Lehenthal
Rundschau unterwegs

Klagen über den Straßenzustand im Lehenthal

Der Lehenthaler Ortssprecher Willi Rehm kritisiert die Holperstrecke von Höferänger nach Grafendobrach, die auch durch Lehenthal führt. Viele seien genervt. Laut OB fehlt der Stadt allerdings Geld für die Sanierung.
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Der Lehenthaler Ortssprecher Willi Rehm beklagt im Gespräch mit BR-Redaktionsleiter Alexander Müller den schlechten Zustand der Straße von Höferänger über Lehenthal nach Grafendobrach. Stellenweise habe sich die Straße gesenkt und es gebe jede Menge Schlaglöcher. Fotos: Sebastian Martin
Der Lehenthaler Ortssprecher Willi Rehm beklagt im Gespräch mit BR-Redaktionsleiter Alexander Müller den schlechten Zustand der Straße von Höferänger über Lehenthal nach Grafendobrach. Stellenweise habe sich die Straße gesenkt und es gebe jede Menge Schlaglöcher. Fotos: Sebastian Martin
Während des Ausbaus der Bundesstraße 85 haben die Lehenthaler viel leiden müssen: Monatelang rollte der Umleitungsverkehr durch ihren Ort. Mittlerweile ist wieder Ruhe eingekehrt. Zufrieden aber sind die Lehenthaler immer noch nicht.

"Die Straße von Höferänger über Lehenthal nach Grafendobrach ist total kaputt", berichtet Ortssprecher Willi Rehm. "Stellenweise hat sich die Straßendecke gesenkt und es gibt jede Menge Schlaglöcher." Das nervt viele. Nicht nur die Bewohner von Lehenthal selbst, sondern auch die von Baumgarten, die Autofahrer, die zum Flugplatz wollen und die Fahrgäste im Schulbus. "Die müssen da jeden Tag durch - nicht wie der OB, der zweimal im Jahr kommt." Die Schäden seien insbesondere in der ersten Zeit der Großbaustelle aufgetreten, als auch schwere Lastwagen die Umleitungsstrecke nutzten, die zwar nicht die offizielle war, aber die kürzere - und deshalb von so manchem Navigationsgerät empfohlen wurde. Nach einem halben Jahr sei die Straße dann für den Schwerlastverkehr gesperrt worden, so Rehm. "Aber da war sie schon kaputt."


Weitere Maßnahmen vermisst

Mittlerweile hat die Stadt Kulmbach dafür gesorgt, dass zumindest die Ortsdurchfahrt wieder in Ordnung gebracht wurde. Aber Ortssprecher Rehm vermisst weitere Maßnahmen. "Uns wurde gesagt, dass eine Million Euro für die Sanierung vorgesehen sind. Später war nur noch die Rede von 500.000 Euro, und letztlich hat die Sanierung der Ortsdurchfahrt 280.000 Euro gekostet. Was ist mit dem restlichen Geld?"

Von Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) erfahren die Zuhörer, dass die Umleitungsstrecke nicht als offizielle Umleitung ausgewiesen war. "Die führte über Stadtsteinach. Und damit zieht sich das Straßenbauamt in Bayreuth aus der Verantwortung."

Ihm sei durchaus bewusst, dass die Straßenabschnitte zwischen Lehenthal und Grafen dobrach beziehungsweise zwischen Lehenthal und Höferänger noch sanierungsbedürftig sind, so der Oberbürgermeister. Aber: Die Stadt Kulmbach hat dafür kein Geld. Die 230.000 Euro, die das Bauamt in Bayreuth zur Verfügung gestellt hatte, seien bei der Wiederherstellung der Ortsdurchfahrt "restlos verbaut" worden. Bei der in die Diskussion gebrachten Summe von einer Million Euro handle es sich um die Gesamtkosten für die komplette Sanierung.


Wolfskehle belastet Haushalt

Mit Mühe sei es gelungen, für 2013 wieder einen Haushalt ohne Neuverschuldung aufzustellen, sagt er. Die Hochwasserfreilegung und die Kanalsanierung in der Wolfskehle belasten das Budget dabei sehr, seien aber unaufschiebbar.

Im Straßensanierungsprogramm der Stadt müsse man sich auf besonders schlechte Hauptverkehrsstraßen innerorts konzentrieren und im nächsten Jahr stehe die Sanierung der Tief garage unter dem Zentralparkplatz an. "Aber wir hoffen, dass wir dann auch zumindest eine der beiden schadhaften Strecken in Ordnung bringen können", sagt der Kulmbacher Oberbürgermeister.
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