Kulmbach
Bierwoche

Kulmbacher Bierwoche: Die meisten feierten friedlich

Die Brauerei spricht von über 100 000 Besuchern und zieht zufrieden Bilanz. Die Polizei hatte an den Wochenenden nach Ausschankschluss viel zu tun.
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Im Stadel war die Stimmung an vielen Tagen prächtig. Wie an diesem Abend, als der Aalbachtal-Express spielte. Foto: Monika Limmer
Im Stadel war die Stimmung an vielen Tagen prächtig. Wie an diesem Abend, als der Aalbachtal-Express spielte. Foto: Monika Limmer
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Neun Tage wurde im Stadel kräftig gefeiert, auf den Bänken getanzt und im Chor gegrölt - zu Bierfest-Hits wie "Cordula Grün", "Johnny Däpp" oder auch "Pocahontas". Die Brauerei spricht von weit über 100 000 Besuchern, die zur 70. Ausgabe der Bierwoche gekommen sind und zieht eine positive Bilanz. "Wir sind total zufrieden", sagte gestern Organisator Michael Schmid, nach dessen Worten auch die neuen Bands (Aaalbachtal-Express, Fetzentaler, Münchner Zwietracht) voll eingeschlagen hätten.

Etwas mehr Straftaten

Auch wenn die allermeisten Besucher friedlich gefeiert haben, so mussten die Sicherheitskräfte im Stadel auch 2019 einige Male eingreifen, um Streitereien zu schlichten. Die Kulmbacher Polizei, die durch die Bereitschaftspolizei unterstützt wurde, hatte an den Wochenenden erst nach Ausschankschluss alle Hände voll zu tun, wenn sich das Geschehen vom Stadel in die weitere Innenstadt verlagert hatte. Die Zahl der Einsätze an den neun Tagen sei wie die Zahl der Straftaten gegenüber den Vorjahren leicht angestiegen, so der stellvertretende Leiter der Kulmbacher Inspektion, Alexander Horn.

Mit Maßkrug zugeschlagen

Es ist zu etlichen Auseinandersetzungen gekommen. Dabei gerieten die Streithähne nicht nur mit den Fäusten aneinander. Es kam auch zu Maßkrug-Schlägereien. Viele Streitereien hätten die Einsatzkräfte aber durch ihre massive Präsenz schon im Keim ersticken können.

Wäre nach der Schließung der Stadeltüren Schluss, dann würde bei der Bierwoche insgesamt alles noch viel entspannter über die Bühne gehen, betont Alexander Horn. Viele Straftaten wie Körperverletzungen hätten sich meist erst spät in der Nacht ereignet, so auch die Maßkrugschlägerei am Samstag im Grünzug, nach der ein 33-Jähriger vom Rettungsdienst ins Klinikum gebracht werden musste.

Teilweise bis in die früheren Morgenstunden war die Polizei rund um die Lokale in der Oberen Stadt gefordert. Weil der Menschenauflauf immens war, wurde die Straße für den Verkehr zeitweise gesperrt. Stadtauswärts wurden die Autos über die Karl-Jung-Straße, in der die Einbahnregelung gedreht wurde, zum Friedhofsberg geleitet. Es ist eine Lösung, die sich laut Horn bewährt hat.

30 mussten ins Klinikum

Dass es während der Ausschankzeiten selbst zu keinerlei schwerwiegenden Auseinandersetzungen gekommen ist, stellt auch Maximilian Türk fest, der zusammen mit Ines Sack BRK-Einsatzleiter war. 115 Helfer leisteten Dienst und versorgten insgesamt 230 Besucher, meist wegen Schnittverletzungen oder auch Kreislaufproblemen. "Es war zum Glück nichts Lebensbedrohliches dabei", so Türk. 30 Personen habe man vorsorglich zur Abklärung beziehungsweise Behandlung meist leichterer Blessuren ins Klinikum gebracht. Der BRK-Einsatzleiter spricht von einer für die Helfer recht entspannten Bierwoche.

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