Kulmbach
Demonstration

Klimastreik in Kulmbach: Viele Schüler blieben im Unterricht sitzen

Der weltweiten Fridays for Future--Aktion hatten sich heute auch Kulmbacher angeschlossen. Die Schulen allerdings untersagten den Schülern die Teilnahme.
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Impressionen von der Veranstaltung auf dem Marktplatz.Foto. Katrin Geyer
Impressionen von der Veranstaltung auf dem Marktplatz.Foto. Katrin Geyer
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Weltweit gingen am Freitag die Menschen auf die Straße, um für einen besseren Klimaschutz zu demonstrieren. Auch in Kulmbach hatte das Aktionsbündnis zum Klimastreik aufgerufen. Dem Aufruf folgten Menschen aller Altersgruppen - nur die Schüler blieben der Veranstaltung weitgehend fern. Der Grund: Die beiden Gymnasien sowie die Fachoberschule und die Berufsoberschule hatten schon im Vorfeld signalisiert, dass sie auf der Teilnahme am Unterricht bestehen und ein unentschuldigtes Fernbleiben mit Ordnungsmaßnahmen ahnden würden.

"Wir haben Gegenwind bekommen und viele haben sich nicht getraut", berichtete Laura Meile, eine der Organisatorinnen.

An dieser Praxis gab es bei der Veranstaltung dann massive Kritik. Anstatt die Schüler zu bestrafen, hätte es dem Kultusminister und den Vertretern der Schulleitungen gut angestanden, gemeinsam mit den Schülern auf die Straße zu gehen, meinten beispielsweise Jürgen Öhrlein und Cosima Asen.

Wie bei bisher jeder dieser Veranstaltungen gab es auch bei der aktuellen Aktion ein offenes Mikrofon. Das nutzten diesmal - in Ermangelung von Schülern - vor allem Experten, die aus ihrer Sicht erläuterten, warum es notwendig ist, Klimaziele einzuhalten. So ermutigte der Naturwissenschaftler Stefan Holzheu von der Universität Bayreuth die jungen Leute, in ihren Forderungen nach einem schnellen Handeln gegen den Klimawandel nicht nachzulassen, und die Ärztin Cornelia Meile machte deutlich, dass die Veränderung des Klimas jetzt schon Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen habe, weshalb Klimaschutz gleichzeitig auch Gesundheitsprävention sei.

Der Schreiner Klaus Bartels verwies auf die Folgen des Klimawandels für den Wald. Bäckermeister Ralf Groß machte deutlich, dass heimische Handwerksbäcker in der Produktion einen weit geringeren Energiebedarf haben als Großbäckereien.

Am Ende der Veranstaltung forderten die Teilnehmer noch dazu auf, in Kulmbach symbolisch den Klimanotstand auszurufen.

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