Himmelkron
Verkehr

Kommt der große Kreisel?

Die Einmündung des Himmelkroner Gewerbegebiets in die B 303 soll entschärft werden. Dafür gibt es zwei Varianten.
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Der Bayerische Verkehrs- und Bauminister Hans Reichart (CSU) hat sich bei einem Ortstermin in Himmelkron die Alternativen für die Entschärfung des Knotenpunkts B 303/Einmündung der Bayreuther und Kulmbacher Straße erläutern lassen. Von links: Staatsminister Hans Reichart, zweiter Bürgermeister Harald Peetz, Baudirektor Kurt Schnabel, Gemeinderat Sebastian Herrmann.Werner Reißaus
Der Bayerische Verkehrs- und Bauminister Hans Reichart (CSU) hat sich bei einem Ortstermin in Himmelkron die Alternativen für die Entschärfung des Knotenpunkts B 303/Einmündung der Bayreuther und Kulmbacher Straße erläutern lassen. Von links: Staatsminister Hans Reichart, zweiter Bürgermeister Harald Peetz, Baudirektor Kurt Schnabel, Gemeinderat Sebastian Herrmann.Werner Reißaus
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Ein nach wie vor schwieriger Knotenpunkt ist die Einmündung des Autohofs und Gewerbegebiets Himmelkron in die B 303. Die Verkehrsführung der Bayreuther und Kulmbacher Straße zur Bundesstraße hin ist unbefriedigend, doch nun scheint Bewegung in die Sache zu kommen. Der Besuch von Verkehrs- und Bauminister Hans Reichart und des Leitenden Baudirektors Kurt Schnabel vom Staatlichen Bauamt Bayreuth am Montagnachmittag lässt zumindest darauf schließen.

Der CSU-FWG-Fraktion im Gemeinderat Himmelkron hatte den neuralgischen Knotenpunkt im April diesen Jahres schon einmal mit dem Verkehrsminister und dem Chef des Staatlichen Bauamtes Bayreuth erörtert. Nun hat Baudirektor Schnabel am Montag zwei mögliche Varianten vorgestellt, die die Verkehrssituation in dem Bereich entscheidend verbessern würden.

Ein Unfallschwerpunkt

Schnabel ging zunächst auf die bestehende Situation an der B 303 ein. Die stark belastete Bundesstraße weise mit circa 12 000 Fahrzeugen am Tag eine Belastung auf, die über dem Bundesdurchschnitt liege. Der Knotenpunkt mit dem einmündenden Verkehr aus dem Gewerbegebiet sei eine Unfallhäufungsstelle. Eine Lösung mit einer Ampel funktioniere hier nicht, weil es nicht genügend Rückstauraum in der Bayreuther und Kulmbacher Straße, die in dem Bereich zusammenstoßen, gebe.

Eine mögliche Variante wäre die Aufgabe der Kulmbacher Straße und die Schaffung eines Kreuzungsbauwerkes in der Nähe der Frankenfarm mit einer Verlegung der Erschließungsstraße auf die andere Seite der B 303. Erst dann würde ein klassischer Kreuzungsbereich mit zwei übergeordneten und zwei untergeordneten Straßen entstehen, der auch mit einer Ampel gesteuert werden könne. Notwendig dazu wäre aber ein Kreuzungsbauwerk. Baudirektor Schnabel: "Das ist eine technisch denkbare Variante, um hier eine Verbesserung erreichen zu können."

Die zweite Variante, der Bau eines Verkehrskreisels, stieß bei dem Ortstermin am Montag auf ungeteilte Zustimmung. Dazu werde ein größerer Radius als 40 Meter benötigt, um die bestehenden Straßen vernünftig anschließen zu können. Baudirektor Schnabel: "Das wäre eine Lösung, wie wir sie uns auch von der bautechnischen Machbarkeit vorstellen könnten." Dafür müsse allerdings noch die Leistungsfähigkeit untersucht werden, und dazu brauche man die aktuelle Verkehrsbelastung.

Verkehr wird gezählt

Im kommenden Frühjahr wird das Staatliche Bauamt deshalb eine Verkehrszählung mit Videobeobachtung durchführen. Mit diesen Verkehrsdaten werde dann eine Leistungsfähigkeitsberechnung erstellt. Erst dann könne beurteilt werden, ob die Verkehrsströme leistungsgerecht fließen können. Wenn diese Berechnung vorliegt, wird das Staatliche Bauamt wieder auf die Gemeinde Himmelkron zukommen.

Bliebe noch die Kostenfrage. Schon jetzt ist klar: Es wird eine Kostenteilung geben und damit bleibt die Finanzierung nicht - wie ursprünglich angedacht - allein bei der Gemeinde Himmelkron hängen.

Zweiter Bürgermeister Harald Peetz (CSU) hatte sich über den erneuten Besuch von Minister Hans Reichart (CSU) zusammen mit Baudirektor Schnabel und die Tatsache gefreut, dass auch Vertreter der Freien Wähler und SPD an dem Termin der CSU und JU teilnahmen. Peetz bezeichnete den neuerlichen Ortstermin als grundsätzlich positiv für die Gemeinde Himmelkron: "Es muss was gemacht werden. Wir haben es ja im April hautnah erlebt, als wir Zeuge eines Unfalles wurden."

CSU und Junge Union befürworteten die Verkehrskreisel-Variante. "Wir halten nicht viel von einer zusätzlichen Verkehrsampel in diesem Abschnitt." Dies unterstrich auch JU-Ortsvorsitzender und Gemeinderat Sebastian Herrmann, der die ganze Thematik mit vorangetrieben hatte.

Aus Sicht der Staatsregierung müsse zunächst die Leistungsfähigkeit des Kreisels geprüft werden, betonte Minister Hans Reichart. Es dürfe keinen Rückstau auf die Autobahn geben. "Wenn die Leistungsfähigkeit eines Kreisels gewährleistet ist, dann steht baulich aus unserer Sicht nichts entgegen und wir können die Pläne weiter verfolgen."

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