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Kulmbach
Quarantäne

Corona-Infizierter (68) aus Franken macht Ausflug und wird ertappt, weil er sich verplappert

Ein Mann aus dem Landkreis der oberfränkischen Stadt Kulmbach hat trotz positivem Corona-Test gegen seine Quarantäne-Bestimmungen verstoßen. Alles kam raus, weil der Mann sich verplappert.
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Personenkontrolle Foto: Bundespolizei
Ein Mann hat in Kulmbach gegen seine Quarantäne-Bestimmungen verstoßen. Er wurde von der Polizei nach Hause begleitet. Symbolfoto: Bundespolizei Foto: Foto: Herold Wilfried/Bundespolizei

Offenbar nicht ganz so genau nahm es Samstagnachmittag ein älterer Herr mit seiner häuslichen Quarantäne und wurde prompt von der Polizei erwischt. Wie diese am Tag danach berichtet, muss er sich nun vor der Justiz verantworten.

Weil er in der Vergangenheit positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet wurde, hatte das Gesundheitsamt für ihn noch bis Ende nächster Woche häusliche Quarantäne angeordnet. Das hielt den 68-Jährigen aus dem nördlichen Landkreis jedoch nicht davon ab, eine Spritztour nach Kulmbach zu unternehmen.

Kulmbach: Infizierte Mann verstößt gegen Quarantäne-Bestimmungen und verplappert sich

Zwar trug der ältere Herr die ganze Zeit einen selbstgefertigten Stoffmundschutz, was jedoch einen Verstoß gegen die geltende Quarantänebeschränkung noch lange nicht entschuldigte. Seiner Redseligkeit war es letztendlich geschuldet, dass er einer Frau von seiner Auflage erzählte, woraufhin diese die Verständigung der Kulmbacher Polizei veranlasste.

Mehrere Beamte konnten den Ausreißer kurze Zeit später in der Albert-Ruckdeschel-Straße antreffen und zur Rede stellen. Der Mann musste anschließend den Nachhauseweg mit Polizeibegleitung antreten und darf nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz erwarten. Einige wenige Kontaktpersonen haben bereits Kontakt zum Gesundheitsamt aufgenommen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei einer Zuwiderhandlung gegen eine behördlich angeordnete Quarantänemaßnahme um kein Kavaliersdelikt sondern um eine Straftat handelt, welche mit einer Freiheitsstrafe oder einer empfindlichen Geldstrafe geahndet werden kann. Zudem können hierbei andere Personen sowie die eigene Person ernsthaft gefährdet werden.