Kulmbach
Kommentar

Kleine Schritte mit großer Wirkung

Mit einem Mitmachprojekt für Schulklassen möchte die Kulmbacher Urban-Garding-Gruppe zeigen, wie schon die Jüngsten ihre Umwelt positiv verändern können.
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Anna Ohnemüller und Max Teichmann von der Grundschule Melkendorf sind stolz auf ihr fertig bepflanztes Hochbeet.Dagmar Besand
Anna Ohnemüller und Max Teichmann von der Grundschule Melkendorf sind stolz auf ihr fertig bepflanztes Hochbeet.Dagmar Besand
Bienensterben, Artenschwund, Chemiekonzerne mit Saatgutmonopolen, Verlust der ökologischen Vielfalt, Lebensmittel aus dem Labor. Schlagworte wie diese zeichnen ein düsteres Bild unserer Zukunft. Es gefällt uns nicht, aber was können wir schon dagegen tun?

Eine ganze Menge! Wir müssen es nur wollen und einfach mal anfangen, es anders zu machen.
Wie das schon mit kleinen Projekten funktionieren kann, zeigen Idealisten, die sich in der Transition-Initiative zusammenfinden - einer weltweiten Bewegung, die inzwischen auch bei uns im ländlichen Raum Fuß fasst und in Kulmbach unter dem Namen "Tra.Ku.La." um Aufmerksamkeit für ihre Ideen wirbt. Rund um den Patersberghof entsteht ein solidarisches Landwirtschaftsprojekt, eine Gärtnern-in-der-Stadt-Gruppe macht sich für biologische Vielfalt stark und will Kinder für umweltbewusstes Verhalten, Gärtnern im Einklag mit der Natur und gesunde Ernährung begeistern. Dazu kommen weitere Initiativen.

Allen gemeinsam ist, dass die Beteiligten sich freiwillig und unentgeltlich engagieren, weil sie daran glauben, dass positive Veränderungen möglich sind. Sie investieren dafür Kreativität, Freizeit und Arbeitskraft.

Schön wäre es, wenn dieser Einsatz durch einen Schneeballeffekt belohnt würde, indem viele Einrichtungen die Idee zu ihrer eigenen machen.
In der Melkendorfer Grundschule wurde mit dem ersten gespendeten Hochbeet der Anfang gemacht. Im nächsten Jahr könnten solche Pflanzkästen überall in Stadt und Landkreis stehen. Lauter kleine Biotope, die wenig Geld kosten, für Umweltbewusstsein und Artenschutz aber viel leisten können. Und ganz nebenbei werden graue Schulhof-Ecken und andere triste Flächen mit viel Spaß zum schönen Blickfang.


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