Kulmbach
Bandporträt

Sie covern reinrassigen Funk

"PhunkSyDunk" spielen Musik, "die in die Beine geht", sagt Gitarrist Wolfgang Lormes aus Kulmbach. Das Ensemble zählt zehn Musiker - da ist bei den Proben Disziplin gefragt.
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"PhunkSyDunk" in Action.  Foto: privat
"PhunkSyDunk" in Action. Foto: privat
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Wie genau der Bandname entstanden ist, das wissen Simone Rossmeisl und Wolfgang Lormes gar nicht so genau. "Das war wohl so eine Wortspielerei. Aus ,Gott sei Dank' wurde ,Funk sei Dank' - und das noch ein bisschen komisch geschrieben." Und schon waren "PhunkSyDunk" geboren.
"Manche denken, wir spielen Punk-Musik", schmunzelt Wolfgang Lormes über den einen oder anderen Zeitgenossen, der das Wortspiel nicht verstanden hat. Aber um alle weiteren Unklarheiten zu beseitigen: "PhunkSyDunk" covern reinrassigen Funk und Soul von Gruppen wie "Spice", "Tower Of Power" und "Incognito". "Viele Leute können mit diesen Namen nichts anfangen, sie gehen aber bei unseren Konzerten mit, weil das Musik ist, die in die Beine geht", erklärt Lormes. Manchmal begeben sich "PhunkSyDunk" auch in bekanntere Pop-Gefilde ("Sledgehammer" von Peter Gabriel).
"PhunkSyDunk" sind ein zehn Mann starkes Ensemble. Den ersten Auftritt hatte die Band in der "fast aktuellen Besetzung" im Jahr 2004. Die Rhythmusgruppe bilden Schlagzeug, Bass, Keyboard und Gitarre, die Bläsersektion Saxophon, Posaune und Trompete. Dazu kommen zwei Sängerinnen und ein Sänger.

Ein Gründungsmitglied noch dabei

Ein Urbesetzungsmitglied ist bei "PhunkSyDunk" auch noch dabei: Ralph Fischer, der inzwischen in Münster lebt. "Die Mitglieder sind zwar weit verstreut", erklärt Lormes, aber: "Es funktioniert."
Auf Grund der zehnköpfigen Besetzung ist bei den Proben Disziplin gefragt. Geprobt wird konsequent jeden Mittwoch. Der Tag wird einfach frei gehalten. Dabei kommt es vor, dass die Rhythmusabteilung in Bayreuth probt, die Bläser in Hof. Und die Woche darauf spielen alle wieder zusammen.
Auch wenn der Schwerpunkt der Auftritte im Raum Kulmbach/Bayreuth/Hof liegt, sind die Musiker immer wieder über die Grenzen der Region hinaus unterwegs. Zum Beispiel haben sie schon beim Heidelberger Herbst, dem größten Altstadtfest Deutschlands, für Stimmung gesorgt. In Altenstein (hinter Ebern) haben sie sogar mitgeholfen, ein Fest zu etablieren. Losgegangen sei das mit einem Proben-Wochenende: "Da hat der Wirt gefragt, ob wir nicht einmal da spielen möchten ...", erzählt Sängerin Simone Rossmeisl, die sich auch noch gut an einen Auftritt im Bayerischen Fernsehen in der Sendung "Südwild" erinnert. Wegen der frostigen Temperaturen: "Das war eine Live-Sendung aus Bayreuth im März. Da haben wir Mädels richtig geklappert." Spaß gemacht hat's aber trotzdem.
Ganz besonders schön fanden sowohl Simone Rossmeisl als auch Wolfgang Lormes ihren Auftritt bei der "Hofer Nacht der Sinne". "Wir kannten das nicht und waren sehr positiv überrascht." Von der Atmosphäre im botanischen Garten, den "irre vielen Leuten", dem "chilligen Ambiente".

40 Songs im Repertoire

Rund 40 Lieder umfasst das Repertoire von "PhunkSyDunk". Dabei wird konsequent so lange an den Stücken gefeilt, "bis sie auf uns zugeschnitten sind und ins Bandgefüge passen", sagt Sängerin Simone Rossmeisl.
Lieder aus den Charts finden in der Regel bei "PhunkSyDunk" kein Gehör. "So was spielen wir nicht oft, weil der Arbeitsaufwand für ein Stück zu groß ist, das nach einem halben Jahr wieder rausfliegt", erklärt die 36 Jahre alte Sängerin den Hintergrund.
Welche Stücke "PhunkSyDunk" im Programm haben, kann jeder selbst überprüfen: am 8. September beim Kneipenfestival in Kemnath.

Das sind "Phunksydunk":

Jürgen Dörfler, 42, Bindlach, Schlagzeug, Lehrer

Martin Greim, 47, Hof, Bass, Lehrer

Uli Strömsdörfer, 41, Bayreuth, Keyboard, EDV-Fachmann

Wolfgang Lormes, 42, Kulmbach, Gitarre, Lehrer

Ralph Fischer, 41, Münster, Posaune, Rechtsanwalt
Franz Rossmeisl, 29, Gesees, Trompete, Diplom-Kaufmann

Reiner Taubmann, 44, Hof, Saxophon, Lehrer

Simone Rossmeisl, 36, Gesees, Gesang, in Elternzeit

Christine Völkner, 29, Gefrees, Gesang, Lehrerin

Tim Köhler, 38, Breitengüßbach, Gesang, Zollbeamter
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