Kulmbach
Freizeiteinrichtung

Kulmbacher Freibad ist noch Großbaustelle

Der neue Sprungbereich wird nicht zu Saisonbeginn fertig. Das hat Auswirkungen auf den Badebetrieb.
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In ein paar Wochen ist Saisonbeginn: Im Kulmbacher Freibad gibt es noch viel zu tun. Foto: Jürgen Gärtner
In ein paar Wochen ist Saisonbeginn: Im Kulmbacher Freibad gibt es noch viel zu tun. Foto: Jürgen Gärtner
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Um es gleich vorweg zu nehmen: Das Kulmbacher Freibad wird wie immer Mitte Mai öffnen. Auch wenn das neue Springerbecken dann noch nicht fertig ist. Bei einem Baustellentermin berichtet der Leiter der Stadtwerke, Stephan Pröschold, über den Stand des 1,4-Millionen-Euro-Projekts.

"Leider schaffen wir es nicht, zum Saisonstart auch den neuen Sprungbereich fertigzustellen", bedauert Pröschold. Doch das Wetter habe die ohnehin schon ehrgeizigen Zeitpläne zunichte gemacht. "Aber spätestens Ende Juni wird die Anlage auf jeden Fall zur Verfügung stehen", verspricht der Werkleiter.

Der Untergrund der Anlage sei schwierig, erzählt Pröschold weiter. "Es gab Probleme mit großen Grundwassermengen in der Baugrube, die abgepumpt werden mussten."

Das alles habe dazu geführt, dass sich der Abschluss der Baumaßnahme um vier bis sechs Wochen nach hinten verschoben hat. "Solche Winterbaustellen sind nicht einfach. Im Sommer wäre so ein Projekt viel leichter", so der Werkleiter. Aber das sei in dem Fall logischerweise nicht möglich. Trotz der Verzögerung sei es für so eine große Baumaßnahme noch eine gute Zeit.

Wasserkletterwand kommt

Ein Sprungbereich samt Sprungturm mit 1-, 3- und 5-Meter-Brett wird gebaut, als weitere Attraktion wird eine sieben Meter hohe Wasserkletterwand errichtet. Das neue Becken befindet sich rechts von der Wasserrutsche und ist 12,5 Meter lang sowie elf Meter breit.

Pröschold verweist darauf, dass neben dem Freibad parallel an der Eisbahn gearbeitet wurde. "Zwei so große Projekte zeitgleich am Laufen zu haben, ist schon beachtlich."

Wenn das Freibad eröffnet, werde der Bereich um das neue Becken abgesperrt. Die schweren, lärmintensiven Arbeiten seien dann wahrscheinlich schon abgeschlossen, aber nach den Worten des Werkleiters müsse trotzdem immer wieder mit - dann aber wohl nur noch geringfügigen - Beeinträchtigungen gerechnet werden.

Das Becken ist aber nicht das einzige, das sich ändert: Es werden neue Umkleidekabinen angeschafft, was ein großer Wunsch der Freibad-Besucher gewesen sei. "Hier war wirklich dringender Bedarf", stellt Pröschold fest. Dafür nehmen die Stadtwerke noch einmal rund 40 000 Euro in die Hand.

Die Technik für das neue Becken befindet sich in der Wärmehalle, in die eine Trennwand eingezogen wurde und die deshalb etwas kleiner wird.

Der Kiosk erhält nach seinem grundlegenden Umbau im vergangenen Jahr jetzt einen hellen, freundlichen Anstrich. Kosten dafür: rund 10 000 Euro. 2020 könnte die Außenanlage um den Kiosk (Wege und Terrasse) neu angelegt werden, sollte der Werkausschuss dafür seine Zustimmung geben, erklärt Pröschold weiter.

Stolz auf die Freizeiteinrichtungen der Stadt zeigt sich Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU): Nachdem die Eisbahn nach ihrer Sanierung gerade von jungen Leuten "super angenommen" wurde, hofft der OB auf eine ähnliche gute Resonanz beim Freibad. "Mit dem neuen Sprungturm wollen wir einen Akzent setzen, damit die Jungen auch das Freibad wieder für sich entdecken."

Natürlich gebe es weitere Investitionen in die Freibad-Infrastruktur, damit sich auch die Stammgäste wohl fühlen. "Wir machen unser Freibad damit wieder ein Stück fit für die Zukunft."

Die Eintrittspreise bleiben dennoch unverändert.

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