Presseck
Betreuung

Kindertagesstätte in Presseck bekommt Spielrutsche

Eines ist schon vor Abschluss der Bauarbeiten sicher: Die Flucht- und Spielrutsche an der sanierten und um eine Krippe erweiterten Kindertagesstätte in Presseck wird die Attraktion der Einrichtung.
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Pfarrer Siegfried Welsch und Bürgermeister Siegfried Beyer (rechts) freuen sich, dass das Bauprojekt im Zeit- und Kostenplan bleibt. Sicherlich die Attraktion der neuen Kindertagesstätte: die Flucht- und Spielrutsche in den Innenhof. Fotos: Matthias Beetz
Pfarrer Siegfried Welsch und Bürgermeister Siegfried Beyer (rechts) freuen sich, dass das Bauprojekt im Zeit- und Kostenplan bleibt. Sicherlich die Attraktion der neuen Kindertagesstätte: die Flucht- und Spielrutsche in den Innenhof. Fotos: Matthias Beetz
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Gerüchte, wonach künftig nur noch Erzieherinnen eingestellt werden, die sich die Rutsche benutzen trauen, weist Pfarrer Siegfried Welsch allerdings schmunzelnd ins Reich der Phantasie.

Zum Schmunzeln hat Siegfried Welsch in diesen Tagen allen Grund. Immerhin ist die grundlegende Sanierung des evangelischen Kindergartens sowohl vom Zeit- wie vom Kostenplan her voll im Rahmen geblieben. "Es hat uns natürlich voll in die Hände gespielt, dass wir heuer quasi keinen Winter hatten. Sogar der Außenanstrich ist schon erledigt."

Und auch der Neubau der Krippe, der sich ganz bewusst von den Baustilen von Kindergarten und Kirche absetzt, klappt wie am Schnürchen. "Wir sind absolut im Kostenrahmen geblieben", erklärt Bürgermeister Siegfried Beyer (CSU) gleichlautend.
Und macht mit Siegfried Welsch gerne einen Rundgang durch die Baustelle, die vor dem Abschluss steht.

Holzböden erhalten

Der vor Monaten entkernte Altbau des eingruppigen Kindergartens für bis zu 25 Mädchen und Jungen erstrahlt in von Licht durchflutetem Glanz, die überwiegend zur Probe aufgestellten Möbel sind noch unter Planen verborgen. Soweit als möglich erhalten wurden die Holzböden, sie wurden abgeschliffen und neu versiegelt. Das gilt auch für die Treppe. Dort muss lediglich noch das Geländer abgerundet werden, weil Kinder mit der Kleidung am alten Handlauf hängenbleiben könnten. Und das lassen die Bauvorschriften für eine solche Einrichtung nicht zu.

Hell und freundlich der Bereich der neuen Krippe, die bis zu zwölf Plätzen hat. Die Glasfassade zum Kirchhof bietet Aussicht auf den Garten und die Dreifaltigkeitskirche - und viel Tageslicht.

Möbel in Miniaturausführung

Der Sanitärbereich samt Wickeltisch ist bis auf Kleinigkeiten fertig. Auch im Tagesraum sind die ersten Möbelstücke aufgebaut - Möbelstücke in Miniaturausführung, die für die Kleinkinder maßgeschneidert wurden. Im Ruheraum stehen die Bettchen schon bereit.

"Mit der vorübergehenden Unterbringung in der Schule stehen wir ja nicht unter Zeitdruck", erklärt Pfarrer Welsch und verweist auf die Entscheidung des Elternbeirats und der Erzieherinnen vom Donnerstagabend, den ursprünglich geplanten Umzugstermin zu verschieben. Die Rückkehr in die Kindertagesstätte wird nun erst am Wochenende des 2. und 3. Mai stattfinden. Pfarrer Welsch und Kindertagesstättenleiterin Ute Böhm hoffen darauf, dass sich erneut möglichst viele Eltern an der Aktion beteiligen. "Brotzeit gibt es natürlich auch wieder", so der Geistliche. Die offizielle Einweihung des Millionenprojekts ist dann für Dienstag, 6. Mai, vorgesehen.

Bis zur Eröffnung von Kindergarten und Krippe werden laut Finanzierungsplan 1 050 000 Euro verbaut sein, von denen 330 000 Euro auf die politische Gemeinde und 265 000 Euro auf die Kirche entfallen. Davon wiederum sind laut Pfarrer Welsch 80 000 Euro von der Kirchengemeinde Presseck aufzubringen. Hinzu kommt ein Darlehen über 50 000 Euro. Den "Rest" deckt die staatliche Förderung ab.
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