Kulmbach
Kerwa

Kulmbacher Christen wissen, wie man stilvoll feiert

Vor 50 Jahren wurde die Johanneskirche im Kulmbacher Ortsteil Burghaig geweiht. Zum Festgottesdienst wurden die Gläubigen mit Musik von zu Hause abgeholt.
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Angeführt wurde der "Einladungsfestzug" von den evangelischen Kreuzträgern.Sonny Adam
Angeführt wurde der "Einladungsfestzug" von den evangelischen Kreuzträgern.Sonny Adam
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Eine besondere Idee hatten Pfarrer Holger Fischer und der Musikverein Burghaig. Anlässlich des 50. Weihejubiläums der Johanneskirche holte der Musikverein die Gläubigen von zu Hause ab. Natürlich wurde nicht bei einzelnen Häusern geklingelt. Einige evangelische Christen trafen sich vielmehr am Kriegerdenkmal und zogen dann - angeführt von den beiden Kreuzträgern - durch die "Blumenstraßen" im Ort.

Mit Marschmusik zur Kirche

Zu Klängen zünftiger Marschmusik sollten sich die Menschen in den Festzug einreihen. Der Weg des Einladungszuges führte durchs Neubaugebiet bis zur Kirche.

Die Mitglieder des Kirchenchores, die sich unterwegs in den Festzug einreihten, hatten sich zur Feier des Tages ebenfalls etwas Besonderes ausgedacht und glitzernde Noten gebastelt.

Viele Ehrengäste

Beim Festgottesdienst trat Dekan Thomas Kretschmar als Festprediger auf. Das Johannesevangelium war sein Thema. Unter den Gottesdienstbesuchern waren auch zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Landtagsvizepräsidentin Inge Aures (SPD), Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) und Christina Flauder als Vertreterin der Landessynode.

Im Mittelpunkt des Gottesdienstes und der Grußworte stand die Entstehungsgeschichte der Kirche. Bereits 1961 hatte der Kirchenvorstand Melkendorf den Beschluss gefasst, in Burghaig eine Tochterkirche zu gründen. Pfarrer Karl-Heinz Wagner war dann für den Bau des "Zeltes Gottes" verantwortlich.

Der erste Bauabschnitt erfolgte bereits im Frühling 1964. Dabei handelte es sich allerdings nur um das Gemeindezentrum. Der Kirchenbau verzögerte sich. 1966 wurde in Burghaig dann eine Glocke aufgestellt, die die Toten auf ihrem letzten Weg begleiten sollte.

Seit 1972 eine eigene Orgel

1967 erfolgte am Vortag der Kirchweih die Grundsteinlegung, am 18. August 1968 wurde die Kirche schließlich geweiht. Eine Orgel hat die Johanneskirche übrigens erst seit 1972 - im selben Jahr, als Pfarrer Johannes Meuß seinen Dienst in Burghaig antrat. 1995 folgte Pfarrer Erwin Lechner, von 2003 bis 2008 war Claus Förster Pfarrer der Gemeinde. Seither ist Pfarrer Holger Fischer dort im Dienst, der zuvor, früher in der Kirchengemeinde Mangersreuth tätig war und auch Stellvertreter des Dekans ist.

Frühere Pfarrer feiern mit

Zum Festgottesdienst kamen auch die ehemaligen Pfarrfrauen Anneliese Wagner und Ruth Meuß sowie Dekan Erwin Lechner und der frühere Pfarrer Claus Förster und feierten das Jubiläum der Kirche.

Die Kerwa fand dann ihren Fortgang auf dem Gelände des Sportvereins - bei Musik und Mittagessen.



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