Kulmbach
Ausbau

Klinikum Kulmbach: Module schaffen weiteren Platz

Seit heute liefern Schwertransporte die Teile für den zweiten Interimsbau an. Es kommt zu Behinderungen.
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Vor der Notaufnahme des Klinikums entsteht derzeit der zweite Interimsbau. Im Bereich des Haupteingangs kommt es wegen des Schwerlastverkehrs noch bis Samstag zu Behinderungen.Jochen Nützel
Vor der Notaufnahme des Klinikums entsteht derzeit der zweite Interimsbau. Im Bereich des Haupteingangs kommt es wegen des Schwerlastverkehrs noch bis Samstag zu Behinderungen.Jochen Nützel

Am Klinikum Kulmbach wird seit gestern ein weiteres Interimsgebäude errichtet. Den Bettenbau, der wie der erste in Modulbauweise entsteht, hat die Einrichtung für die Dauer von fünf Jahren gemietet. "Das Gebäude wird wieder abgetragen, sobald der laufende Erweiterungsbau abgeschlossen ist", teilt Geschäftsführerin Brigitte Angermann mit.

Ursprünglich sei angedacht gewesen, während der Bauzeit mit dem einen Übergangsbau vor dem Haupteingang auszukommen, der bereits März 2017 in Betrieb und ebenfalls in wenigen Monaten errichtet worden ist. 90 Betten und Funktionsräume sind in diesem Gebäude untergebracht. "Es war geplant, so die Betten aufzufangen, die durch den Neubau Süd weggefallen sind. Die 90 Betten im ersten Interimsgebäude haben aufgrund der weiter steigenden Belegungssituation unseres Klinikums nicht mehr ausgereicht."

Platz für 68 weitere Betten

Ein weiteres Interimsgebäude, das dann auch während des noch ausstehenden zweiten Bauabschnitts genutzt werden kann, war die Lösung, für die sich die Verantwortlichen am Klinikum entschieden haben. 68 weitere Patientenbetten werden dort auf zwei neuen Stationen vorgehalten. Rund 2,5 Millionen Euro wird dieses weitere Interimsgebäude kosten.

Vor vier Wochen war mit dem Bau der Fundamente für den Bettentrakt hinter dem Hauptgebäude begonnen worden. Dafür musste der vorübergehend eingerichtete Parkplatz wieder aufgegeben werden. Seit gestern fahren nun eine Vielzahl von Schwertransportern das Klinikum an. Jedes der Fahrzeuge ist mit einem vorinstallierten Gebäudeteil beladen, das mit einem Kran an seinen Bestimmungsort gehievt wird.

Während der kommenden Tage wird wegen der Anlieferung und der Montage der Module im Bereich des Klinikums immer wieder mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen sein. Sobald alle Teile an Ort und Stelle sind, beginnen Handwerker umgehend mit dem abschließenden Innenausbau. Bereits am 5. Dezember soll die Übergabe stattfinden. Unmittelbar danach sollen die 68 Betten dann genutzt werden, so Brigitte Angermann zum weiteren Ablauf.

Rund 150 Millionen Euro wird das gesamte Projekt kosten, das zwei Erweiterungsbauten, in Richtung Süden und in Richtung Westen, umfasst. Für den jetzt im Bau befindlichen Erweiterungsbau Süd sind rund 46 Millionen Euro Gesamtkosten veranschlagt. Der Freistaat Bayern fördert diesen Teilbereich mit rund 34 Millionen Euro. Die Differenz wird vom Klinikum aus Eigenmitteln erbracht. Die Baumaßnahme befinde sich im Kostenrahmen.

Bei dem Erweiterungsbau Süd handelt es sich in erster Linie um einen Bettenbau auf fünf Ebenen, der im Herbst 2019 fertiggestellt sein soll. Damit kann das Klinikum einen Teil der bereits im Jahr 2017 anerkannten 90 zusätzlich genehmigten Betten umsetzen. 540 Betten wird es nach Abschluss des zweiten Bauschritts im Klinikum geben. Zweibettzimmer werden künftig Standard sein.

Rückbau des ersten Hauses

Wenn der Neubau Süd im Herbst 2019 fertiggestellt ist, wird das erste Interimsgebäude, das derzeit auf dem Vorplatz des Klinikums steht, wieder abgetragen. Danach beginnen die Bauarbeiten am Neubau West, der in etwa den doppelten Umfang haben wird wie der jetzt laufende Abschnitt. Rund 84 Millionen Euro sind für diesen Teil des Erweiterungsbaus veranschlagt, 59 Millionen Euro Förderung vom Freistaat sind bereits zugesagt.

Im Rahmen des zweiten Bauschritts wird auch noch der sogenannte Nordbau, in dem sich jetzt die Eingangshalle und die Intermediate Care-Station befinden, grundlegend saniert. Drei bis vier Jahre Bauzeit sind dafür vorgesehen.



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