährige. Vor langer Zeit habe man dort das besondere Schiefergestein gefunden, das es sonst nur in der Nähe von Böhmen und England gebe. "Das Ganze ist aber wieder in Vergessenheit geraten. 2010 hat man dort erneut aufgebaggert", erzählt Sophia Rektorschik, die sich in Leimitz selbst auf die Suche nach dem seltenen Gestein machte. "Ich hatte zwar einen Fund, von dem ich dachte, er sei echt. Das hat sich letztlich aber nicht bewahrheitet", berichtet sie. "Dort was zu finden, wäre aber auch wie ein Sechser im Lotto", sagt Kurs-Leiter Klaus Kinzel.

Für Annika Nitsche war es leichter, etwas aufzuspüren. Sie setzte sich mit dem Buntsandstein im Kulmbacher Raum auseinander. Stolz präsentiert sie ihre Funde, unter denen auch funkelnde Gesteinskugeln mit Quarzkristallen sind.

Bevor ihre Entdeckungstour allerdings starten konnte, musste sie zunächst mit Hilfe einer geologischen Karte herausfinden, wo der Grenzkarneolhorizont verläuft, in dem sich das Buntsandgestein befindet. "Ich habe in Aichig bei Kauernburg und oben bei der Plassenburg gesucht. Hinter der Burg gibt es eine Buntsandsteinmauer", erzählt sie. "Nachdem ich zusammen mit meinem Vater etwas geklopft hatte, habe ich die Gesteinskugeln gefunden."


Ehrenbürger von Kulmbach

Auch die Schülerin Kristina Klerner hat einige interessante Funde zu präsentieren: Versteinerte Blätter und einen versteinerten Baumstamm. Ihr Thema ist der Rhätsandstein in Kulmbach, den man vor allem in den Bereichen Burghaig, Lindig und Höferänger finden kann. "Ich habe zum Beispiel in der Sandgrube bei Höferänger gesucht", erzählt die Schülerin. "Dort ist es allerdings alleine zu gefährlich, wegen des lockeren Sandes, deswegen war immer jemand dabei."

Kristinas Thema fußt auf den Funden von Johann Appollonius Peter Weltrich, dem ersten Ehrenbürger von Kulmbach. "Er hat die erste versteinerte Blütenpflanze gefunden", erzählt Kristina Klerner.

Mit einem Gruppenprojekt starten die Zwillinge Laura und Verena Backer ins Rennen. Dabei informierte sich Laura über den Schilfsandstein und Verena über das vulkanische Gestein Diabas. "Nach dem Schilfsandstein habe ich in Ludwigschorgast gesucht", erzählt Verena. "Und den Diabas habe ich im Kupferberger Steinbruch erforscht", berichtet Laura. "Der wird dort ja auch abgebaut und ist wirtschaftlich effizient, da er sehr hart und widerstandsfähig ist." Das Ziel der Beiden war, den Kontrast der Gesteine auf engem Raum zu erforschen und sie gegenüberzustellen. Den Wettbewerb wollen die Schülerinnen allerdings sportlich angehen. "Ich freue mich schon, weiß aber nicht, was mich erwartet", sagt Sophia Rektorschik.


Zeitplan und Teilnehmer

13.März Die jüngeren Teilnehmer bis 14 Jahre präsentieren ihre Projekte im Rahmen des Wettbewerbs "Schüler experimentieren".

14. März Die älteren Schüler zeigen bei "Jugend forscht” ihre Ergebnisse.

Ort Beide Veranstaltungen finden in der Freiheitshalle Hof statt. Beginn ist jeweils um 15 Uhr. Den Abschluss bilden die Preisverleihungen um 17 Uhr.


Teilnehmer Am Wettbewerb
"Jugend forscht" nehmen folgende CVG-Schüler teil: Anna Keltsch, Kristina Klerner, Janina Leithner, Annika Nitsche, Sophia Rektorschik, Melanie Walter, Carina Weigel, Laura Backer, Verena Backer, Philipp Söllner, Maximilian David. Bei "Schüler experimentieren" tritt Fabian Pomper vom MGFG an.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren