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Stadtsteinach
Bürgermeisterwahl

Klaus Witzgall will Roland Wolfrum ablösen

Der 44-jährige Klaus Witzgall ist der Kandidat der Stadtsteinacher CSU für die Bürgermeisterwahl. Er wurde einstimmig gewählt. Witzgall will aus dem "Städtchen" eine Stadt machen, den Industrie- und Wirtschaftsstandort stärken.
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CSU-Ortsvorsitzender Bernd Kotschenreuther schenkte dem Bürgermeisterkandidaten Klaus Witzgall (rechts) ein Glas Honig: "Damit möglichst viele Stimmen an ihm kleben bleiben." Foto: Sonja Adam
CSU-Ortsvorsitzender Bernd Kotschenreuther schenkte dem Bürgermeisterkandidaten Klaus Witzgall (rechts) ein Glas Honig: "Damit möglichst viele Stimmen an ihm kleben bleiben." Foto: Sonja Adam
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Jetzt ist es raus: Auch die Stadtsteinacher CSU schickt einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl ins Rennen: Klaus Witzgall.
"Wir brauchen keine Luftnummern auf roten Seiten, wir brauchen keine farblosen Lippenbekenntnisse und bunte Ratschläge und vor allem brauchen wir keine Rückschritte für Stadtsteinach und die Ortsteile", sagte CSU-Ortsvorsitzender Bernd Kotschenreuther, der sich über die volle Zustimmung bei der Nominierung freute. Witzgall bekam 100 Prozent der Stimmen. Kotschenreuther schenkte dem Konkurrenten des amtierenden Bürgermeisters Roland Wolfrum (SPD) Ein Glas "Stanicher Honig". "Nicht nur, damit möglichst viele Stimmen an ihm kleben bleiben, sondern vor allem, weil er so gesund ist."
Klaus Witzgall ist 44 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Töchter.
Er ist gelernter Bankkaufmann, hat sich zum Sparkassen-Fachwirt und zum Sparkassen-Betriebswirt weitergebildet und ist seit elf Jahren selbstständiger Finanzmakler und Ruhe standsplaner mit Schwerpunkt Vermögensaufbau und -verwaltung. Er ist seit sechs Jahren Fraktionsvorsitzender der CSU, seit zwölf Jahren gehört er dem Stadtrat an, politisch engagiert bei der CSU ist er seit 1995. Vorher war er in der Nachwuchsorganisation Junge Union aktiv.

"Werde Vertrauen rechtfertigen"

Die Wahlen bei der Nominierungsversammlung führte Frank Wilzok durch. Auch CSU-Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner und viele Bürgermeister aus dem Landkreis waren gekommen. "Das ist das größtmögliche Vertrauen. Ich verspreche, ich werde dieses Vertrauen rechtfertigen", sagte Witzgall. Beim Wahlkampf möchte er seine eigene Persönlichkeit gar nicht so sehr in den Vordergrund stellen. "Wir sind alle gemeinsam ein Top-Team, und ich bin wirklich stolz auf unsere Liste", sagte er.
In den letzten sechs Jahren seien Projekte, "die vorher unter der Regie der CSU-Bürgermeisterin Anneliese von Ramin geplant worden sind, abgearbeitet worden". "Jetzt ist es an der Zeit, neue Ideen zu entwickeln", sagte der CSU-Bürgermeisterkandidat. "Dass ich der Kandidat werden soll, war mir selber nicht so bewusst. Aber der Wunsch kam aus der Bevölkerung und aus der Partei. Wir haben absolute Durchgängigkeit und beste Kontakt bis hin zur Europapolitik", betonte er.
Die Zukunfts-Politik für Stadtsteinach müsse fünf Kernpunkte beinhalten. "Wir müssen den Industrie- und Wirtschaftsstandort stärken. Aus dem Städtchen muss wieder eine Stadt werden", sagte Witzgall, der dazu beitragen will, dass Gewerbesteuer und Grundsteuer auf dem aktuellen Niveau bleiben. Er werde alles unternehmen, um Stadtsteinach zum Mittelzentrum zu machen. Die Schulturnhalle ist ihm wichtig. "Wir sind der Pate für die Schulturnhalle. Sie muss in der nächsten Periode realisiert werden", stellte er fest. Mit dem Ansparprogramm, das die CSU angeregt habe, sei bereits der Grundstein für die Finanzierung gelegt worden.

Bürgerbeteiligung stärken

Die CSU möchte laut Witzgall ein neues Industriegebiet ausweisen und ein neues Baugebiet. Zudem solle die Bürgerbeteiligung gestärkt werden. "Wir nennen es Nähe am Menschen", sagte Witzgall. Er möchte ferner die Ehrenamtlichen und Vereine unterstützen, ihm schwebt beispielsweise ein freier Eintritt für alle Feuerwehrdienstleistenden an zehn Tagen im Freibad Stadtsteinach vor. Und zudem will er eine Koordinierungsstelle einrichten, die die Veranstaltungen der Vereine besser koordiniert. "In der vergangenen Wahlperiode hatte die CSU mehr als ein Dutzend Anträge in den Stadtrat eingebracht. Allesamt schriftlich ausgearbeitet", betonte er.

Schützenhilfe von Zeulner

Auf Schützenhilfe von Bundestagsabgeordneter Emmi Zeulner im Wahlkampf kann Klaus Witzgall bauen. Der 44-Jährige war selbst im Kompetenzteam der jungen Bundespolitikerin. "Was Klaus Witzgall auszeichnet, ist, dass er fleißig ist, dass er Alles schriftlich ausarbeitet, dass er viel Herzblut in die Sache reinhängt und dass er mit Überzeugung dabei ist", sagte Emmi Zeulner.

Die Umgehung

Auch die Diskussion um die Bundesstraße sprach sie an. "Es wird eine Kraftanstrengung sein, neue Projekte in den Bundesverkehrswegeplan zu bekommen, aber wir müssen sehen, wie wir das Beste für ganz Oberfranken erreichen, damit wir nicht hinten runterfallen", betonte sie. Klaus Witzgall erklärte, dass er beim Thema Umgehung mittendrin stehe. Doch man sollte erst einmal die Umgehung in Stadtsteinach favorisieren und das Problem der Weiterführung in Zaubach dann weiterverfolgen. "Vielleicht gibt es doch noch eine Alternative. Gerade ich kann für die Umgehung in Stadtsteinach wahrscheinlich am meisten tun", sagte er.
Zu seiner Nominierung beglückwünschten ihn auch der stellvertretende Kreisvorsitzende der CSU, Frank Wilzok, und der VG-Vorsitzende Martin Weiß. Außerdem stellten sich die Kreistagskandidaten der CSU vor. Zum Wahlbeauftragten wurde Martina Schramm, zum stellvertretenden Beauftragten wurde Klaus Heiß gewählt.

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