Kulmbach
Burggeflüster

Kleine Mühe für die Umwelt

Sie sind praktisch und bequem, schaden aber der Umwelt: Die EU hat den Plastikbeuteln deshalb den Kampf angesagt, und auch im deutschen Umweltministerium wünscht man sich weniger Kunststofftüten im Alltag. Im Kulmbach macht eine Buchhändlerin jetzt Schluss mit den Tüten.
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Weggeworfene Plastiktüten belasten die Umwelt. Foto: Archiv/dpa/Patrick Pleul
Weggeworfene Plastiktüten belasten die Umwelt. Foto: Archiv/dpa/Patrick Pleul
Im Supermarkt ist es normal, dass man für Plastiktüten Geld bezahlt. In Buchhandlungen oder Parfümerien gehört die kostenlose Tasche dagegen noch zum guten Ton. Man nimmt sie, ohne darüber nachzudenken.

Die Kulmbacher Buchhändlerin Christine Friedlein macht da jetzt nicht mehr mit. Dort bekomme ich keine Gratis-Tüte mehr. Ihre Vorräte gibt sie noch für ein paar Cent ab, neue werden nicht mehr gekauft. Überzeugung, nicht Geiz sei der Grund für das Sparprogramm, erklärt sie mir und weist auf die Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier hin, die von den giftigen Bestandteilen ausgeht.

Viele Kunden zeigen Verständnis, manche nicht: Die paar Tüten spielen doch keine Rolle. Aber: ein paar Tüten hier, ein paar dort - das summiert sich.

Als Kundin gefällt es mir, dass ich wieder einmal konkret aufgefordert bin, mir zu überlegen, wie ich meine Einkäufe transportiere. Und so schwer ist es ja nun nicht, sich eine wiederverwendbare Tasche einzustecken. Alles eine Frage der (guten) Gewohnheit.
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