Peesten
Tradition

Kirchweih in Peesten - Brauchtum unter dem Lindendach

Sie sind schon seit fünf Jahren dabei, gehören zu den Kerwabum und Madla, Marina Ellner und Patrick Schott. Aber heuer das erste Mal als Tanzpaar. "Wir wollen die Tradition aufrecht erhalten, so ein Kulturdenkmal wie die Peestener Tanzlinde mit Leben erfüllen", versichern beide.
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Im Schatten der Tanzlinde macht der Auftritt doppelt Spaß - und ist halb so schweißtreibend. Fotos: Horst Wunner
Im Schatten der Tanzlinde macht der Auftritt doppelt Spaß - und ist halb so schweißtreibend. Fotos: Horst Wunner
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Marina Ellner und Patrick Schott sind noch etwas verschwitzt nach den Auftritten in sengender Sonne bei südlichen Temperaturen. Später ist die Tanzlinde mit ihrem dichten Grün eine schattige Erholung, die zwei gebürtigen Peestener genießen das. Erzählen von der Lindenkerwa, die heuer zum zwölften Male stattfindet. "Da sucht jeder Bursch sei Madla, heuer sind wir sieben Paare", es sei so eine Art "Zeitehe", lässig ausgedrückt. Patrick schaut sich um, ob die Freundin was hört und schmunzelt. "A jeda Hergeloffena nem ich ober ned", fügt er an.

Auf eines legen die beiden noch Wert: "Wir kopieren nicht die Limmersdorfer Lindenkerwa, haben unsere eigenen Bräuche.
Mit Bändertanz und dem Kindertanz der Vier-bis Zehnjährigen, einem kleinen Festzug und viel Nähe zu den Besuchern." Dann sagt Marina: "Tanzen ist bei uns fast so gefährlich wie Fußball, vor ein paar Jahren hat sich einer den Fuß verknackst, Rote Karten gibt es aber nicht". Nimmt ihren Partner am Arm, auf geht`s zum nächsten Hopperer und Rheinländer.

Helga Dressel vom Freundeskreis Tanzlinde kommt vorbei, sagt, es mache Spaß hier mitzuarbeiten, der Nachwuchs stehe bereit, und die Einwohner stünden voll hinter unserer Kerwaidee, "man nimmt uns über die Region hinaus wahr".

Imposante Klänge

Die Organisatoren Frank und Rainer Macht, Markus Meisel und Stefan Ellner nicken zustimmend. Oben unter dem Blätterdach imposante Klänge des Posaunenchores Azendorf-Peesten, dazu ein ermunternder Gottesdienst in freier Natur.

Bereits am Donnerstag wurde mit dem "Goldenen Schlüssel" die Lindenkerwa symbolisch aufgesperrt und am Montag wieder verschlossen. Dazu spielte man "rum", die Jauchzer und Kerwaschreie hallten bis nach Pross. Die Lindenkerwa in Peesten ist nicht mehr wegzudenken, ein Stück des Dorfes.

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