Kulmbach
Kultur

Künstlersymposium: Sieben Tage kreativ gearbeitet

Die Ausstellung ist eröffnet. Die Werke sind bis 2. November auf der Plassenburg zu sehen.
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"Westströmung" heißt dieses harmonische Bild von Karin Dietel aus Gefrees. Foto Uschi Prawitz
"Westströmung" heißt dieses harmonische Bild von Karin Dietel aus Gefrees. Foto Uschi Prawitz
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Sieben Tage konzentriertes Arbeiten in einer Gemeinschaft von 19 Künstlern sind zu Ende gegangen - und die Ergebnisse des 10. Künstlersymposiums können bis zum 2. November in der Großen Hofstube der Kulmbacher Plassenburg besichtigt werden.

"Es herrschte wieder eine unglaubliche Energie, es fanden gute Gespräche statt, man arbeitete unter vielen und konnte doch für sich sein", fasste Anita Magdalena Franz, Vorsitzende des Bunds Fränkischer Künstler (BFK), bei der Vernissage am Samstagvormittag zusammen.

Ein Anziehungspunkt

Das alljährliche Künstlersymposium sei nicht nur Arbeitsplatz und Ausstellung, sondern auch Treffpunkt und Projektschmiede, "ein Anziehungspunkt für einen wachsenden Kreis von Kunstfreunden."

Die Idee zum Künstlersymposium hatte Angelika Kandler Seegy, Ehrenpräsidentin des BFK, vor vielen Jahren. "Eine Idee dieses Ausmaßes kann aber nur Wirklichkeit werden, wenn andere Feuer fangen", sagte sie und bedankte sich bei ihren Mitstreitern, insbesondere bei der Stadt Kulmbach für die gute Zusammenarbeit. "Wahrscheinlich sind es die frischesten und mutigsten Werke, die Sie je sahen", sagte sie an die Besucher gewandt. Manche seien noch so frisch, dass man sie besser nicht berühren sollte.

In der Tat ist ein großes Spektrum an spannenden, beeindruckenden, fröhlichen und nachdenklichen Arbeiten in der Großen Hofstube entstanden. Angelika Kandler Seegy wartet mit faszinierenden Sandbildern auf. Dafür trägt sie Dispersionsbinder auf Leinwand. Darauf kommt eine Schicht Sand. Dann muss sie sehr schnell und konzentriert das Motiv einritzen, denn der Binder trocknet in zwei bis drei Minuten.

Einer anderen Problematik sah sich Hans-Dieter Jandt gegenüber, der sich nach einigen Jahren Pause wieder dem Linolschnitt öffnete. Er hat sich ein Motiv aus dem Schönen Hof ausgesucht und ein- und mehrfarbig gedruckt. "Man hat mir gesagt, es handelt sich um die Weinbringerin des Markgrafen", sagte er.

Martion Kotyba hat sich das erste Mal an einem Großformat von 120 x 180 Zentimeter ausprobiert und ist mit ihrer Arbeit sehr zufrieden. "Der Bildaufbau ist anders, und es ist beeindruckend, wenn man das Bild wachsen sieht." Sie hat es unter den Titel "Meine Landschaft" gestellt, und es stelle immer ein Stück von dem dar, was sie in dem Moment berühre. Jetzt ist sie erst einmal froh, dass das Künstlersymposium 2019 erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Im kommenden Jahr wird sie zusammen mit Hans-Dieter Jandt die Geschicke des Symposiums lenken und damit Angelika Kandler Seegy ablösen. "Wir haben uns schon erste Gedanken gemacht, aber vor Anfang des kommenden Jahres werden wir wohl noch nicht in die konkrete Planung gehen", erklärte Marion Kotyba. Nur eines stehe fest: Das Künstlersymposium wird künftig einen festen Termin haben, und immer am ersten Freitag im Oktober beginnen.

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