Kulmbach
Schulausschuss

Kulmbach bekommt eigenen Schulzug für Bäckereitechnik

Das Berufliche Schulzentrum Kulmbach wird um ein weiteres Angebot erweitert: Ein Zug für Bäckereitechnik wird eingerichtet.
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Am Beruflichen Schulzentrum in Kulmbach wird ein weiterer Ausbildungszug für "Bäckereitechnik" eingerichtet.  Symbolfoto: Jens Büttner/dpa
Am Beruflichen Schulzentrum in Kulmbach wird ein weiterer Ausbildungszug für "Bäckereitechnik" eingerichtet. Symbolfoto: Jens Büttner/dpa
Mit einer sehr erfreulichen Mitteilung überraschte Landrat Klaus Peter Söllner (FW) gestern die Mitglieder des Schul- und Sozialausschusses: Am Beruflichen Schulzentrum soll neben dem Zug "Fleischer- und Lebensmitteltechnik" ein weiterer für "Bäckereitechnik" eingerichtet werden.
Für diesen neuen Zug hatte sich der Kulmbacher Backmittelhersteller Ireks starkgemacht. Inzwischen liegt laut Klaus Peter Söllner das Okay des zuständigen Kultusministers Ludwig Spaenle vor.

"Das heutige Bäckerhandwerk hat mit dem Bäckerberuf von 1950 nur noch eingeschränkt zu tun. Der neue Schulzug ist eine positive Sache", sagte der Landrat. Er dankte Oberbürgermeister Henry Schramm und dem Kulmbacher Ehrenbürger und Ireks-Geschäftsführer Hans Albert Ruckdeschel, die die Initiative ins Rollen gebracht hätten.


Förderung läuft aus


Zum Modellprojekt "Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement" gab Heike Söllner einen umfassenden Sachstandsbericht. Sie hob vor allem den hohen Stellenwert dieser Einrichtung hervor, die seit 2014 mit Mitteln des Sozialministeriums von jährlich 8000 Euro gefördert werde. Die finanzielle Unterstützung laufe aber jetzt zum 30. November aus.

In der konzeptionellen Überlegung haben sich gewisse Handlungsfelder herauskristallisiert. Heike Söllner verwies besonders auf zwei Errungenschaften: die Bürgerengagement-Börse mit aktuell 48 Einträgen und die Bürgerengagement-Datenbank mit 1100 Einträgen.

Das bürgerschaftliche Engagement erweist sich Heike Söllner zufolge in der Flüchtlingshilfe als "ein enorm wichtiger Integrationsfaktor". Dank der Unterstützung seitens der Adalbert-Raps-Stiftung sei für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe auch ein Förderpool mit 5000 Euro eingerichtet worden. Dieser werde unter anderem für die Finanzierung von Deutschkursen für Asylbewerber verwendet. Hier seien 2016 und 2017 nicht weniger als 31 Maßnahmen angeboten worden.


Modellprojekt wird fortgeführt

Weiter erwähnte Heike Söllner die Schulungsreihe "Fit fürs Ehrenamt". An den bisher zwölf Veranstaltungen hätten 396 Personen teilgenommen.

Die Sachkosten seit 2014 bezifferte die Referentin auf knapp 32 000 Euro, die Personalkosten für eine halbe Stelle auf rund 105 000 Euro, das Staatsministerium habe bislang 32 000 Euro zugeschossen. Daneben sei es aber gelungen, noch zusätzliche Fördermittel einzuwerben. Heike Söllners Resümee: "Erste wichtige Bausteine zum Aufbau einer nachhaltigen Struktur wurden auf Landkreisebene angestoßen beziehungsweise umgesetzt." Sie empfahl deshalb auch die Fortführung über die dreijährige Laufzeit des Modellprojekts hinaus, die auch vom Ausschuss einstimmig beschlossen wurde.

"Heike Söllner hat die Stelle in hervorragender Weise geleitet und eine Fülle von Projekten auf den Weg gebracht. Wir werden die Stelle auch nach Ablauf der Förderung weiterbetreiben. Ich kann mir das gar nicht mehr anders vorstellen. Unsere Vereine und Verbände haben es verdient, dass wir sie auch in Zukunft unterstützen", sagte der Landrat.

Zur Förderung der Jugendarbeit und des Sports stellt der Landkreis knapp 30 000 Euro als Vereinspauschale zur Verfügung. Der TV Guttenberg erhält für den Austausch seiner Ölheizung einen Zuschuss von 395,30 Euro.

Achim Geyer zeigte die rückläufige Entwicklung der Schülerzahlen an den Schulen auf, die in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises liegen. Lediglich die Zahlen im Beruflichen Schulzentrum blieben nahezu konstant. Wolfgang Hoderlein (SPD) wollte wissen, wie viele Fünftklässler aus dem Landkreis Kulmbach die Waldorfschule in Veitlahm, die Realschule in Gefrees und die Gesamtschule in Hollfeld besuchen.


Schülerzahlen im Blick


Der Leiter des Beruflichen Schulzentrums, Alexander Battistella, stellte dem Ausschuss die Adalbert-Raps-Schule und die Staatliche Fachoberschule vor und gab einen Bericht zur allgemeinen Schülerentwicklung und zur Integrationsklasse für Flüchtlinge und Migranten. Man werde das Angebot weiter ausbauen, unter anderem mit einem differenzierten Sportangebot, sagte er. "Damit hoffen wir, dass wir die Schülerzahlen weiterhin stabil halten können."

Landrat Klaus Peter Söllner gab noch bekannt, dass ein Antrag der Schulleitung des MGF-Gymnasiums vorliegt, eine weitere Fläche für ein Kleinspielfeld zu schaffen: "Der Antrag ist noch nicht entscheidungsreif, denn wir haben hier das Problem, dass er baulich schwierig zu realisieren ist."

Der Vertrag für das Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Spinnerei" wird mit Blick auf die Planungen der Stadt Kulmbach vorerst nurmehr auf ein weiteres Jahr verlängert. "Erst danach wird endverhandelt, wir werden eine vernünftige Lösung anstreben", machte Landrat Klaus Peter Söllner klar.


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