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Neuenmarkt
Aktion

"Kleine Strolche" aus Neuenmarkt verschenken Glückssteine gegen die Einsamkeit

In Zeiten von Corona wird viel über Zusammenhalt und Solidarität geredet. Doch wie hilft man denen, die am meisten gefährdet sind?
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Die "Glückssteine" Foto: privat
Die "Glückssteine" Foto: privat
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Nadine Horter und "ihre kleinen Strolche aus Neuenmarkt" haben sich etwas Kreatives ausgedacht. Die Freundesgruppe, die aus mehreren Kindern im Grundschulalter besteht, trifft sich schon seit dem Kindergarten zu gemeinsamen Nachmittagen. So gehen die Kinder und die Eltern der "kleinen Strolche" regelmäßig auf Spielplätze, wandern und spielen im Garten. Die Eltern der Kinder organisieren sich über Whatsapp.

Dies alles ist natürlich in Zeiten von Corona nicht mehr möglich. Schon im vergangenen Jahr haben die Kinder gemeinsam gezeichnet und Steine bemalt. Die Steine haben sie dann "Glückssteine" genannt. Der Plan damals - die Steine in der Umgebung zu verteilen und anderen Menschen damit eine Freude zu bereiten.

Doch mit dem Aufkommen der Corona-Krise kam Nadine Horter eine andere Idee. Die Steine und Kunstwerke der Kinder an Altenheime schicken. Um ältere Menschen vom neuartigen Coronavirus zu schützen, hat die Regierung ja beschlossen, dass keine Besuche mehr in Altenheimen und Krankenhäusern erlaubt sind. So soll das Infektionsrisiko für die besonders Gefährdeten so gering wie möglich gehalten werden.

Dass viele Senioren sich jetzt besonders einsam fühlen, ist klar. Um der Einsamkeit entgegen zu wirken, haben die Eltern der "kleine Strolche" beschlossen, die bemalten Steine und Bilder zu einem Kulmbacher und einem Neuenmarkter Altenheim zu bringen.

Nadine Horter ist Arzthelferin und hat durch ihren Beruf Kontakte zu Altenheimen und Pflegepersonal. Auch einige Kinder haben Großeltern, die im Altenheim sind. Die Idee wurde mit Begeisterung von den Pflegern aufgenommen. Die Bilder und Steine wurden kontaktlos an die Altenheime weitergegeben.

Die Seniorinnen und Senioren hätten sich sehr über die Bilder und Glückssteine gefreut, sagt Nadine Horter. "Bei andauernder Corona- und Langeweile-Krise sind weitere Aktionen für solche Einrichtungen durchaus denkbar", meint die Arzthelferin.

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