Kulmbach
Burggeflüster

Keine Chance für die Liebe

Oft sind es die ganz kleinen Dinge, die sich als Beziehungskiller erweisen. Beispiele gefällig?
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Andreas Gebert, dpa
Andreas Gebert, dpa
An grundlegenden Differenzen hinsichtlich kleiner Dinge des Alltags sollen schon große Lieben gescheitert sein.
Er ist katholisch, sie ist evangelisch? Kein Problem! Er wählt CSU, sie sympathisiert mit den Grünen? Auch kein Problem!
Die Beziehungskiller lauern anderswo. Der Klassiker ist die Zahnpastatube: säuberlich zugeschraubt oder offen, ordentlich von hinten aufgerollt oder anarchisch gequetscht - da ist schon am frühen Morgen der Zwist vorprogrammiert.
Trinkt der eine seine Kaffeetasse stets bis auf den letzten Tropfen leer, der andere aber lässt regelmäßig ein "Nacherla" zurück, das beim Einräumen der Tassen in die Spülmaschine immer wieder für eine Sauerei auf dem Fußboden sorgt, dann geht das auf Dauer auch nicht gut.
Dass mancher darauf besteht, erst den Zucker in die Tasse zu geben und dann den Kaffee dazuzugießen ("dann löst sich der Zucker schon mal auf"), mag man für eine Marotte halten. Ebenso wie die Angewohnheit, zusammengehörende Socken stets mit Wäscheklammern der gleichen Farbe an der Wäschespinne zu befestigen. Kritisch wird das nur in Verbindung mit der Neigung, all die zu kritisieren, die das anders handhaben.
Dass eine Beziehung keine Zukunft hat, merken die Beteiligten aber mit absoluter Sicherheit bei Fragen, die das stille Örtchen betreffen. Gehört das Klopapier so auf den Halter, dass man es stets nach vorne abrollen kann? Oder andersrum? Oder ist es wurscht? An dieser Frage scheiden sich die Geister - und bisweilen auch die Liebenden.
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