Kulmbach
Freizeit

Kulmbach Kinder lernen, wie man dicke Fische fängt

Erst die Theorie und dann die Praxis: 11 Kinder und Jugendliche durften beim Schnupperfischen einen Einblick in die Anglerwelt erhalten.
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Mit einem Profi an der Seite bekommen die Kinder ihre ersten Versuche mit der Angel gut hin. Foto: Stefanie Gleixner
Mit einem Profi an der Seite bekommen die Kinder ihre ersten Versuche mit der Angel gut hin. Foto: Stefanie Gleixner
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Kinder und Jugendliche fürs Angeln zu begeistern, das war das Ziel einer Ferienaktion des Bezirksfischereivereins Kulmbach. "Wir wollen ihnen Gelegenheit geben, das mal kennenzulernen", sagt Gewässerwart Gerd Suske.

Im Verein spürt man, dass es am Nachwuchs fehlt: "Aber das ist ja bei allen so." 800 Mitglieder hat der Bezirksfischereiverein, davon sind 50 Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren.

Im Rahmen des Ferienpasses des Landkreises Kulmbach konnten interessierte Kinder die Angelroute einmal selber in die Hand nehmen und sich ausprobieren.

Ab dem Alter von zehn Jahren dürfen Kinder in Begleitung eines Erwachsenen, der in Besitz eines Angelscheins ist, angeln gehen. Dafür müssen sich die Kinder bei der Gemeindeverwaltung einen Jugendfischereischein ausstellen lassen. Eine Prüfung ist dafür nicht nötig.

Frühestens mit zwölf Jahren kann man den Vollschein machen. Dafür ist eine theoretische Prüfung mit einem vorausgehenden theoretischen und praktischen Vorbereitungslehrgang nötig. Zum Angeln muss man aber eine volljährige Person mitnehmen. Erst ab 14 Jahren darf man dann auch ohne Begleitung angeln gehen. Der Vorbereitungslehrgang dafür wird vom Bezirksfischerverein angeboten und kann dort absolviert werden. Elf Kinder haben an der Ferienpassaktion des Bezirksfischereiverens teilgenommen und sich in den Angelsport einführen lassen. Zuerst fand eine kleine theoretische Vorbereitung im Vereinsheim statt, bevor die Kinder dann selbst am Vierecksee die Angelroute in die Hand nehmen durften.

In der Praxis hatten die Kinder viel Spaß, und es zeigten sich einige als Naturtalente beim Auswerfen der Angelroute. Konstantin war mit seiner Klassenkameradin beim Angeln: "Es hat uns sehr viel Spaß gemacht." Konstantin gehört zu den Kindern, die auf Anhieb sehr geschickt mit der Angelroute umgingen. "Ich habe das noch nie davor gemacht", sagte der Zehnjährige.

Stärken durfte sich der Angler-Nachwuchs mit Bratwurstsemmeln, die von Vereinsmitgliedern vorbereitet wurden. Und neben dem Angeln im See konnten sie auch auf dem Trockenen die verschiedenen Arten des Auswerfens mit der Angel üben: seitliches Auswerfen, Überkopfauswerfen und Pendelauswurf.

"Beim Oberfränkischen Jugendausbildungszeitlager messen sich die Jugendgruppen in verschiedenen Disziplinen. Die beste Gruppe darf dann zum Landesvergleich", erzählt Martin Schmidt, Jugendwart des Fischervereins.

34 Kilometer Gewässer

Der Bezirksfischerverein organisiert fünf bis sechs Veranstaltungen im Jahr, zu denen nicht nur Vereinsmitglieder eingeladen sind. "Wir sehen unsere Aufgabe als Verein auch darin, dass wir den Fischbestand auf einem konstanten Level halten. Wir geben im Jahr 33 000 Euro aus, um kleine Fische in unsere Gewässer einzusetzen", erläutert Frank Podhorn, Vorsitzender des Bezirksfischervereins. 34 Kilometer Fließgewässer bewirtschaftet der Verein. Zu dem Gebiet zählen unter anderem der Main und verschiedene Baggerseen. Über Nachwuchs würde man sich da sehr freuen, um all das auch für die Zukunft aufrecht erhalten zu können. Die Veranstaltung zeigte: Das Potenzial ist da.



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